Cornwall oder Willkommen in der Realität

Versteht den Titel nicht falsch. Ich bin nach wie vor ein großer England-Fan und speziell Cornwall halte ich für ein wunderbares Urlaubsziel. Schon alleine die Tatsache, dass man kurze Bahnstrecken fahren kann mit der Prämisse „wenn du kein Ticket beim Einsteigen kaufen konntest, weil der Automat nur Ein-Pfund-Münzen nimmt, dann komm doch an deinem Ziel zum Tickethäuschen und kaufe es nachträglich“. Und das selbstverständlich komplett ohne Ticketkontrollen. Oder die Tatsache, dass sich einfach JEDER beim Verlassen eines Busses bei dem Busfahrer bedankt. Und sogar die Tatsache, dass auch Wanderwege und öffentliche Fußgängerrouten „umgeleitet“ werden, wenn temporäre Baustellen einen reibungslosen Fußmarsch unterbrechen würden. Ohne Umleitung geht es über jede Menge „private land“ und das nicht immer auf offensichtlichen Fußwegen. Ich musste tatsächlich mehrere Male Anwohner fragen, wo der Weg weitergeht weil es schwer zu erkennen war. foto

Während man in Deutschland lernt, dass man gefälligst von des Nachbarn Wiese und Grund wegzubleiben hat, ist es hier die größte Selbstverständlichkeit. Achtung: In Good old Germany hagelt es dafür wahrscheinlich nur empörte Worte, in den USA womöglich direkt Kugeln. Kleine aber dennoch feine Unterschiede, die auch einen „walk along the fields“ zu einem Abenteuer machen. Und ja, es geht dort an der Mauer hoch… die „Treppe“.

IMG_2549

Wenn ein Bus durch die Pampa fährt, dann hält der da, wo die Passagiere aussteigen wollen und manchmal stoppt er auch, wenn jemand winkt. Ob eine Bushaltestelle genau an dieser Stelle vorhanden ist – zweitrangig. Und dann springt auch die etwa 80jährige Dame auf die Straße, weil sie nach einer scharfen Kurve einsteigen möchte und dabei fast überfahren wird. Aber halt nur fast. Ein Bus, ich hatte extra die längere Route gewählt um mehr von der Landschaft zu sehen, hat auf einer engen Straße unvermittelt angehalten, genau vor der Einfahrt eines größeren Anwesens, einige Menschen standen im Hof. Nach etwa einer Minute riss sich eine der älteren Damen von der Konversation los und stieg mit einem etwa achtjährigen Jungen ein. Sie unterhielt sich kurz mit dem Busfahrer, der Junge setzte sich und schaute nicht mal auf, als die Dame den Bus wieder verließ. Er fuhr dann zur Endstation, also knappe 45 Minuten durch. Für mich war das stilvoller Frieden.

Was nicht ganz meinem Stilgefühl entsprach, waren außer den typischen einfach verglasten Fensterlösungen einmal mehr die Teppichbodenverlegerei. Keine meine Unterkünfte hatte Teppichboden im Bad, was vor 10 Jahren noch anders war und was ich somit als großen Fortschritt betrachte. Dafür verfügen sämtliche Restaurant-Pubs nach wie vor über diesen Bodenbelag, gerne in Dunkelrot. Fairerweise muss man sagen, dass man beim Betreten eines solchen Etablissements schon vorgewarnt wird, weil einem eine sehr starke Duftnote entgegenschlägt sobald man durch die Türen tritt. Klar, verstehe ich, schwer zu reinigen. Aber wieso tut ihr das, und das auch noch mit Vorbildfunktion für beispielsweise die USA, wo sich ganze Flughäfen mit dem zweifelhaften Bodenbelag arrangieren? Von den zwei Wasserhähnen, einer für eiskaltes und einer für heißes Wasser, will ich hier gar nicht erst sprechen, ich glaube, es wurde schon genug diskutiert und belächelt. Auf dieser Reise habe ich konsequent jeden Briten gefragt, wieso dem so ist und keiner wusste so wirklich eine Antwort darauf. Zwei Mal wurde der Verdacht geäußert, dass das früher wohl als „elegant“ („posh“, wobei ich dachte, dass das Wort eher negativ besetzt ist) angesehen wurde, einer der Befragten vermutet, dass das der einfachste Weg war, Wasserleitungen zu verlegen. Wie man die aber benutzt, ohne sich entweder die Pfoten abzufrieren oder zu verbrennen, konnte mir wirklich niemand sagen, noch nicht einmal einen Verdacht äußern. Keep calm and go on. Der gemeine Brite entwickelt da eine gewisse (gesunde) Gleichgültigkeit. (Und wenn ich sage gemein meine ich „der normale Brite“). Trotzdem möchte ich die ernst gemeinte Frage stellen: Wie kann ein Land, was die halbe Welt erobert hat, in manchen Aspekten so zurück sein? Irgendwie keine besonders positive Entwicklung. Aber ist vermutlich reine Ansichtssache.

Das andere größere Thema, über das ich hier berichten möchte, ist die Region an sich. Und damit meine ich nicht die Schönheit (Bilder folgen), die unglaubliche Freundlichkeit der Menschen (Beispiele folgen) und das wechselhafte Wetter (ein Axiom in England). Sondern dass das ländliche England überhaupt gar nicht wie London ist (nicht, dass ich das erwartet hätte). Denn Cornwall, so schön es auch sein mag, ist relativ arm. Verlässt man die absoluten Touri Städte (looking at you, St Ives) und die populären Ausflugsziele (Land’s End „Freizeitzentrum“; denke, die Bezeichnung kommt dem am nächsten) und setzt sich in Busse, die wirklich in verdammt noch mal jeder noch so engen Straße perfekt manövrieren können (Respekt!!!), bekommt man einen anderen Blickwinkel.

Klar, doppelt verglaste Fenster sind und bleiben natürlich die Ausnahme, aber es ist einfach vieles kaputt, steht leer oder ist ziemlich heruntergekommen. Was einst so schön erdacht und wahnsinnig würdevoll erbaut wurde, verliert Glanz und Gloria und sieht umso verlassener und trister aus. Dies in Kombination mit einem grauen Himmel kann schnell Fragezeichen auf die Gesichter der sonnenbrillentragenden Touristen zaubern. Ich denke der Trick ist, die Brille abzunehmen. Natürlich ist es eine sehr feine Sache, am Meer zu leben. Oder in der Nähe davon. Trotz oder gerade wegen des allumfassenden Nieselregens ist der Sand gelb-weiß, die Felder grün (keine Spur von verbranntem Gras wie in Deutschland diesen Sommer) und montags vormittags geht man surfen. Wer Kunst mag, kommt in St Ives voll auf seine Kosten (Tate Museum inklusive Aussicht aufs Meer mit einem Picasso und zahlreichen tollen Bildern, Skulpturengarten und viele kleine Galerien, die Kunstkurse anbieten, natürlich für den großen Geldbeutel).

Gefühlt besteht dieser Ort aber eben nur aus Touristen (gut, die Surfer sehen aus, als machen sie das schon eine Weile), was die Lage (Stränden von verschiedenen Seiten, direkt am South West Coast Path) und tolle kleine Cafés mit exzellentem Kuchen (Tipp: Butterscotch Cake im The Market Place) locker wieder wett macht.

 

Penzance hingegen kämpft nicht nur mit schlechterem Wetter (eine Woche lang Sonne in St Ives, grau in Penzance, vorbehaltlich der Möglichkeit, dass das nur Zufall war), sondern auch mit (nehme ich an) weniger Touris. Kommt man (zumindest im Oktober) auf die Idee, nach der Dämmerung sein B&B zu verlassen (so gegen 19 Uhr), findet man – nichts. Kaum noch Menschen auf der Straße, geöffnet haben nur noch einige Pubs und Supermärkte (Cafés schließen hier gerne um 16 Uhr oder allerspätestens um 17 Uhr. Und ich dachte, das wäre Tea Time!!). Locals erzählten mir, dass sich das im „richtigen Winter“, also im November und nach Weihnachten, noch mehr verstärkt und ich fragte mich, ob die Anzahl der Menschen auf den Straßen dann negativ sein würde. Falls dem so wäre, würde ich gerne wiederkommen und mir das anschauen.

IMG_2699

Trotzdem denke ich, dass ich jetzt diese ganze Brexit-Diskussion ein wenig besser nachvollziehen kann. Weg von „die dummen Briten“ hin zu „würde ich auch machen, wäre ich an ihrer Stelle.“ Eine Deutsche, die Jahre lang in der Nähe gelebt hat, brachte es treffend auf den Punkt: „Ich habe etwas Karriere gemacht und 50 Stunden die Woche gearbeitet. Aber alles, was ich mir leisten konnte, war eine Mietwohnung in der nicht ganz schlechtesten Lage und ein Auto. Ich war damit beschäftigt, über die Runden zu kommen. An Reisen war gar nicht zu denken. Ich habe existiert, aber nicht gelebt.“ Sie lebt heute wieder in Deutschland, reist viel und wohnt in Hamburgs Innenstadt. Die Spaltung der Gesellschaft scheint weit vorangeschritten. Der Mensch ist so veranlagt, dass er einen Grund für alles finden möchte und es ist nachvollziehbar, dass wenn so vielen Menschen in einer ähnlichen Situation sind, man nicht davon ausgeht, dass es am Individuum selbst liegt. Menschen wie die Brexit-Hardliner haben diese Sorge und Verwirrung über die finanzielle Situation ausgenutzt und die EU / Einwanderer als Auslöser postuliert. Und die Menschen haben ihnen geglaubt. Ich habe keinen meiner Hosts gefragt, wie sie zum Brexit stehen, immerhin ist das mein Urlaub und sie waren alle samt so freundlich, dass ich keine Diskussion starten wollte. Denn mittlerweile sehe ich die offensichtlichen Gründe und ich verstehe, dass die Macht daran, etwas zu ändern, beschränkt ist. Wenn dann scheinbar der „Ausweg“ geboten wird, kann man ihnen vorwerfen, dass sie ein vermeintlich besseres Leben wählen?

