Learnings from the Japanese

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As I only spent a few nights in Tokyo, I didn’t get too many insights into Japanese life and culture. But even in these few hours that I had, I noticed quite a few things that Japanese people do well and should be considered a role model for our society. There are 3 basic lessons that I was taught (I’m sure that there are plenty) and I will add to them once I get back to this super-amazing country.

1.Be friendly. No, seriously, be a genuine friendly person. You are here, other people are here, that’s inevitable. Smile to people, say hello, welcome, thank you wherever you go and whoever you talk to. And if there is any problem, forget your bad mood or that you might be annoyed by a rainy day because the one who you are talking to is not responsible for the weather. Mostly, they are doing just their job like selling the tickets for the airport limousine bus, working at the hotel desk to checkin or checkout guests. Or brewing US coffee in Starbucks without speaking any English and I couldn’t speak any Japanese. What did she do? Instead of getting grumpy or annoyed, she kept smiling, asking in Japanese, pointing at the menu, pointing at the different sizes of the cups that Starbucks offers. Within one minute, she was clear on what I wanted, I payed (she kept talking to me in Japanese though) and everyone was well off. Or the guy who helped me with my heavy luggage at the airport as he advised people where to wait for the bus. Helping German solo traveller women is probably not part of his job description but it makes feel travellers like me welcomed to the country. After almost 6 weeks and 4 countries, I cannot tell how much I appreciated this! One of the locals here told me that when you enter Japanese restaurants, the people talking Japanese actually say hello, welcome, great that you are here … Of course, this is not personal in any way but it increases the atmosphere and makes everybody’s day so much brighter. Smile as this is a good world after all.

2. Be decent. Here in Tokyo, people stand on the left on escalators so others can walk on the right (remember Japan has left-handed traffic). If you take the public transportation, it is usually really crowded, especially Shibuya or Shinagawa station. On the hallways, there are signs that tell you where to walk for which direction so you will get around easier and faster. Generally, there are much more people waiting to get on the metro than would fit in. Japanese wait patiently until it is their turn. No pushing, no jostling, always keep a decent distant from each other (as long as you enter the metro, inside it is impossible). Also, phone calls are prohibited in the metro not to make unnecessary noises. And please keep this in mind – no need to shout or scream halfway through any metro station. If you go to a Ramen restaurant, they ask you if you need any covers for your upper body, so your shirt or jacket will not get covered with the great soup. I so much love that and of course I said yes what turned out to be the right decision. By the end of the delicious meal, I was a bit… soupy. But as I am still practicing how to eat with chopsticks (soup is really a hassle for me!), I see this as a learning that did not cause additional laundry.

3. Watch out for each other. I am sitting in a Starbucks right now (yeah I know this is not the cultural part of travels BUT to defend myself, my spirit of adventure is just getting a well-deserved rest before my next flight tomorrow – btw first time to fly with Cathay, really excited!) and one male staff has the down-syndrome. I experienced this in 2 others stores that I visited here in Tokyo. Seriously, how often do you see handicapped people working in the stores in Germany? I cannot really remember. For all my friends from abroad: Germany has actually a governmental rule that companies have to employ a certain rate of disabled people. If they don’t, they have to pay a fine. So, German companies highly prefer to pay this fine instead of doing so. Also, you see some elevators and ramps next to stairs everywhere. There is an amount of people in wheelchairs and without having any experience in moving around with one, they seem to get along quite well. When I had dinner yesterday, there was also a lady in a wheelchair ordering, usually you have to pick up your food from the counter but the staff brought that to her table and added a glass of water (mostly free in Asia, but you have to pick that up yourself) to it. I love this attitude.

 

 

3 Dinge, die wir von den Japanern lernen sollten

Da ich nur ein paar Tage in Tokio verbringen konnte, habe ich leider nicht so besonders viele Einblicke in die japanische Kultur bzw. das Alltagsleben erhalten können. Aber in den Stunden, die ich hatte, sind mir ein paar Dinge aufgefallen, die die Japaner wirklich gut machen und was als Vorbild für unsere Gesellschaft gesehen werden sollte. Ich habe 3 Punkte aufgezählt (wobei es da sicher viel mehr gibt), ich werde sie vervollständigen sobald ich wieder in dieses großartige Land komme.

