Man kann ja nicht immer Glück haben…

Hallo und herzlich Willkommen zu dem ersten Blogeintrag im neuen Jahr. Den wollte ich eigentlich schon einige Tage früher fertig stellen, aber wie das halt so ist… Außerdem habe ich einen neuen Laptop und irgendwie ist es schwieriger, als gedacht, alle Bilder in der richtigen Reihenfolge im richtigen Ordner so zu kopieren, dass… naja gut, lassen wir das.

Was gibt es zu berichten? Ich habe Silvester in der Türkei verbracht, eine Woche All Inc in einem 5 Sterne Hotel (lokal versteht sich. Blöder Fehler).

Die Gesellschaft hätte nicht besser sein können, das Hotel aber schon. Bevor ich jetzt allerdings mit den üblichen Beschwerden starte, vorweg: Ich habe ein ganz „nettes“ Review auf holidaycheck geschrieben (wofür ich sogar noch Miles&More Bonusmeilen kassiert habe!!!). Trotzdem möchte ich euch einige Highlights nicht vorenthalten.

  1. Der Flug mit SunExpress.
    Als eingefleischte Kranich-Airline-Anhängerin ist es für mich stets eine mentale Herausforderung, mich an Billigairlines anzupassen. Gut, wenn die Flüge nun mal nur ein Drittel von dem gelben Standard kosten, dann geht das schon mal. Die Airline ist ja auch nicht schlecht, aber ich habe (selbst mit Condor, TUIfly etc.) noch NIE erlebt, dass noch nicht mal Wasser / Tee oder sowas an Board kostenlos ist! Nicht, dass das ein Problem gewesen wäre – aber dazu später. Außerdem war es doch irritierend, dass in einem Ferienflieger von Frankfurt nach Antalya zuerst einmal alle Durchsagen in der türkischen Sprache gemacht werden und wenn man ganz viel Glück hat, dann findet sich auch jemand vom Kabinenpersonal, der der deutschen Sprache mächtig ist. Nicht, dass ich das brauche, dass man überall meine Sprache spricht – aber eine Airline könnte sich doch ihrer Zielgruppe anpassen… oder?
  2. Lage des Hotels.
    War hätte geahnt, dass nur 30 km östlich von Side irgendwie doch dann alles anders ist? Der Ort, Okurcalar, machte auf den ersten Blick ja einen ruhigen, netten Eindruck. Dass der allerdings wirklich so abgelegen ist, dass man noch nicht einmal eine Strandpromenade zum joggen / spazieren gehen vorfindet, hätte ich nicht geglaubt. Somit durfte ich dann auf einer echt hässlichen Strecke an der Straße gegen meine männlichen Begleiter im laufen haushoch verlieren (wenn ich jetzt hier anmerke, dass durch den unebenen Asphalt meine Füße nach den 6 km echt kaputt waren, klingt das ein wenig zu Tussi-like fürchte ich…)
  3. Hotel selbst.
    Tja wer mich kennt, weiß, dass ich immer (oder zumindest häufig) Wert auf gutes Essen lege. Dass natürlich die Qualität bei einem All Inclusive Urlaub nicht unbedingt ungeahnte Höhen erreicht, ist mir durch meine vorherige Erfahrung in den Jahren 2012, 2014 und Sommer 2015 durchaus bekannt. ABER dass der Gast dann spätestens nach der ersten Hälfte des Urlaubs besser nur noch das isst, was 100%ig gekockt oder schuhsohlenartig durchgebraten ist, war mir dann doch etwas zu einschränkend. Klartext: Das Hotel hat wohl ziemlich oft mit Durchfallerkrankungen zu kämpfen. Deshalb steht das Hotelpersonal auch zu jeder Mahlzeit mit Desinfektionsmittel am Eingang zum Speisesaal (lobenswert) und das Zeug findet man auch auf dem Zimmer (gut mitgedacht). Dass diese Maßnahmen allerdings die Problematik nicht eindämmen können (vielleicht haben sie das auch und wir kannten den vorigen Zustand einfach nicht…), macht mir Sorgen (echt unschön). Aber was soll ich sagen, ich mag den Geruch des Zeugs irgendwie….
  4. Tierfreund-Club
    Es ist ja normal, dass in der Türkei einige Katzen unterwegs sind, also auch auf dem Hotelgelände; am Strand, am Poolbereich, an der Beach Bar. Man bekommt die da einfach nicht weg. Meistens sehen die ja auch ganz fit und gepflegt aus. Geht es allerdings soweit, dass das Hotel ein Katzenhaus (und damit meine ich nicht, ein Haus, welches von Katzen erobert wurde) auf dem Gelände hat, kann es gut und gerne passieren, dass diese liebenswerten Viehcher auch im Speisesaal und in den Aufenhaltsräumen unterwegs sind. Gerne lauern sie dann dem naiven Gast auf den Fluren vor den Zimmern auf und versuchen, sich im Moment der Türöffnung mit diesem in das Zimmer zu schleichen. Die Problematik sehe ich allerdings, wenn nicht nur Gäste diese putzigen Tierchen füttern – sondern auch Kellner dies tun.
    Der gewitzte Leser könnte jetzt auf die Idee kommen, dass die Durchfallerkrankungen und die Katzenverhältnisse in irgendeinem Zusammenhang stehen; da allerdings Tiere meistens die besseren Menschen sind, möchte ich nicht das Versagen der Hygieneverantwortlichen des Hotels den Samtpfoten anlasten.
  5. Strom
    Ja, das ist so eine Sache. Jedenfalls mit dem Strom und mir. War mir dann auch erst bewusst, als mir aufgefallen ist, dass ich irgendwie dann doch die einzige war, die regelmäßig einen Stromschlag am Kühlschrank mit den Wasserflaschen bekommen hat und einen recht heftigen Schlag sogar an der Saftmaschine. Meine Mitreisenden und andere Besucher hatten das Problem (teilweise offensichtlich erkennbar) ab und an, aber irgendwie hat nur mir regelmäßig der ganze Arm davon weh getan. Als wäre das nicht genug, fiel dann auch am vorletzten Tag der Strom im ganzen Ort aus, was das Hotel dazu veranlasste, seine Notstromgeneratoren hochzufahren. Eigentlich recht lobenswert, also welche zu haben und diese dann unverzüglich anzuschalten. Blöd allerdings: Einer von drei (?) Generatoren war leider nahe an unseren Zimmern aufgestellt, die Schallisolierung war – höflich gesagt – nicht vorhanden. Befand man sich im Zimmer, war keine normale Unterhaltung möglich und es mutete eher an wie ein Aufenthalt im Schiffsbauch als in einem Hotel. Gut, man muss den Hotelveranwortlichen hoch anrechnen, dass wir in einem anderen Zimmer hätten übernachten können, insofern das Ding die Nacht über hätte durchlaufen müssen (glücklicherweise ging es gegen 21:30 dann aus). Ich war ja nun schon einige Mal in Strandhotels in diesem Land, aber das habe ich noch nicht mitbekommen. Lustig nur: Im Mai 2015 in Istanbul fiel auch für einige Minuten der Strom in der Stadt aus (was laut Aussage der ortsansässigen so gut wie nie vorkommt, hier war man auch statt mit Notstromgeneratoren eher mit Kerzenlicht dagegen gewappnet) und genauso im Oktober in Greifswald (auch hier eine Seltenheit). Ich und der Strom haben möglicherweise doch eine sehr wechselhafte Beziehung.
  6. Schwimmen im Meer
    … geht natürlich trotzdem, und erst recht bei Sturm. Insbesondere gerne dann, wenn man bei dem Versuch, am Hotelstand zu baden, von Hotelmitarbeitern „freundlich“ darauf hingewiesen wird, dass man dies zu unterlassen hat (ich bin sicher, tief in seiner Seele hat der Angestellte das nett gemeint..). Allerdings kann der gewitzte deutsche Urlauber, der es ja immer besser weiß, einfach 500 Meter weiter gehen, auf einen Strandabschnitt von einem der unzähligen Hotels, die über den Winter geschlossen sind (hmm, vielleicht auch deshalb soooo viele Katzen bei uns…?). Runter mit den Klamotten, Badehose und TShirt sind ausreichend bei Sturm und 15 Grad und zack rein ins Wasser. Das war das erste Mal, dass ich dort gescheite Wellen gesehen habe, mit denen sich auch etwas Spaß haben lässt.
  7. Die (Halb-)Insel
    Links vom Hotel Richtung Strand ist eine grüne Halbinsel. Glücklicherweise hatten wir uns den Tag mit dem schönsten Wetter ausgesucht, um diese zu erkunden – war auch wirklich ganz nett. Das hat diese blöde Hotel-Durchfall-Situation etwas relativiert.