Ich bin immer noch Englandfan (und das beziehe ich bewusst nicht auf London – weil London nicht England ist!), und nächstes Jahr werde ich definitiv zurück kommen. Vielleicht nicht im Oktober, aber dafür sicherlich an einen der schönen Küstenabschnitte in Devon oder Dorset. Praktisch wäre ein Leih-Hund, denn in dieser Gegend gibt es gefühlt mehr Hunde als Kinder. Die Hunde sind meist sehr lieb, laufen in der Regel ohne Leine und kommen direkt neugierig auf einen zu (egal, was der Besitzer ihnen „befiehlt“). Ich persönlich mag Hunde prinzipiell schon, aber bin nicht der größte Fan davon, wenn man keine Wahl hat, ob man ihn streicheln möchte (keine Ahnung, wie oft meine Wanderhose angeschlabbert wurde). Aber da ein Hund schneller aufhört zu bellen als ein Kind zu schreien finde ich die Sache mit Hund statt Kind gar nicht so schlecht (zu meiner Verteidigung: schon mal im Bus gesessen, in dem ein Kind eine Stunde lang durchgeschrien hat? Da sind dann leider auch die teuren BOSE noise cancelling Kopfhörer chancenlos). Ich meine, ich verstehe dass Kinder wichtig sind für die Gesellschaft und so, keine Frage muss man da ab und zu auch mal Geschrei ertragen. Aber um Gottes Willen, liebe Eltern, eine Stunde lang?! Und sich dann wundern, wenn die Leute unfreundlich werden, über Kinder schimpfen und kinderfreie Hotels und Restaurants Hochkonjunktur haben? Klar braucht es Empathie gegenüber Kindern, aber alle anderen Menschen verlieren nicht einfach sämtliche Rechte, nur weil eine Mutter sich (weswegen auch immer) nicht dazu herablässt, ihr Kind zu beruhigen oder es wenigstens zu versuchen. Gegenseitige Rücksichtnahme ist ja wohl keine Einbahnstraße und niemand hat ein Problem mit einem Kind, was sich anständig verhält.

Der South West Coast Path wird immer eine ganz besondere Bedeutung für mich haben. Ich durfte den jetzt schon in sehr vielen Formen erleben, von der drei Meter breiten Strandpromenade über zwanzig Zentimeter breite gefräste Wege entlang den Klippen, über Treppen, Felsen, Brücken; durch Bäche, Schlamm, nur halbherzig gemähte Felder (es ist immer ratsam, lange Hosen und etwas für die Arme dabei zu haben), über Kuhweiden, Blumenwiesen und entlang Autostraßen. Trotzdem ist man nie weit weg von der Küste (und bekommt das mit ständigem Hoch und Runter auch zu spüren), kann die Wanderungen intensiv genießen (bei knapp 4 h für 8 km – und ich habe dabei noch viele Wanderer überholt…) und sollte wirklich schauen, wohin man seine Füße setzt (im besten Fall nur Kuhmist, im unschöneren Fall neben den Weg was einige Meter Fall bedeutet). Besonders spannend wird es nach dem Schild „Warning: unstable cliff“.

Im Oktober sind die Blumen rundherum abgeblüht, für Allergiker gut, für Blumenfreunde wie mich so semi-toll. Dafür lässt es sich größtenteils auch auf Insekten aller Art verzichten. Meine Lehre von dieser Wanderung: In Cornwall geht der SWCP extrem hoch und runter, hatte ich in anderen Gegenden (zB Torbay in Devon) nicht ganz so sehr. Trotzdem: Es geht immer weiter. Ist der Weg noch so steil und schwierig, er ist niemals so, dass man nicht weiter laufen kann. Ich gebe zu, wenn man an der Steilküste unterwegs ist und unerwarteterweise auf der Landseite ein sehr sehr tiefes Loch auftaucht und es damit also auf beiden Seiten zwanzig Meter in die Tiefe geht, wird einem schon mulmig. Das ist eine gute Gelegenheit, sich ein Herz zu fassen und weiter zu gehen, genau wie über die zahlreichen Treppenstufen, Mauern oder großen Felsen. Manchmal sieht man den Weg nicht direkt und muss erst suchen, wo es weiter geht. Fest steht nur: Es geht immer weiter. Der Trick ist, weiter zu laufen, auch wenn man skeptisch ist, keine Lust mehr hat oder schlicht und einfach ko ist. Die daraus erwachsene Zuversicht ist befreiend und vermittelt eine wunderbare Leichtigkeit und intensive Erholung (in meinem Fall). Nur sollte man halt echt keine Flipflop tragen, am besten immer ein paar Kekse einpacken und immer etwas mehr Zeit einkalkulieren (besagte 8 km seien in 1:54 h schaffbar, meinte google maps). Vielleicht war ich auch extrem langsam in meinen Turnschuhen, während viele andere in Wanderschuhen und mit Stöcken der Herausforderung begegneten. Es hat mich aber trotzdem niemand überholt.

Nun sitze ich in der Kaffeekette Costa Coffee, die ich sehr schätze. In London zieht es mich zwar immer eher zu Café Nero, aber hauptsächlich deswegen, weil ich bei meinem ersten Besuch dort eine Bonus Card bekommen habe und der sehr süße Verkäufer mir für ein Getränk sechs statt einem Stempel gab (bei 10 gibt’s einen Kaffee umsonst. Da habe ich schon einige von geschafft…). Natürlich ist auch bei Costa Coffee fast überall Teppichboden (aber zumindest nicht im Eingangsbereich à Fortschritt!), aber es ist das einzige Café, was bis 18 Uhr offen hat. Draußen sind es angenehme 17 Grad, während ich mich gerade bei gefühlten 12 Grad hoffentlich nicht tot friere. Klar, natürlich muss ein Café in einer Region in England, in der es im Sommer gewöhnlicherweise nicht wärmer als 25 Grad wird und keine Glasfronten hat, unbedingt eine super funktionierende, allzeit eingeschaltete Klimaanlage haben. Natürlich. Was habe ich mir gedacht. Und das führt mich zu meinem letzten Amusement, was ich kurz erzählen möchte: Kleidung. Mir war schon immer klar, dass die lieben Briten eher weniger als mehr anziehen. Ich habe vor einigen Jahren ein paar Monate in Nottingham (nähe Manchester) gearbeitet und da ging die gemeine Britin ausgiebig feiern. Zugegeben, es war August, aber nachts trotzdem bloß 12 Grad. Das Bild, was sich dem aufmerksamen Beobachter bot, war prinzipiell ähnlich: High Heels > 10 cm (von mir aus) mit Mädels, die darauf nicht laufen konnten (passiert, sehe ich ein). Aber dann eben ohne Strumpfhose im hautengen Minirock (sollen sie wegschauen, wenn es ihnen nicht gefällt, das sehe ich auch ein). Aber: Ohne Jacke (brrrrrrrrr!) – sonst müsste man womöglich ein Pfund für die Garderobe zahlen (Anmerkung: Ich habe gerade den Laptop im Café von dem Tisch auf meine Oberschenkel gestellt und genieße die leichte Wärme der Lüftung). Und hier, wenn ich auch nicht feiern gehe, bietet sich das gleiche Bild: Während Sarah mit (natürlich) langer Hose (ich habe außer meiner zippbaren Wanderhose gar keine kurze Hose / Rock oder Kleid mitgenommen), Pulli und ihrer Doppeljacke bekleidet ist, die meiste Zeit ihren Schal verwendet (ich reise niemals ohne Schal!) und zur Sicherheit noch eine Mütze (kurze Haare brauchen das manchmal) einstecken hat, bewegt sich der gemeine Brite oft mit knielanger Hose und T Shirt. Selbstverständlich ohne Jacke und gerne auch bauch- oder schulterfrei (oder beides) im weiblichen Falle. Zur ihrer Verteidigung tragen sie oft Baseball-Caps. Vielleicht ist das der Trick, weil man über den Kopf so viel Wärme verliert? Ich werde es nie erfahren, denn so werde ich mich hier sicherlich nicht bewegen. Mittlerweile ist meine Nasenspitze kalt und meinen Oberschenkeln hilft der Laptop auch nur noch bedingt. Aber was soll ich sagen – ich liebe England nun mal. Rule Britannia.

 

 

PS

Die letzten Tage hier werde ich am Meer verbringen, es folgt aber noch ein Highlight: Am Sonntag, 7.10., ist Doctor Who Premiere vom 13. Doktor (Achtung, Nerd-Alarm). Für Nicht-Fans: Doctor Who ist eine klassische britische Serie (produziert von der BBC seit 1963!!) in der ein „Timelord“ in der Zeit reist. Das bietet extrem viele Möglichkeiten (von Begegnungen mit Vincent Van Gogh, Agatha Christie und William Shakespeare bis hin zu spannenden Zukunftsszenarien bspw. in „New New York“ (ja, zwei Mal New) oder „Barcelona, dem Planeten“, Aliens, Kämpfe um das Universum, richtig toll geschriebene Feinde wie die Weeping Angels, Cybermen und Daleks, kurzum wunderbare Geschichten), bis die Hauptfigur „Der Doktor“ schließlich so schwer verletzt wird, dass er stirbt und „regeneriert“. Wenn das passiert, nimmt er eine neue Form an = anderer Schauspieler. Aufmerksame Leser erinnern sich an 13 – und ab Sonntag ist der Doktor nun zum ersten Mal eine Frau. Ich bin ohnehin der Überzeugung, dass es noch niemals so gut war am Leben zu sein wie jetzt – aber das gilt, so meine ich, unbedingt und vor allem für Frauen.