1. Sei freundlich. Nein, ernsthaft, sei einfach freundlich. Du bist nun mal hier, andere Menschen sind es auch und das ist gerade nicht vermeidbar oder zu ändern. Lächle, sag hallo, willkommen, danke wohin du auch gehst und mit wem auch immer du redest. Und wenn es ein Problem gibt, vergiss deine schlechte Laune, die du möglicherweise hast weil es regnet weil derjenige, mit dem du redest, nicht für das Wetter verantwortlich ist. Meistens machen diese Menschen einfach nur ihren Job, wie beispielsweise die Tickets für den Limousine Shuttle Bus verkaufen, die Gäste im Hotel ein- und auschecken, als Barrista für Starbucks tätig sein und dabei kein Englisch sprechen. Ich kann leider auch kein Japanisch, also was hat die Barrista gemacht? Statt genervt zu sein weil ich – mal wieder – der einzige Westerner im Laden war, hat sie einfach gelächelt, auf Japanisch weitergeredet, auf das Menü gezeigt und dann auf die verschiedenen Bechergrößen, die Starbucks führt, gedeutet. Innerhalb von einer Minute war klar, was ich bestellen wollte, ich bezahlte (sie hat weiterhin mit mir auf Japanisch geredet) und jeder was zufrieden. Oder der Typ, der mir mit meinem schweren Koffer half als er den Reisenden gesagt hat, wo genau sie auf ihren Bus warten müssen. Deutschen Solo Reisenden zu helfen steht wahrscheinlich nicht in seiner Jobbeschreibung, aber es hat zur Folge, dass Reisende wie ich sich willkommen fühlen. Nach fast 6 Wochen und 4 Ländern vermag ich kaum zu sagen, wie angenehm das war. Einer der Locals hier sagte mir, dass wenn man ein Japanisches Restaurant betritt, die Mitarbeiter wirklich sagen „Hallo, Willkommen, schön dass Du da bist…“ Natürlich ist das nicht auf die Person direkt bezogen aber macht die Atmosphäre so viel besser. Lächle, weil es doch trotz allem eine gute Welt ist.

2. Sei vernünftig. Hier in Tokio stehen die Leute links auf der Rolltreppe, sodas die anderen rechts an ihnen vorbei laufen können, wenn sie es eilig haben (Japan hat ja schließlich Linksverkehr). Wenn man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, ist es eigentlich immer voll, insbesondere Shibuya or Shinagawa. In den Gängen gibt es Schilder, die erklären, wo man in welcher Richtung zu laufen hat, sodass es für alle einfacher und schneller geht. Prinzipiell warten immer mehr Menschen, als jemals in die Metro reinpassen würden. Die Japaner warten anständigerweise bis sie dran sind. Da wird nicht geschubst oder gedrängelt sondern einen vernünftigen Abstand voneinander gehalten (zumindest bevor man in die Metro kommt, darin ist das einfach nicht möglich). Außerdem sind Telefonanrufe in der Bahn verboten, um keinen unnötigen Krach zu machen. Und bitte denke daran, dass es einfach keinen Grund gibt, einfach mal in einer Metro Station (oder an irgendwelchen öffentlichen Plätzen) rumzuschreien. Wenn du in ein Ramen-Restaurant (eine traditionelle Suppe hier) gehst, fragen sie dich, ob du ein überdimensioniertes Lätzchen möchtest, damit du deine Klamotten nicht mit Suppe einsaust. Das fand ich klasse und natürlich habe ich direkt ja gesagt, was eindeutig die richtige Entscheidung war – hinterließ die Suppe doch Spuren auf dem Lätzchen. Da ich immer noch dabei bin zu lernen, wie man ordentlich mit Stäbchen isst (insbesondere Suppe ist echt nicht leicht für mich), sehe ich das als willkommenes Learning ohne zusätzlich Wäsche waschen zu müssen.

3. Helft euch gegenseitig. Ich bin gerade im Starbucks (ja ich weiß, das ist nicht “ein Land und seine Kultur erleben“ aber zu meiner Verteidigung, meine Abenteuerlust hat gerade eine wohlverdiente Pause vor meinem Flug morgen – übrigens der erste mit Cathay und ich bin echt gespannt!) und hier arbeitet ein männlicher Angestellter mit Down-Syndrom. Ähnliches habe ich auch hier in zwei anderen Geschäften erlebt. Ernsthaft, wie oft sieht man das in Deutschland, was eigentlich ganz normal und keiner Erwähnung wert sein sollte? Für alle meine nicht-Deutschen Freunde: Deutschland hat eigentlich ein Gesetz, was besagt, dass Firmen eine Mindestquote von behinderten Menschen einstellen müssen. Wenn sie das nicht tun, müssen sie Strafe zahlen. Traurigerweise bevorzugen die Unternehmen die Strafzahlung. Tollerweise sieht man hier auch Aufzüge und Rampen überall, demzufolge sind einige Menschen in Rollstühlen unterwegs. Ohne eine Ahnung zu haben, wie es ist, auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein, scheint es, als kämen sie gut zurecht. Als ich gestern zu Abend gegessen habe, war da auch eine Frau im Rollstuhl, die Essen bestellt hat. Normalerweise holt man dann das fertige Essen von der Theke ab, aber die Mitarbeiter haben es ihr direkt an den Tisch gebracht und ein Glas Wasser gleich mit (ist in der Regel kostenlos in Asien, man muss es sich aber selbst holen). Ich liebe diese Einstellung.

 

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