Alles in allem: Man kann nicht immer Glück haben. Und das meine ich noch nicht einmal ironisch. Die gebuchten Unterkünfte sind meistens wirklich top (bis auf das königliche Entwicklungsland…) und das Wetter spielt auch in der Regel mit (siehe vorige Klammer). Ich würde jetzt zu dieser Zeit nicht unbedingt wieder an die türkische Riviera fahren, und unabhängig von der Zeit nicht mehr in dieses Hotel (zur Info: Sealife Buket Beach – lernt aus meinen Fehlern und fahrt da nicht hin!!!). Trotzdem mag ich das Konzept des All Inc Urlaubes, denn wenn alles stimmt, kann das wirklich eine schöne Sache sein; einmal im Jahr oder alle zwei Jahre durchaus sehr entspannend – jedenfalls solange man noch „Entdeckungsreisen“ zusätzlich in sein Budget und Zeitplan rein bekommt. Falls jemand auf der Suche nach dem geilsten All Inc Hotel an der türkischen Riviera ist: Melas Resort bei Side-Kumköy, 99% Weiterempfehlung auf Urlaubsportalen und wirklich GENIAL in fast allen Punkten. Kein Vergleich mit dem hier beschriebenen Aufenthalt.

Genug gelästert. Meine Reisepläne für dieses Jahr ändern sich quasi stündlich, deshalb wäre ein Update hier irgendwie sinnlos. London zum Monatsende bleibt allerdings und ich berichte dann hier von meiner ersten (Kurz-)Reise alleine.

Stay tuned.

 

Achso: Es war natürlich nicht alles schlecht (um hier politisch korrekt zu sein…).. wie man sieht.7

Achso 2: Ich habe etwas mit meiner Kamera rumgespielt. Da ich aber keine Facebook Fotografieseite habe, kann ich im Grunde gar nix. Trotzdem echt cool, was da so alles geht (zumindest für jemanden, der außer dem Einschalt-Knopf und dem Auslöser sonst nie irgendwas an einer Kamera bedient hat).

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s