 

PSS – praktische Tipps

Unbedingt tun:

  • St Ives besuchen, vorzugsweise mit der Bahn von St Erth aus nach St Ives, Fahrt dauert nur etwa 15 Minuten aber ist ausgestattet mit absoluter „Vom-Hocker-Hau-Qualität“
  • Kein Essen an der Seafront, die Möwen können richtig unangenehm werden
  • Den South West Coast Path entlang wandern (von Poole bis Bude 600 Meilen Küstenwanderweg, die Auswahl ist also groß)
  • Mit Bussen fahren und gerne mal mit solchen, die länger brauchen. Man sieht tolle Landschaft und kann sich von den Künsten der Busfahrer beeindrucken lassen. Gegen die Scheibe schlagende Äste einfach ignorieren. Nicht vergessen, „thank you“ zu sagen, wenn man aussteigt
  • Preispolitik der Busse recherchieren: Ein Tagesticket kostet 12 Pfund, das für 6 Tage 25. Finde den Fehler (Handytickets funktionieren einwandfrei)
  • In St Ives das Tate Museum besuchen und im „The Market Place“ Kuchen essen
  • Cream Tea ausprobieren!!! ❤
  • Milch in den schwarzen Tee (English Breakfast) kippen. Ist unerwartet befriedigend und ersetzt energietechnisch gerne mal eine ganze Mahlzeit (gefühlt, nicht kalorientechnisch)

 

Sich gut überlegen:

  • Ein Auto zu mieten. Ich finde Linksverkehr sogar logischer als Rechtsverkehr (jo, ich bin halt komisch), aber die Straßen sind hier wahnsinnig eng und das Parken in den Städten ist extrem schwierig und wenn man Glück hat und man auf einem großen Parkplatz noch eine winzige Lücke findet, zahlt man mal eben 10-20 Pfund pro Tag
  • Chice statt bequeme Schuhe mitzunehmen. Auch die Orte sind sehr hügelig, es geht einfach immer hoch und runter, die Treppenstufen sind nicht gleichmäßig und man darf gerne mal durch Sand oder über Erde spazieren
  • Sehr günstige Unterkünfte buchen. Durch relativ niedrige Standards (besagte einfach verglaste Fenster, Teppichboden im Bad) kann man da schnell mal daneben greifen. Mein Tipp: Reviews anschauen, mit 70-100 € Nacht fürs DZ ist man meist gut dabei
  • Im Juli oder August kommen: Cornwall ist zur Hochsaison wohl wirklich anstrengend; ohne Tischreservierung abends geht da gar nichts, die Strände und der Coast Path müssen voll sein
  • Unterkünfte last minute buchen, insbesondere dann wenn man ohne Auto weniger flexibel ist, was die Lage betrifft. Selbst Anfang Oktober war St Ives recht voll und in Penzance ist es nicht anders.
  • Kalorien zählen – essenstechnisch ist man eher ungesund (aber meist lecker) unterwegs. Full English Breakfast, Fish and Chips und der wunderbare Cream Tea oder selbstgebackenen Kuchen, den es an jeder Ecke gibt.

 

DUSF8995

NZ: Kia ora from the other side

After 2 days of flying around the world extensively, I finally arrived at my destination: Paihia, Northland, New Zealand. There are lots of new impressions to share, making it difficult for me to maintain a structure. It’s 5:30 am in the morning, I’m not yet done with jetlag but 12 hours after two ten-hour-flights doesn’t make it that hard. Sun is scheduled to rise in about 45 minutes and as I am only few hundred meters away from the stunning sea, I will probably use the confusion of my inner clock and get a few sunrise shots.

Nachdem ich 2 Tage lang ausgiebig um die Welt geflogen bin (gibt es eigentlich ein Ziel, was weiter von Deutschland weg sein könnte? Selbst Hawaii sind nur 12 Stunden und dann nochmal 6 Stunden Flug..), bin ich endlich am Ziel angekommen: Paihia im Northland Neuseelands. Ich könnte so viele Eindrücke teilen, totales Chaos in meinem Kopf. Es ist 5:30 früh am Morgen, der Jetlag ist immer noch da aber der Zeitunterschied von 12 Stunden nach zwei Zehn-Stunden-Flügen macht es nicht allzu schwer. Die Sonne geht bald auf und weil ich nur ein paar hundert Eter vm Meer weg bin, werde ich wahrscheinlich die Verwirrung meiner inneren Uhr nutzen und meine Kamera verwenden.

It really seems like paradise here: People are super friendly (got a detailed one to one introduction from the Hertz lady at the car rental – or maybe she noticed that I was completely jet-lagged when I wasn’t able to tell her my phone number in English and felt some sympathy… ) and if you take a domestic flight (like I did from Auckland to pretty Bay of Islands) then there is NO security. You just drop off your bags which hopefully will be xrayed but they don’t care about your hand luggage AT ALL. I love the small propeller planes where only about 80 people fit in (after A380 with 850 people… I mean, come on!) and you get a whole new flight experience (lasting 35 minutes – my shortest flight EVER but will be followed by a 20 minutes flight within the next days. Seems legit not to do the full security package for that actually).

Es fühlt sich wirklich wie das Paradies an: Die Menschen sind extrem freundlich (beispielsweise habe ich eine detaillierte Einführung zum Mietwagen von der Hertz-Dame erhalten – vielleicht hat sie auch gemerkt, dass ich ziemlich k.o. war, als ich meine Handynummer nicht auf Englisch zusammenbekommen habe und hatte Mitleid..) und wenn man innerhalb des Landes fliegt (wie ich von Auckland nach Bay if Islands) gibt es einfach keine Security. Man legt einfach sein Gepäck auf ein Band, was hoffentlich danach gescannt wird, aber das Handgepäck ist denen völlig EGAL. Ich liebe die kleinen Propellermaschinen, in die bloß 80 Leute passen (im Gegensatz zu dem Flug von Frankfurt nach Shanghai im A380, in den einfach mal 850 Passagiere passen… das ist echt Wahnsinn…) und man hat eine ganz andere Flugerfahrung (die bloß 35 Minuten dauert, mein kürzester Flug bisher. Macht eigentlich Sinn, dafür nicht das ganze Securitygedöns durchzuackern).

Aotearoa, which means New Zealand (basically „Country of the long white cloud“) in Maori language, was welcoming me living up to its name: With a long white cloud at sunrise. Stunning. How can something be so pretty? On my few hours layover in Shanghai I screwed the completely overcrowded lounge and got some dumplings and bubble milk tea. When I sat down to have it, I noticed that without being aware of it, I took the exact same way in the airport, finding myself at the same store when I was flying out of Shanghai to Tokyo, back in March this year after a great time in this vibrant city (shoutout to my lovely job that feels a world away by now – I reckon because it is).

Aotearoa, der Name Neuseelands in der Maori-Sprache, wörtlich übersetzt „Land der langen weißen Wolke“, hat mich entsprechend begrüßt: Mit einer langen weißen Wolke bei Sonnenaufgang. Wahnsinn. Wie kann etwas so schön sein? Auf meinem Zwischenstopp in Shanghai, der nur ein paar Stunden duerte, habe ich die ohnehin überfüllte Lounge links liegen gelassen und mir Dumplings und Bubble Tea geholt. Als ich mich im Restaurant niederließ, stellte ich fest, dass ich genau da saß, wo ich im März dieses Jahres, nach einem tollen Aufenthalt in Shanghai auf dem Weg nach Tokio, die Zeit bis zum Flug totgeschlagen hatte (Grüße an meinen wunderbaren Job, der sich anfühlt, als ob er eine Weltreise entfernt ist .. vermutlich weil er das ist. Auf Englisch klingt es irgendwie besser).

DSC_0052

Last one for today, I’m super proud of myself. I remember coming here in 2014, really avoiding to drive a car, let alone after 2 days of travel including 3 flights. But I did it. Got in, kept telling to myself „left, left, left, am I on the left side? Yeahhhhh I am! Why does it feel so natural? Because I am crazy… left, left, left…“ (yes, it works!) and just nailed it. Weird feeling when turning left (THAT CANNOT BE RIGHT!!! OH.. it is… okay… strike!), absolutely no chance of entering the roundabout the wrong way as too much traffic for that and stopping a few times at the left side of the road whenever I was interrupting some impatient Kiwi speeding down his „home circuit“). Hey, I am on the other side of the world without knowing any soul (solo travel rocks!) but – who would have guessed – I can do it. Lesson learned and this goes out to everyone: You’re so much stronger than you think & you can conquer your fear. For me, 1 of the 2 biggest fears on this adventure is done – the other is the skydive coming up in 2 weeks. Stay tuned and remember: You can and you will.

Letzter Absatz für heute, ich bin total stolz auf mich. Ich erinnere mich daran, wie ich hier 2014 her kam, es zunächst vermieden habe, Auto zu fahren und schon mal gar nicht direkt nach zwei Tagen Reisezeit und drei Flügen. Aber ich habe es getan: Ich habe die ganze Zeit vor mich hingemurmelt „links, links, links.. bin ich auf der linken Seite? Jaaaa bin ich! Wieso fühlt sich das so natürlich an? Wahrscheinlich weil ich verrückt bin… links, links, links…“ Es gab einen komischen Moment beim Links abbiegen (Das kann doch gar nicht richtig sein!! Oh Moment.. es ist richtig.. YEAH) und keine Möglichkeit, falsch herum in den KReisel reinzufahren weil doch ordentlich Verkehr war. Und natürlich habe ich ein paar mal links angehalten weil ich die ungeduldigen Kiwis, die ihre Hausstrecke entlang brausen, nicht länger als nötig aufhalten wollte. Oh man, ich bin auf der anderen Seite der Welt, ohne auch nur eine Menschenseele zu kennen (Alleinreisen ist toll!) – aber, wer hätte es gedacht – ich bekomme es hin. An alle, die das hier lesen: Du bist so viel stärker, als du denkst & du kannst deine Angst besiegen. Für mich ist nun 1 von 2 Haupt“ängsten“ auf diese Reise durch, Nummer 2 ist der Fallschirmsprung in zwei Wochen. Schau bald wieder rein und vergiss nicht: Du kannst und du wirst.

 

 

Reisen – wieso eigentlich?

Ich habe mir schon oft die Frage gestellt, wieso ich eigentlich immer wieder wahnsinnig gerne Flüge an (meist) fremde Orte buche, versuche mit 3 Shirts und einem Paar Schuhe (diejenigen, die ich gerade trage) zwei Wochen lang auszukommen und dabei nichts Wesentliches zu reduzieren. Über die letzten Jahre bin ich ein großer Fan von wenig Gepäck geworden. Habe ich vor Jahren noch selbst für 2 Nächte einen 20-Kilo-Koffer gebraucht, reichte dann letztes Jahr ein Handgepäcktrolley für 2 Wochen großzügig aus und jetzt war ich eine Woche mit einem kleinen Daypack Rucksack und meiner Handtasche unterwegs. Und hatte natürlich immer noch viel zu viel dabei: Die Regenjacke habe ich hauptsächlich als Picknickunterlage zweckentfremdet und man braucht nun wirklich keine 3 Paar Socken für 6 Nächte (Klarstellung der Autorin: Ich wasche die Kleidung zwischendurch. Ich laufe nicht, ich wiederhole: NICHT(!) stinkend rum!)

Wird das Gepäck kleiner, steigt der Wohlfühlfaktor bei Reisen (insbesondere wenn man häufiger Hotels wechselt und ohne Auto unterwegs ist) überproportional an. Wer schleppt sich schon gerne zu Tode? Auch wenn Züge keine Nummern haben, denn die Kombination Ziel und Uhrzeit ist zur Identifizierung völlig ausreichen und auch wenn die Gleise – mit Glück – 15 Minuten vorher angezeigt werden, ist das eine recht angenehme Gelegenheit. Natürlich gönne ich mir den Luxus Super-Off-Peak zu reisen (dann wenn kein anderer fahren will, also meistens zwischen 12 und 14 Uhr, kostet dafür auch gerne mal bloß die Hälfte), aber nur weil etwas angenehm ist, heißt es noch lange nicht, dass man es gerne tut.

Also wieso reise ich so gerne?

Erstens: Ich habe festgestellt, ich bin einfach besser auf Reisen. Ich kümmere mich um meinen Kram (Tickets, Hotels, wie man wohin kommt, ganz grob was man wann machen könnte, rechtzeitiger Online-Checkin und vor allem wie ich es mir richtig gut gehen lassen kann) und kann Momente viel besser genießen. Wie oft hatte ich in Asien das Gefühl, dass einfach alles perfekt oder wunderschön oder unglaublich lebenswert ist? Ich habe aufgehört zu zählen. Gerade sitze ich im Zug, die so britische Landschaft rast (eher fliegt, so schnell sind die Züge in Britannien ja nicht) vorbei mit Hügeln, Feldern, die durch Hecken oder kleine Mäuerchen abgetrennt sind und hier und da mal ein Cottage, alles eingerahmt von einem intensiven, satten Grün, was vom Flieger aus regelrecht leuchten wird. Ich trage meine Sonnenbrille im Zug, verschwende Laptopakku um den Bildschirm heller zu stellen, weil dieser Anblick so wunderschön ist, dass er mir Tränen in die Augen treibt. Im Alltag fällt es mir ungemein schwerer, solche kleinen Momente zu schätzen und mich unendlich darüber zu freuen.

Zweitens: Die Freiheit. Wenn ich etwas über mich gelernt habe in 2017, dann dass mir meine Freiheit wahnsinnig wichtig ist. Ich hasse Regeln, ich finde sie überflüssig und langweilig. Ich weiß, dass ein zivilisiertes Zusammenleben ansonsten kaum möglich ist, trotzdem nerven mich Verpflichtungen, Termine oder Mikromanagement. Jeder, der mir genau vorschreibt, wie wann ich was wo zu tun habe, hat es sich schon mal direkt mit mir verscherzt. Auf meinen Reisen kann ich, da größtenteils alleine unterwegs, immer wieder selbst bestimmen, was ich wann wo und manchmal auch mit wem tun möchte. Für die paar Tage in London hatte ich mir eigentlich ein ungefähres Programm überlegt, bis auf ein Theaterticket war aber nichts fix gebucht. Und so habe ich fast nichts von dem Geplanten gemacht, weil ich statt Street Food Market im East End dann doch lieber nach Ladbroke Grove gefahren bin, durch Notting Hill spazierte und mir dann den Kensington Palace Garden angeschaut habe. Am nächsten Tag wollte ich dann lieber zwei Stunden im Hyde Park die Sonne genießen (ich habe noch selten so dichtes Gras gesehen!) anstatt durch Little Venice zu spazieren. Und diese spontanen Planänderungen liebe ich einfach.

Drittens: Die Menschen. Als Solotraveller ist das ein elementarer Teil der Reise. Natürlich fühlt man sich manchmal einsam, wenn abends an einem Sommerabend beispielsweise sämtliche Restaurants von Paaren oder Gruppen gekapert sind und der Kellner fragt „just yourself?“ „hell yeah!“ Lange hatte ich damit ein Problem, alleine essen zu gehen und habe es immer wieder geübt und mich überwinden müssen. Als ich in Brighton aber einen zuckersüßen Italiener (Restaurant, nicht Mensch) entdeckt habe, war es mir egal und um meinen Triumph noch mehr auszukosten, habe ich direkt den Roséwein probiert. Mir hätte nicht egaler sein können, dass er überhaupt nicht schmeckte. Das Kunststück ist, wie ich finde, eine Balance zu finden: Ich habe in der knappen Woche vier spannende Menschen und einen herzallerliebsten Hund kennen lernen dürfen (und ich mag eigentlich keine Hunde!). Einen Briten in London, der für die Regierung hinsichtlich Food Control tätig ist und mich netterweise darauf hingewiesen hat, dass ich von manchen asiatischen Restaurants in Soho doch eher Abstand nehmen sollte. Eine US-Amerikanerin, die mit einem Briten verheiratet und als Lehrerin arbeitet, hat mir spannende Einblicke in beide Kulturen sowie deren Schulsystemen gegeben. Und schließlich meine Airbnb Hosts in Brighton, Tony und Vaughn inklusive Hund Phoebe, deren Haus jedem britischen Klischee entsprach, mir abends ein Glas Rotwein auf der Terrasse mit Meerblick anboten und deren Gästezimmer eine Minibar mit Milch (für den Tee!!) enthielt.

Vielleicht fehlt mir einfach die gesunde Sichtweise auf Deutschland oder zumindest auf den Alltag, auf die Arbeit. Vielleicht werde ich diese Sichtweise nie bekommen und verstehen. Vielleicht ist es auch morgen soweit und ich reise gar nicht mehr.

Ich wüsste nicht, was ich dafür oder dagegen tue, aber ich weiß, dass ich einfach glücklicher bin auf Reisen. Dass ich ein besserer Mensch bin, offener, freundlicher, lebenslustiger, optimistischer. Bis sich das ändert, bleibt mir eigentlich gar nichts anderes übrig, als mehr von dem zu tun, was mich glücklich macht.

Taipei 1(01)

Die ersten Tage in Taipei vergingen wahnsinnig schnell und abgesehen davon, dass ich intensiv damit beschäftigt war, genug Schlaf abzugreifen, habe ich mich hauptsächlich darauf konzentriert, Orientierung zu schaffen und zu behalten. Was leichter gesagt ist als getan. Die Location, in der sich mein Apartment befindet, könnte besser nicht sein. Direkt an der MRT (Ubahn) Main Station, also im Zentrum des öffentlichen Nahverkehrs gelegen, besticht diese durch den unschlagbaren Vorteil, dass ich einfach nur in einen Aufzug steigen muss und mitten im Einkaufszentrum stehe (uuund ich sehe die Berge im Norden der Stadt). Dies lässt sich auch als „Starbucks-Vorteil“ beschreiben, denn ein sicherer Zufluchtsort im Rahmen eines amerikanischen Fast Food Kette (oder eher Fast Coffee Kette?) ist nie ganz von der Hand zu weisen und rettet an so manchen Abenden das „ich möchte bitte irgendwas hier verstehen“- Problem.

The first days in Taipei were rushing by and apart from trying hard to get enough rest, I mainly focused on gaining and keeping orientation. Which is much easier said than done. My apartments location could hardly be better: Next to MRT main station from where I can basically reach the whole west coast of this country, the great advantage is that I can just take the elevator to be in a huge shopping center (and I can see the mountains from my apartment!) This is also called “Starbucks-advantage” as this is a safe refuge in shape of an American fast food chain restaurant (or fast coffee chain?). This has occasionaly made up the “I want to understand anything” feeling.

Abgesehen davon ist die Nahrungsaufnahme dort natürlich nicht meine präferierte Wahl, denn Food Court des Shoppingcenters mit allen möglichen asiatischen und nicht-asiatischen Köstlichkeiten ist nur 3 Rolltreppen entfernt. Ich bin ein sehr großer Fan der „Buns“, was im Wesentlichen Teig mit Füllung ist. Hier ist die taiwanesische Küche aber durchaus kreativ, von Schwein, Rind oder die beliebten Seafood-Fleisch Kombinationen ist alles dabei, ab und an sogar eine vegetarische Variante. Bezüglich des Essens sind zwei wesentliche Eigenschaften hier sehr hinderlich: 1. Man mag / verträgt kein Seafood. 2. Man ist Vegetarier. Soweit ich das erkennen kann, würde mich das sehr stark einschränken. Eins der tollsten Restaurantketten, die ich jemals besucht habe, ist Din Tai Fung. Nur ein Wort: Dumplings. Frisch gemacht, inklusive wahnsinnig effizientem (Deutsche, ihr seid nicht immer auf Platz 1 in der Effizienzliste!) Nummern-ziehen-warten-System und Anleitung, wie man das denn nun isst. Absolutes Highlight: Trüffel-Dumplings und Seafood Wontons in scharfer Sauce. Und natürlich Tee und Wasser kostenlos, wie scheinbar in jedem asiatischen Restaurant (to be evaluated). Außerdem gibt es hier eine französische (zumindest vom Namen her) Bäckerei, die so tolle Dinge wie Kimchi-Bacon-Sandwiches und Eiersalat-Toasties verkauft. Und natürlich der ganze wunderbare Rest mit allen möglichen japanischen und taiwanesischen Spezialitäten. Verhungern ist hier faktisch nicht möglich, und sollte man einmal zu ungewöhnlichen Zeiten Nahrung benötigen, ist nur wenige Meter vom Starbucks entfernt ein 24/7 convenience store, der zum Glück auch ein sehr günstiger Wasserlieferant darstellt.

Despite that getting food at Starbucks is not my preferred choice in any country (also I am not into that sweet-milky stuff they call coffee), the malls food court happens to be just 3 escalators away. I am a big “bun” fan (not bunny!), which is actually dough with some meat filling inside. Taiwanese are creative regarding the filling, it can be pork, beef or – very popular – seafood-pork combination. Yummy! Regarding food, 2 things can and will keep you from trying the best stuff they have here: #1 You don’t like seafood. #2 You are a veggie. One of the best more local restaurant chains is Din Tai Fung. Just one word to say: Dumplings!!! So incredibly fresh, they are served in the probably most efficient way (get that, Germans!) I have ever seen (get a number, decide in the meantime what you order, wait to be called, hand your order to the waiter, be seated, be served with an introduction paper how to actually eat the dumplings in the right kind of way). The ultimate highlight: Truffle dumplings and seafood wontons in a spicy sauce. AMAZING. And of course, tea and water is for free as much as you like (seems to be like that in every Asian restaurant, to be further evaluated). Also, there is a French bakery (at least the name is French) which sells such fantastic stuff as kimchi-bacon-sandwiches and egg salad toasties. And of course the whole fantastic lot of Taiwanese and Japanese dishes. It’s impossible to starve here, even at night, there are convenience stores opened 24/7 which also sell cheap water. Perfect.

Nicht ganz ideal bisher ist das Wetter. An den ersten Tagen hier war es sonnig, was der absolute Wahnsinn war, als ich nach 20 Stunden Reisezeit und dem zwischenzeitlichen Transfer-Temperaturschock in Bangkok aus dem Flieger stieg und am Flughafen auf meinen Fahrer wartete. Ade Winter, dachte ich. Falsch. Anders als in Los Angeles, wo ich im Februar 2010 bei 25 Grad landete, hatte der vermeintliche Sommer hier leider keinen Bestand. Seit dem nun also faktisch Dauerregen, aber zumindest nicht kalt. Nun, man kann ja nicht alles haben. Glücklicherweise konnte ich als „Wetterflüchtling“ zwischendurch in Seoul Unterschlupf finden, nun bin ich aber für insgesamt 3 Wochen hier in Taipei und gewöhne mich so langsam daran, dass meine Wander-Wochenendpläne regelmäßig absaufen. Allerdings ist das durchtesten durch verschiedenes Essen auch eine nette Freizeitbeschäftigung und ich gehe hier so intensiv meinem Lieblingsjob nach, dass faktisch keine Zeit für größere Pläne bleibt, außer eben am Wochenende. Zumindest habe ich schon den botanischen Garten gesehen (sorry, aber wer die Parks in London, Sydney und Hong Kong kennt, ist davon nicht ganz so beeindruckt…die Briten / frühere Kolonien können das halt einfach besser) und eine witzige Stadttour mitgemacht.

What is not that perfect up to now, is the Taiwanese weather. On my first days, it was sunny and it was beyond fantastic when I got off the plane after the Bangkok-transfer-temperature-shock, waiting in the sun for my driver. Bybebye cold German winter I thought. Nope. Different to Los Angeles, where I once got off a plane in February 2010, the summer feeling did not stay for long. Since then, it has been raining basically the whole time but without being cold. Luckily, I could seek refuge in sunny Seoul for a few days in between. Now, I am here in Taipei for 3 weeks in total and I get used to having my hiking plans drowned every weekend. So I spend my time trying different kind of foods which is not the worst thing and I engage in my favourite job so much that I don’t have that much time to spend apart from weekends. At least I have seen the botanical gardens (sorry but if one happens to know the parks in London, Sydney, Hong Kong… is not that much impressed… as the British / former colonies are really good in parks) and I did a really funny city tour.

Ach ja, und ich habe Leute getroffen. Das ist wunderbare an einer Stadt wie dieser – es ist so einfach, sich mit Locals oder anderen Reisenden zu treffen. Sei es für ein gutes Essen, einfach nur die Stadt entdecken. Die Taiwanesen sind eines der freundlichsten, offensten Völkchen, die mir jemals begegnet sind und anders als in vielen anderen Ländern, habe ich das Gefühl, dass das echt ist. Und so kann man sich mal eben zum Mittag- oder Abendessen treffen. Hier sind so viele Alleinreisende unterwegs, dass ich mich sehr wohl fühle in der „Reisecommunity“, Menschen, die genau wie ich der Meinung sind, dass einen elementaren Unterschied zwischen „Einsamkeit“ und „alleine sein“ existiert und kein Problem damit haben, die Dinge zu tun, die sie machen wollen. Das aber gerne auch mal zu viert und so eine wirklich gute Zeit haben, gleichwohl wenn man des Chinesischen nicht mächtig ist (und es aufgrund der Intonationen nie sein wird). Aber als Zeichen des Respekts sollte man doch zumindest ein paar Worte kennen und sprechen, wie Ni hao (Hallo) oder Xiexie (Danke).

Auch Duibuqi (eine Form von Entschuldigung) und Ni hao ma (wie geht es dir?) ist theoretisch denkbar, könnte jedoch die Erwartungen der sprachlichen Fähigkeiten betreffend etwas zu hoch setzen. Ich fühle mich ab und an wie ein Kleinkind, wenn ich einfach gar nichts verstehe, die Waschmaschine beispielsweise nur chinesische Tasten hat und ich noch nicht mal die Anleitung auf einer Ramen-Suppe lesen kann (gut, heißes Wasser drauf, warten, fertig…) aber trotzdem. Ich durfte jedoch folgende Erfahrung in der besagten „französischen“ Bäckerei machen: Man nimmt sich dort ein Tablett, ein Papiercover und eine Zange (ähnlich wie die deutsche Backfactory) und geht dann Köstlichkeiten sammeln. Neben mir tat das eine ältere wahrscheinlich taiwanesische Frau ebenfalls und ich war an der Kasse zuerst dran. Mein Eindruck ist, dass die Kassierer, Verkäufer, Kellner etc. kein Englisch können (deshalb immer Restaurants mit Bildern vom Essen suchen, auf die man zeigen kann!), was in einer solchen Bäckerei aber ja kein Problem ist. Ich habe den angezeigten Betrag gezahlt (umgerechnet zwei Euro für drei super leckere Teile!) und habe mich mit einem Xiexie verabschiedet. Daraufhin dreht sich die ältere Frau zu mir, grinst und zeigt „Daumen hoch“. Made my day.

Oh yeah, and I met people. This is the great thing in a city like Taipei – it is so easy to get in touch with locals or other travellers. Meeting for trying different kinds of food or exploring the city is so fun and Taiwanese are among the genuinely friendliest people I have ever had the pleasure to meet up with. There are so many solo travellers here that I feel quite well in this “community”. They are people like me that there is a huge difference between “loneliness” and “solitude” so you can meet in groups but perfectly go your own way after that again. You can meet people despite the lack of Chinese language, however one should know a few words out of respect like ni hao (hello) or xiexie (thank you). Also, duibuqi (one expression for saying you’re sorry) and ni hao ma (how are you?) is in theory quite good to know but might raise the expectancy of your language level. I sometimes feel like a child not understanding anything like the washing machine in my apartment or how to do the instant soup I bought (okay, not too challenging, just add hot water, stir and wait a bit). Still I was lucky enough to experience the following in the French bakery: you take a tablet, cover and a tong (a bit like backfactory in Germany) and put whatever you want to buy on it. Right next to me was an elderly Taiwanese lady and I was first at the cashier. Don’t expect the cashier, waiter or anybody in shops to speak English (so therefore prefer restaurants with picture of the meals so you can just point on it) but in a bakery like this, it is not a problem. You just hand them the stuff you want to buy and pay what the display shows. This is what I did and finished with a xiexie. This was when the lady turned to my, smiling, showing thumbs up. Made my day.

Das Englischlevel ist hier wie gesagt nicht besonders fortgeschritten, was auch immer wieder zu Kommunikationsproblemen im Starbucks führt (hätte mir das einer vorher erzählt, ich hätte es nicht glauben wollen). Auch ist stets zu beachten, dass möglichst einfaches Englisch Anwendung finden sollte, also bitte nicht anfangen mit „Excuse me, would you mind, can I order beef noodle soup…“ sondern „I want beef noodles“ und parallel auf das Bild oder auf (wenn vorhanden) englischen Schriftzug zeigen – wenn der Verkäufer aussieht als hätte er verstanden, taktischerweise noch ein Xiexie dahinter platzieren und lächeln. Lächeln hilft immer. Nun könnte man ja theoretisch die Übersetzung seines Lieblingsessens auswendig lernen. Aber aufgrund der folgenden Anekdote, die mir ein Kollege erzählte, bleibe ich aber definitiv bei gebrochenem Englisch und auf-Bildchen-zeigen-System: Ein anderer europäischer Kollege hat intensiv die Sprache gelernt, sodass er sich einigermaßen verständigen konnte. Er ging in ein Restaurant mit dem Vorhaben, heiße Suppe zu bestellen. Das Wort dafür lautet (scheinbar) tang. Als er bestellt hatte, konnte er eine Diskussion zwischen den Kellnern beobachten, es dauerte zehn Minuten und er bekam eine Schüssel voll – Zucker. Denn wenn man tang nicht gleichbleibend ausspricht, sondern den Ton minimal verändert, heißt es – genau – Zucker. Wir alle lernen niemals aus. Vielleicht versuche ich es mal mit Koreanisch, das soll deutlich einfacher zu lernen und zu sprechen sein und diese Zeichen sehen so cool aus.

The level of English here as I described is rather basic. This leads to communication issues even in Starbucks (if someone had told me in advance, I wouldn’t have believed it). What I keep noticing is that you better stick to very simple English, so don’t go for the “Excuse me, would you mind, can I order beef noodle soup…“ rather than „I want beef noodles“ or just “beef noodles” and point at the picture or at the English menu entry if applicable. If the waiter looks like he got it, add a strategic xiexie and smile. Smiling always helps you. Remark: You will also notice this in my blog posts: As I am here, my English ability is constantly decreasing as I simplify it more and more and I am mainly talking to non-native English speakers. Actually I should enrol in an English course as soon as I am back home. Bascially, one could just memorize the names of the favourite dishes and tell them everytime one wants to order. But because of the following story, I decided not to go that way: A European colleague managed to learn Chinese quite well and could manage to communicate in this language. In a restaurant, he order what he thought was a bowl of hot soup. After ordering, the waiters started a discussion and finally served him a bowl of – sugar. Because if you don’t pronounce the word “tang” correctly with a flat tone, the meaning from “hot soup” changes to “sugar”. Never stop learning in this world and more important, never stop trying. Maybe I will learn some Korean as I was told there is no pronunciation issue and their characters look so cool.

Tempel und Night Market sind auch 2 Dinge, die nicht zu unterschätzen sind aber aufgrund der hohen Arbeitsauslastung und des schlechten Wetters habe ich ersteres erst einmal kurz gesehen und zweiteres noch gar nicht. Insbesondere auf die Night Markets sollte man sich bestenfalls mit Locals wagen, die dann die angebotene Essensauswahl erklären und bestellen können. Dies sowie die Wanderung auf einen Berg mit fantastischer Sicht über die Stadt und eine Endstation der Red Line (Tamsui) mit Starbucks (haha) mit Flussblick und Fort stehen definitiv noch auf meinem Plan. Vielleicht schaffe ich es nächstes Wochenende nach Kaohsiung in den sonnigen Süden (28 Grad und Sonne!), gefolgt von einem Trip nach Shanghai zu unserem Sales Meeting und einem anschließenden Trip nach Tokyo für Diskussionen mit den Kollegen. Danach habe ich erst mal eineinhalb Wochen Urlaub und Zeit, dieses wundervolle Fleckchen Erde näher zu erkunden, bevor ich ab Ostern nochmal 4 Wochen in Taipei tätig sein werde. Ist es nicht unglaublich, wie fragil die Zeit ist und wie Wasser durch die Finger rinnt, bei dem Versuch, sie zu greifen?

Temples and night market are two more things which I really want to do but due to the intense workload and the rain, I just saw a temple briefly and night market not yet at all. Especially for night markets, one should go with a local as they can explain and order the local food selection. Also my planned hike to elephant mountain with a view over Taipei and going to a terminal station Tamsui with a Starbucks (haha) by the river are definitely left on my schedule. I might make it to Kaohsiung which is in the sunny south of the island (28 degrees and sunshine! Yieeeeks!) followed by a trip to Shanghai for our team meeting. After that I will head to Tokyo for additional discussions with colleagues. When I am done with these countries, I have almost 2 weeks off which I will use to see a bit more of the pretty Formosa (Taiwan). Finally, I have just 4 weeks more left to work here. Isn’t it ridiculous how time flies by as soon as you try to get hold of it?

Ich gebe zu, manchmal ist es nicht einfach, sich länger als wenige Tage und ohne Dauerbetreuung einem solchen Land aufzuhalten. Hier zeigt sich die wahre Stärke eines Menschen und das wird sicher super-seltsam, wenn ich dann wieder in London bzw. Deutschland bin (auf dieses „ich verstehe wieder alles“ Gefühl freue ich mich jetzt schon!) Aber ich bin unendlich dankbar für diese und die kommenden Erfahrungen. Ich habe mehr Glück erleben dürfen, als ich verdient habe und ich bin wahnsinnig gespannt darauf, was noch kommt. Ich weiß nur eins: Ich werde, nach bestem Wissen und Gewissen, das Beste daraus machen.

Yes, sometimes it is a challenge to stay in such a country on one’s own and for quite a time. This is when the real strength shows off and I am sure it will be so strange when I am back in London or Germany (looking crazy forward to finally understand everything again!!!) But I am beyond thankful for all experiences in the past, present and future. I was and I am happier than I deserve to be and I am so excited so see what comes next. At least, I know that I will make the most out of it and do my very best to have a great time.

PS: Ich möchte hier noch kurz oberlehrerhaft zum Allgemeinwissen beitragen oder den geneigten Leser vor einem Kultur-Fettnäpfchen warnen: Taiwan ist NICHT Teil von China und es macht SEHR WOHL einen Unterschied ob jemand aus Taiwan oder China kommt. Insbesondere in der Konversation mit Taiwanesen, tut euch selbst einen Gefallen und bezeichnet Taiwan nicht als China oder sagt, dass es das selbe ist. Das ist quasi so, wie wenn man zu einem Deutschen sagt „Frankreich, Niederlande, Deutschland…. Alles das Selbe.“ Nope. Bitte beachten, sonst ist man direkt unten durch. Also China = People’s republic of China während Taiwan = Republic of China (oder Taiwan ROC).

By the way: I want to be a bit annoying here and carry out some educational mission: Taiwan is NOT a part of China and YES it makes a difference if someone is from China or Taiwan. Especially in conversations with Taiwanese, do yourself a favour and don’t talk about Taiwan as part of China. This is like you tell a German “France, Netherlands, Germany.. all the same.” Nope. Please keep in mind: China= People’s republic of China wheres Taiwan=Republic of China (this is why you always see Taiwan ROC).

4 West Coast Impressions

So it’s been almost 10 years now that I’ve been to California, Nevada, Utah and Arizona for the first time. As I failed to collect and save pictures at this time, I can only give you a few impressions here. But at least those are the few pictures that I really care about.

img_5582

#1 Ultimate California view – Orange County. Beautiful as hell and waves were amazing.

imm003_3a

#2 Bryce Canyon dressed to impress to make it for Utah. Just WOW.

imm033_31

#3 Somewhere on the „road“ to Death Valley. I don’t really have words for this one. Nobody dares to restrict the US to only superficial, shining cities after this.

imm016_14

#4 Death Valley. Be prepared for the heat of your lifetime and turn off the air con in your car so the engine will survive (been there in July!)

It might take some time until I come back to this area. Next US stops are more likely to be Hawaii tour or Alaska.

Florida fever

September 2013 – another trip due to the USA, this time: Florida. Cheaper flights than to California and going to the same part of such a huge country for the 3rd time seems a bit … limited. So yay let’s go for a tropical climate this time. Just without mosquitos.

So let’s start with a few absolute cliché pictures about Miami and what you see when you drive around in your over-sized SUV.

 

Driving north of Miami, first stop was Cocoa Beach. Oh and if you visit in September, make sure to be prepared for the tropical afternoon rain (not comparable to anything you can experience in Europe!! Umbrella not needed as no use…)

Made our way to Cape Caneveral to see the space shuttle, rockets of all kinds and to get into the spacy stuff which was way more interesting than I expected tbh. American history 😉

Next stop in line were Springfield and Hogwards / Hogsmeade in Universal Studios / Wizarding World of Harry Potter. Though the absolut tourist-magnet, I strongly recommend it, especially if you are the European traveller. What the US guys are capable of when it comes to those kinds of leisure park, is beyond compare to any European standards. Do go to Europapark (in Germany) definitly before coming here!!

Off to west coast next – beautiful beaches, whiter sand than at the Atlantic coast and much warmer water. Looks a bit like the Baltic Sea cost in my opionion (see my Germany posts).

Next: Crocodile farm. These lovely guys came to be fed. As far as I could see, the conditions they’re kept in are okay. All that they do for entertainment is to feed a few times a day with giant dead rats.

dscn1389

We made all our way down to Key West after this. I can so much recommend going there, the drive is really extraordinary (make sure you like lots, lots of water). And welcome the little visitors that join you at the pool ❤

Also of course we took the opportunity to get this photo before emerging in the lovely orchid gardens. At night, Key West old quarter is pretty. If you look for the right place, insert Hard Rock Café Key West in your navi and it will take you to the street you were probably looking for.

Overall: Florida is a really nice place if you look for some vibrant cities (Miami), nice beaches (Cocoa beach and west coast), one or two days pure touristy fun (Universal Studios Orlando), a funny animal encounter (Alligator farm near Tamiami trail) and a smooth chilly athmosphere (Key West). This is why I like the US very much for vacation as you can get to enjoy so many different things.

 

Highlights NZ Tour

Back from 2015.

Amazing what…? Yes, Aotearoa. This is Maori and means „country of the long white cloud.“ As you probably have figured, this is New Zealand. Quick background: For reasons I do not understand myself, this has been my ultimative travel goal for years. I imagined this country as sort of paradise which it turned out to be! but a bit different from what a naive German girl expected.

Hence, I totally fell in love. And yes, in Dec 2017 I will travel there again because you cannot see all this astonishing beauty in only 3 weeks time. For my next trip, I planned 6 weeks and even that is actually much too few time. But yeah make the best of it. So here you see a few impressions that was able to gain from a 3 weeks fast travel.

dscn5070

Okay I see it – partly it is still middle earth and will always be. Don’t skip this touri thing, it’s so much more than you see in this picture.

A few clichée pictures for this country. Yes, it is all true. And then you have to stop the car because sheeps rule the streets, not humans. Love it!

Cathedral cove / coromandel. I wasn’t aware that such beauty exists. Now I am and I cannot wait to go back and see it again.

Tongariro Alpine Crossing and sourroundings. Astonishing as long as you bring good shoes (it’s not called Alpine because they recommend to walk in flipflops.)

This country is destined for horseback riding! This pretty stallion is called Rio and he is fantastic, especially without using a saddle.

Abel Tasman National Park. The 3 days we spent there were beyond compare and captured on these photos is only a tiny part of the colorful beaches.

img_2787

Also don’t skip the helicopter glacier hike (either Franz Josef or Fox – this was on Fox glacier).

And then… there was Milford Sound. Where the traveller realizes his own tiny small place and meaning in the great logic of all the universe. Even when I remember this after 3 years, I feel tears in my eyes. Take a overnight boat trip for an amazing sunset and sunrise.

The lakes on South Island – lake Pukaki and Tekapo. Will return definitly soon.

Last but not least – crazy intelligent ad & Sarah in Cadbury-paradise.

Please realize this is only a very very small part of this great country. This trip was truely life-changing to me. Just one word: GO!

London: A love letter

My beloved London,

thank you.

Thank you so much for everything. I’m so in love with you and I cannot see how this will ever change. Probably falling in love with a place is ridiculous and a little bit scary but still you are one of the most amazing things I was able to experience in this fantastic world. Everytime I fly over to feel your vibes, see your energy and experience your people, I leave as thankful as I can be. Everytime you show another side of your wonderful character so sometimes I just cannot believe that this is real, that you are real. And everytime I have to leave you, my heart cries in pain and everytime I return to your feet, I’m sitting in Picadilly Line with my sungalsses to keep the tears of joy to myself.

Mein geliebtes London,

Danke.

Vielen Dank für alles. Ich habe mich so sehr in Dich verliebt und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das jemals ändern wird. Sich in einen Ort oder in eine Stadt zu verlieben ist wahnsinnig und macht mir irgendwie auch ein wenig Angst. Aber London, Du bist trotzdem eines der wunderbarsten Dinge die ich in dieser fantastischen Welt jemals erleben durfte. Jedes Mal, wenn ich rüberfliege um Deine Atmosphäre zu spüren, Deine Energie zu sehen und Deine Menschen zu erleben, bin ich so dankbar wie ich überhaupt sein kann. Jedes Mal zeigst Du eine andere Seite von Dir sodass ich manchmal nicht glauben kann, dass das real ist, dass es Dich wirklich gibt. Und jedes Mal wenn ich Dich verlassen muss, blutet mein Herz und wenn ich dann zu Dir zurückkehre, sitze ich in der Picadilly Line mit Sonnenbrille, um meine Freudentränen für mich zu behalten.

This time, the plane circled above you for about 20 minutes and I probably was the only passenger who absolutely loved it. So already at this point, I was wondering: Could it get any better? And the answer was: hell yeah! I had a fab, sunny, shiny welcome and immediately went crazy when coming back to Soho / Chinatown. I met great women and men (shout out to the Girls Love Travel Facebook group and the Couchsurfing app), sharing a lot of cultural experiences and having great talks before ending up in Bloomsbury in the most lovely bookstore I have ever seen. Enjoying crowded luminous Picadilly at night followed by Trafalgar Square which is utterly amazing in the dark. Next day under blue sky, I fell once again in love with your Leceister Square which I have so underestimated in my previous visits before I met some more amazing people on the greenest grass of Soho Square.

Dieses Mal kreiste mein Flugzeug ungefähr 20 Minuten über Dir und ich war womöglich der einzige Passagier, der das ganz toll fand. Also habe ich mich schon in der Luft gefragt: Kann dieser Aufenthalt noch besser werden? Und die Antwort war: Aber sowas von! Ich hatte einen unglaubliches, sonniges helles Willkommen und bin vor Freude halb durchgedreht, als ich endlich wieder durch Soho / Chinatown lief. Ich habe großartige Menschen getroffen (danke and die Girls Love Travel Facebook Gruppe sowie die Couchsurfing App), die verschiedene Erlebnisse und tolle Unterhaltungen geteilt haben, bevor ich dem süßesten Buchladen gelandet bin, in dem ich jemals war. Ich habe den überfüllten, leuchtenden Picadilly bei Nacht gesehen, gefolgt von dem Trafalger Square, der im Dunkeln der Wahnsinn is. Am nächsten Tag unter blauem Himmel habe ich mich in den vorher von mir unterschätzten Leceister Square neu verliebt, bevor ich mich auf dem grünsten Gras überhaupt mit tollen Menschen im Soho Square traf.

You know what I adore about you? One can do the same thing again and again and it still feels so damn special and new and every second worth living. Wandering through Soho for the millionth times, I’m still so much in awe exploring different corners and shops on and on. Also by going on the London Eye for the 2nd time to enjoy great champagne, the view is never getting boring. St Pauls at day & night, Sky Garden Bar and Emirates Cable Cars – just to name a few more. Finally, my way leading to Shakespeares Globe Theatre being able to see a stunning performance of Macbeth after a bright sunny day: You so make all the difference!

Weißt Du, was ich an Dir vergöttere? Man kann das Selbe wieder und wieder machen und es fühlt sich immer noch so unglaublich besonders an und so als ob jede Sekunde es Wert sei, zu leben. Zum millionensten Mal durch Soho zu laufen, bin ich voller Ehrfurcht dabei, verschiedene Ecken und Geschäfte zu entdecken. Auch das zweite Mal auf dem London Eye um großartigen Champagner zu genießen – diese Sicht kann niemals langweilig werden. St. Pauls im Dunkeln, Sky Garden Bar und Emirates Cable Cars um nur ein paar Attraktionen zu nennen. Schließlich führte mein Weg in Shakespeares Globe Theatre zu einer mir die Sprache verschlagenden Vorstellung von Macbeth nach einem wunderbaren Sonnentag: Du machst einfach den Unterschied!

Kew Gardens in summertime, cream tea in a tiny café and full cooked English breakfast at Leceister Square made a gorgeous time so much more adorable. Giant soap bubbles, M&M world and finally using the Oyster card again made me more happy than I ever hoped to be. But in the end, going out, meeting people not only from various countries but with all kinds of cultural backgrounds meant everything. Thanks to you, London, I gained faith in the human kindness and the prettiness of people once again.

Kew Gardens im Sommer, fantastischer Cream Tea in einem kleinen Café und Full English Breakfast am Leceister Square haben eine wunderschöne Zeit nochmal so viel besser gemacht. Riesenseifenblasen, die M&M Welt und einfach nur die Wiederverwenndung der Oyster Card haben mich glücklicher gemacht, als ich es jemals gehofft hatte, zu sein. Aber am Ende des Tages, unterwegs sein, Menschen treffen und das nicht nur aus unterschiedlichen Ländern sondern auch mit so vielen verschiedenen Kulturen hat mir alles bedeutet. Durch dich, London, habe ich wieder Vertrauen und Zuversicht in die Menschen gewonnen.

 

 

My life belongs elsewhere so there is just little that I can do to remember you and to get hold of your magic. Amongst the few things I can do is bringing home your crazy marvellous chocolate and the insane tea varieties (coconut-truffles for example). I took lots of photos and have been shopping on Oxford street, of course. But the most valuable thing I take home are my memories about you and about the magnificent people I met. All the freedom I discovered, all the different kinds of lifes I saw, the endless possibilities I realized.

Mein Leben gehört nun einmal woanders hin, also gibt es nur wenig was ich tun kann, um die Erinnerungen an dich festzuhalten, lebendig zu halten. Darunter ist allerdings der Import von verrückt-leckere Schokolade und durchgeknallte Teevariationen (Kokosnuss-Trüffel beispielsweise). Ich habe so viele Fotos gemacht, war natürlich shoppen auf der Oxford Street. Aber das Wertvollste, was ich mit nach Hause nehme sind meine Erinnerungen an dich und an die wundervollen Menschen, die ich treffen durfte. All die Freiheit, die ich für mich entdeckt habe, die verschiedenen Leben, die ich gesehen habe und die endlosen Möglichkeiten, die ich begriffen habe.

I already started to plan my next trip. And finally, I am really able to understand the meaning of Samuel Johnsons‘ quote: When a man is tired of London, he is tired of life; for there is in London all that life can afford.

Ich habe selbstverständlich schon angefangen, meinen nächsten Trip zur dir zu planen. Und endlich, endlich verstehe ich wirklich die Bedeutung des Zitats von Samuel Johnson: Wenn ein Mann London leid ist, dann ist er seines Lebens leid weil in London alles das ist, was ein Leben zu bieten hat.

Thank you, love. Can’t wait to see you again.

Danke, love. Ich kann es nicht abwarten, bis wir uns wiedersehen.

My pretty Torbay

Being fortunate enough to return to this amazing place 10 years after my first visit, I still can hardly believe that I really made it there – and for sure am planning my next trip to this so tremendously pretty piece of earth. I arrived at the smallest airport I’ve ever seen (Exeter, 2 buildings, bus station and parking lot) and made my way then with lovely Stagecoach busses to the coast. Finally enjoying my private ensuite room, I found my well-needed peace and rest there before exploring the town and it’s cute surroundings.

Für die Rückkehr in diese wunderschöne Gegend nach 10 Jahren bin ich immer noch dankbar und kann kaum glauben, dass ich wirklich da war  (Fotos belegen allerdings, dass es kein Traum war!) – plane natürlich schon meine nächste Reise zu diesem unglaublichen süßen eindrucksvollen Fleckchen Erde. Angekommen bin ich auf dem kleinsten Flughafen, den ich je gesehen habe (Exeter: 2 Gebäude, Bushaltestelle und Parkplatz) und bin gut mit den Stagecoach Bussen an der Küste angekommen. Im eigenen Zimmer mit Bad habe ich dann nach dem ganzen Trubel in Schottland meine dringend benötigte Ruhe gefunden, um dann wieder diese fantastische Welt draußen entdecken zu können.

One of my favorites is definitly the South West Coast Path. Covering the coasts of Exmoor, Cornwall, Devon and Dorset with its lengths of 1000 kilometers, I was able to hike just a few kilometers of it but worth every step. I enjoyed about 5 hours scenic coastline with beaches, rocks and flowers all over. Peaceful lookouts and dedicated benches all over are just a small but lovable part of it. Another asset are free toilets all along the path with mostly free tap water to refill so it’s really a joy to hike – especially as solo traveller being just with me, myself & I.

Eine meiner absoluten Lieblingsaktivitäten dort ist der South West Coast Path. Er beinhaltet gute 1000 Kilometer Küstenweg in Exmoor, Cornwall, Devon und Dorset und so konnte ich zumindest ein paar Kilometer davon wandern – war trotzdem jeden Meter wert. Ich konnte 5 Stunden wunderbare Küstenlinie genießen mit Stränden, Klippen und Blumen überall. So friedliche Aussichtspunkte und Bänke mit herzergreifenden Widmungen sind nur ein kleiner Teil davon, was diesen Wanderweg so liebenswert macht. Praktisch sind auch kostenlose Toiletten alle paar Kilometer inklusive kostenlosem Leitungswasser für den durstigen Wanderer. Es ist eine Freude, diesen Weg zu gehen – insbesondere als Alleinreisender, wenn man nur mit und bei sich selbst ist.

I absolutely wanted to catch a ferry ride over the bay. There was a cheap one going from Torquay (where I stayed) to Brixham at the other side of the bay which took about 30 minutes one way. Fortunately, there was a cliff that could be viewed from all over the bay which drew kind of a magical attraction to me at first sight and I was sure that I’d hike from Brixham to this cliff, no matter how long it would take. Fair enough, I arrived in the beautiful town with lots of political messages and made my way to Berry head (at least I hoped that this was where I intended to go). And hell yeah, after 1,5 hours with lots lots lots of photo stops to enjoy the view, I made it to the greatest scenery during these 2 weeks of travel. Spent much more time than planned, missed the ferry connection back and had to wait another hour for the next one BUT was worth every second (funfact: this is actually also part of the South West Coast Path, just a little lower adorable part in the bay area).

Ich wollte unbedingt mit der Fähre in der Bucht fahren und zufällig gab es eine recht günstige Gelegenheit von Torquay (wo ich mich einquartiert hatte) nach Brixham an der gegenüberliegenden  Seite der Bucht. Zufälligerweise waren auf der Seite der Bucht Klippen, die man überall aus sehen konnte und die aus irgendeinem Grund eine fast schon magische Anziehungskraft auf mich hatten. Also war es klar, dass ich da von Brixham hin laufen würde. Dort kam ich dann an (politische Kampagne nicht zu vergessen) und bin Richtung Barry Head gelaufen (ich hoffte, dass das mein Ziel war, was ich ja von weitem schon gesehen hatte). Und ja, nach eineinhalb Stunden mit vielen Fotostops um die Aussicht zu genießen, habe ich den Punkt mit der allerschönsten Aussicht der zwei Reisewochen erreicht. Natürlich habe ich dann doch viel mehr Zeit dort verbracht als eigentlich geplant war, meine Fähre zurück nach Torquay verpasst sodass ich eine Stunde Wartezeit hatte ABER es war jede Sekunde wert (lustig: Das war auch ein Teil des South West Coast Path, nur ein Stück weiter unten in der Bucht).

Before another friend of mine arrived to spend the last few days together, I planned to go out for dinner on my own to a proper restaurant with waitress service. The other days, I just went to supermarkets that sell delicious and healthy ready to eat food (and yeah I had to somehow watch my budget a little bit) or I just went to a pub or fast food restaurant (I don’t count that as „eating out solo“). So I decided to have a Pizza and felt just a little awkward when asked the unavoidable „Just yourself?“ question but made it! Delicious Pizza, great time and so proud of myself!

Bevor ein Freund mir für die letzten Tage Gesellschaft leisten würde, hatte ich mir vorgenommen, alleine zum Essen auszugehen, in einem richtigen Restaurant mit Kellnern. Vorher war ich immer nur in Supermärkten, die teilweise geniales und gesundes Essen zum Mitnehmen verkaufen (ja gut, etwas im Budget wollte ich ja schließlich auch bleiben) oder ich ging einfach in einen Pub oder ins Fast Food Restaurant (was ich nicht als „Alleine essen gehen“ zähle). Also habe ich mich entschieden, Pizza essen zu gehen und habe mich nur ein bisschen komisch gefühlt, als mir die Frage „Du isst alleine?“ gestellt wurde. Aber ich habe es geschafft und der Lohn war eine leckere Pizza und ein gestärktes Selbstbewusstsein!

IMG_1411

I also can recommend to visit Kent’s Cavern which are ancient caves that can be visited including a nice experience of what actually real darkness is. There’s a nice tour called Round Robin from Torquay to Totness (such a cute little town), river cruise down the river Dart to Dartmouth and back to Paignton by steam train (Hogwarts Express in fact).

Empfehlen kann ich auch eine Führung in Kent’s Cavern (prähistorische Höhlen) inklusive einer tollen Erfahrung, wie sich absolute Dunkelheit anfühlt. Außerdem gibt es eine nette Tour genannt Round Robin, die von Torquay nach Totness führt (sehr süßes Städtchen), über eine Flussbootsfahrt den Fluss Dart hinunter bis nach Dartmouth dann zurück nach Paignton mit einer Dampfeisenbahn (quasi Hogwarts Express).

A few more words to Cockington Rose Gardens: If you ever have the chance, go there! Though it’s not a huge place, I spent over an hour there just sitting on a bench enjoying the fantastic odours. Can hardly be captioned on any photos I suppose.. but the delicious Devonshire Cream Tea can be pictured – something highly enjoyable!

Ein paar Worte zu den Cockington Rosengärten: Solltet ihr jemals die Möglichkeit haben, diese zu sehen, auf jeden Fall wahrnehmen! Obwohl es eigentlich kein großer Rosengarten ist, habe ich dort über eine Stunde auf einer Parkbank verbracht und die fantastischen Gerüche genossen. Tja, das kann man nun kaum auf Fotos abbilden…dafür allerdings den deliziösen Devonshire Cream Tea, den man sich defintiv gönnen muss!

Finally, I left with tears in my eyes. I’ve always been happy to return home after my travels but this time, I so would have loved to be on the road for 2 more weeks, exploring more of the great coast. And though the Brexit vote (live witness on BBC until Newcastle vote came up), all the strange things British people do and like and the single glazed windows that they mostly use – it just astonishing beautiful and I’m so thankful that I was able to had this great time. Alas, already planning my next trip: See you soon, South West Coast Path.

Aber alles Schöne hat sein Ende und schließlich auch dieser Aufenthalt. Bisher habe ich mich nach jeder Reise auch immer auf zu Hause gefreut, aber dieses Mal wäre ich so gerne noch zwei Wochen länger die Küste entlang gereist. Und trotz des Brexit Votes (BBC live geschaut bis die Votes von Newcastle veröffentlicht wurden), trotz aller seltsam anmutenden britischen Gewohnheiten und den einfach verglasten Fenstern die dort Standard sind – es ist einfach wahnsinnig schön und ich bin sehr dankbar, das gesehen haben zu dürfen. Deshalb planne ich schon meinen nächsten Trip dorthin: Bis bald, South West Coast Path.

Magnificent Scotland

 

Ich weiß nicht genau, meine wievielte Reise nach UK das jetzt war, aber ich durfte herausfinden dass man 14 Tage dort locker auch ohne einen Besuch in der Hauptstadt verbringen kann. Ich habe 8 Tage im wunderbaren Schottland verbracht und die restlichen 6 Tage an Südküste Englands (Torbay, Devon). Aufgrund der vielen genialen Bilder (diese Motive kann selbst ich nicht versauen) habe ich beschlossen, zwei Posts daraus zu machen – und dies ist der erste Teil. Achso und es war meine erste längere Tour als Solo Traveller was ich überraschenderweise sehr genossen habe.

Honestly, I’m not that sure how many times I’ve travelled to the UK by now but I was fortunate enough to realize that one can easily spend 2 weeks without visiting the capital. So I stayed in magnificent Scotland for 8 days and 6 more days in pretty Torquay, Devon in the south of England. Due to the many great pictures (even I couldn’t ruin those motives) I decided to make 2 blog posts out if it (you’re currently reading the first part). In addition this was my first longer trip as solo traveller which I surpringsly enjoyed a lot.

Gestartet bin ich mit einem halben Tag in Edinburgh, was selbst im Regen der absolute Wahnsinn ist. Dazu muss man sagen, dass es immer nur Sprühregen oder Nieselregen war und in der Regel auch maximal eine Stunde. Meine Regenhose jedenfalls, extra für den Trip erstanden, fühlte sich vernachlässigt da noch nicht mal ausgepackt. Den Einsatz hat dann der Regenschirm übernommen, der teilweise dann auch mal Extraschichten fahren musste. Dafür habe ich noch eine neue Erfahrung gesammelt und bin zu einem Couchsurfing Meeting gegangen, um mal mit Locals ins Gespräch zu kommen und es hat wirklich funktioniert. Werde ich nun öfter tun auf meinen Reisen.

I’ve started my tour with a half day in Edinburgh which is amazing even in the rain. Whereas I have to add that most of the time it’s drizzling rain for maximum of an hour so I was really doing fine. My rain trousers felt a little lonely as I didn’t need them at all. But the one thing I needed was really my umbrella (never go to the UK without one!!) And I made another experience which was joing a Courchsurfer meeting to get in touch with some locals that worked out perfectly. I will continue to do that on my future travels.

Früh am nächsten Morgen ging es dann ab in die Highlands inklusive Isle of Skye und Loch Ness mit Haggis Adventures. Eigentlich lege ich Wert auf größtmögliche Freiheit, auch und vor allem beim Reisen, aber Auto mieten oder alles per Bus zu machen war mir dann doch zu blöd. Also dann 3-Tages-Bustour als Alleinreisende im Mehrbettzimmer. Und was soll ich sagen, es war echt cool. Abgesehen von neuen Facebookfreunden in USA und Australien hat es mir echt gut getan, auch mal wieder im Mehrbettzimmer zu schlafen und zack ist das Einzelzimmer mit eigenem Bad, was eine Woche später folgte, der größte Luxus überhaupt. Und was soll ich sagen… Schottland ist so unglaublich wunderschön, selbst mit grauem Himmel und Regen, hätte ich nicht gedacht, dass es sowas überhaupt gibt.

Early next morning, I made my way into the Highlands including Isle of Skye and Loch Ness with Haggis Adventure company. Actually I really appreciate my personal freedom, also and especially while travelling but renting a car or going by public transport seemed a little bit too expensive or annoying. So I prefered to go on a 3-day-bustour als solo traveller in a dorm. And hell yeah, it was really cool. Despite of new facebook friends in the US and Australia, it was a good thing for me to sleep in a dorm for my private room with ensuite bathroom which I booked for the following week became the ultimate luxury. What else to tell… Scotland is really magnificent even in the rain; I didn’t expect something like this to be existing in our amazing world.

Nach zwei weiteren Tagen mit einem guten Freund von mir in Edinburgh sind wir dann weiter nach Glasgow gereist, um dort noch ein paar Tage zu verbringen. Und was soll ich sagen, wir hatten tatsächlich einen Sonntag im wunderbaren Edinburgh (inklusive leichtem Sonnenbrand – aber hey, Sonnenbrand aus Schottland hat irgendwie Stil). Auch Glasgow hat mich sehr positiv überrascht, sehr chice Innenstadt inkl. einer Tardis und frittiertem Marsriegel (Spezialität der schottischen Küche). Echt lecker!

After two more days with a good friend of mine in Edinburgh, we made our way to Glasgow to spend a few more days there. Finally, we were lucky and had great sunny hours in Edinburgh (including minor sunburn but hey, sunburn from Scotland is really cool actually, isn’t it?). To my suprise, Glasgow was also really nice with a lovely city center with a Tardis and deep fried Mars bar (local culinary specialty). So yummy!

 

Weitere Learnings: In UK funktioniert nicht immer alles unbedingt so, wie man es als Festland-Europäer gewohnt ist. Da wäre beispielsweise des Wasserkocher, der aufgrund seiner Konstruktion eine Mindestmenge an Wasser beinhalten muss. Führt dazu, dass die Hotelbetreiber die immer halb gefüllt haben, was bei dem gemeinen Gast leichte Ekelreaktionen hervorruft weil das Wasser wirkt, als hätte es schon vor mehreren Tagen die Leitung verlassen. Auch spannend: In UK werden alle Arbeiten (Bauarbeiten, Mülleimer leeren, im Museum etc.) immer von zwei Arbeitern erledigt. Da könnte man meinen, ineffiziente Strukturen identifiziert zu haben, wären da nicht die self-checkouts bei Tesco und Sainsbury’s Supermärkten, die statt 10 Kassierern einen Aufpasser ermöglichen. Funfact Nummer 3: Zwar nutzt man sowohl in Schottland als auch in England das britische Pfund, allerdings werden ausgebene Scheine von zB der Bank of Scotland nicht unbedingt in England angenommen, da Unsicherheit darüber herrscht, ob das wirklich echte Scheine sind. Also alle schottischen Scheine besser in Schottland ausgeben!

Lessons Learned: Some things do not work like we’re used to in Europe. For example the kettle is constructed in a rather strange way so it requires a minmum quantity of water. For that, all hotels have filled them up which leads to aversion for the general hotel guest because the water seems to have already spend a few days in the kettle. Also lots of jobs in the UK (like construction works, rubbish collection or museum guards) are always done by 2 people. One might think that UK’s structures are a little inefficient but when visiting a supermarket, one gets a little surprised by the self-checkouts replacing 10 cashiers with one guy who is taking care if anyone needs help in the checkout process. Funfact #3: Whereas all UK is using pound sterling currency, scottish bank notes are hardly accepted within Britain. They say this is because for some reason, they’re not sure if this is real money or just a fake. So you’re much better off to spend all your notes in Scotland than trying to do so in Britain.

Und zum Ende noch ein Ausflug in die wunderbare schottische Küche: Typisches Frühstück, Fußball EM schauen im Vereinigten Königreich zu indischem Essen und Pret- supergesundes Essen in Edinburgh.

Last but not least: Foodie. Proper Scottish breakfast in Glasgow, EU football championship with Indian food in the UK and Pret-superhealthy style in Edinburgh.