Reisen – wieso eigentlich?

Ich habe mir schon oft die Frage gestellt, wieso ich eigentlich immer wieder wahnsinnig gerne Flüge an (meist) fremde Orte buche, versuche mit 3 Shirts und einem Paar Schuhe (diejenigen, die ich gerade trage) zwei Wochen lang auszukommen und dabei nichts Wesentliches zu reduzieren. Über die letzten Jahre bin ich ein großer Fan von wenig Gepäck geworden. Habe ich vor Jahren noch selbst für 2 Nächte einen 20-Kilo-Koffer gebraucht, reichte dann letztes Jahr ein Handgepäcktrolley für 2 Wochen großzügig aus und jetzt war ich eine Woche mit einem kleinen Daypack Rucksack und meiner Handtasche unterwegs. Und hatte natürlich immer noch viel zu viel dabei: Die Regenjacke habe ich hauptsächlich als Picknickunterlage zweckentfremdet und man braucht nun wirklich keine 3 Paar Socken für 6 Nächte (Klarstellung der Autorin: Ich wasche die Kleidung zwischendurch. Ich laufe nicht, ich wiederhole: NICHT(!) stinkend rum!)

Wird das Gepäck kleiner, steigt der Wohlfühlfaktor bei Reisen (insbesondere wenn man häufiger Hotels wechselt und ohne Auto unterwegs ist) überproportional an. Wer schleppt sich schon gerne zu Tode? Auch wenn Züge keine Nummern haben, denn die Kombination Ziel und Uhrzeit ist zur Identifizierung völlig ausreichen und auch wenn die Gleise – mit Glück – 15 Minuten vorher angezeigt werden, ist das eine recht angenehme Gelegenheit. Natürlich gönne ich mir den Luxus Super-Off-Peak zu reisen (dann wenn kein anderer fahren will, also meistens zwischen 12 und 14 Uhr, kostet dafür auch gerne mal bloß die Hälfte), aber nur weil etwas angenehm ist, heißt es noch lange nicht, dass man es gerne tut.

Also wieso reise ich so gerne?

Erstens: Ich habe festgestellt, ich bin einfach besser auf Reisen. Ich kümmere mich um meinen Kram (Tickets, Hotels, wie man wohin kommt, ganz grob was man wann machen könnte, rechtzeitiger Online-Checkin und vor allem wie ich es mir richtig gut gehen lassen kann) und kann Momente viel besser genießen. Wie oft hatte ich in Asien das Gefühl, dass einfach alles perfekt oder wunderschön oder unglaublich lebenswert ist? Ich habe aufgehört zu zählen. Gerade sitze ich im Zug, die so britische Landschaft rast (eher fliegt, so schnell sind die Züge in Britannien ja nicht) vorbei mit Hügeln, Feldern, die durch Hecken oder kleine Mäuerchen abgetrennt sind und hier und da mal ein Cottage, alles eingerahmt von einem intensiven, satten Grün, was vom Flieger aus regelrecht leuchten wird. Ich trage meine Sonnenbrille im Zug, verschwende Laptopakku um den Bildschirm heller zu stellen, weil dieser Anblick so wunderschön ist, dass er mir Tränen in die Augen treibt. Im Alltag fällt es mir ungemein schwerer, solche kleinen Momente zu schätzen und mich unendlich darüber zu freuen.

Zweitens: Die Freiheit. Wenn ich etwas über mich gelernt habe in 2017, dann dass mir meine Freiheit wahnsinnig wichtig ist. Ich hasse Regeln, ich finde sie überflüssig und langweilig. Ich weiß, dass ein zivilisiertes Zusammenleben ansonsten kaum möglich ist, trotzdem nerven mich Verpflichtungen, Termine oder Mikromanagement. Jeder, der mir genau vorschreibt, wie wann ich was wo zu tun habe, hat es sich schon mal direkt mit mir verscherzt. Auf meinen Reisen kann ich, da größtenteils alleine unterwegs, immer wieder selbst bestimmen, was ich wann wo und manchmal auch mit wem tun möchte. Für die paar Tage in London hatte ich mir eigentlich ein ungefähres Programm überlegt, bis auf ein Theaterticket war aber nichts fix gebucht. Und so habe ich fast nichts von dem Geplanten gemacht, weil ich statt Street Food Market im East End dann doch lieber nach Ladbroke Grove gefahren bin, durch Notting Hill spazierte und mir dann den Kensington Palace Garden angeschaut habe. Am nächsten Tag wollte ich dann lieber zwei Stunden im Hyde Park die Sonne genießen (ich habe noch selten so dichtes Gras gesehen!) anstatt durch Little Venice zu spazieren. Und diese spontanen Planänderungen liebe ich einfach.

Drittens: Die Menschen. Als Solotraveller ist das ein elementarer Teil der Reise. Natürlich fühlt man sich manchmal einsam, wenn abends an einem Sommerabend beispielsweise sämtliche Restaurants von Paaren oder Gruppen gekapert sind und der Kellner fragt „just yourself?“ „hell yeah!“ Lange hatte ich damit ein Problem, alleine essen zu gehen und habe es immer wieder geübt und mich überwinden müssen. Als ich in Brighton aber einen zuckersüßen Italiener (Restaurant, nicht Mensch) entdeckt habe, war es mir egal und um meinen Triumph noch mehr auszukosten, habe ich direkt den Roséwein probiert. Mir hätte nicht egaler sein können, dass er überhaupt nicht schmeckte. Das Kunststück ist, wie ich finde, eine Balance zu finden: Ich habe in der knappen Woche vier spannende Menschen und einen herzallerliebsten Hund kennen lernen dürfen (und ich mag eigentlich keine Hunde!). Einen Briten in London, der für die Regierung hinsichtlich Food Control tätig ist und mich netterweise darauf hingewiesen hat, dass ich von manchen asiatischen Restaurants in Soho doch eher Abstand nehmen sollte. Eine US-Amerikanerin, die mit einem Briten verheiratet und als Lehrerin arbeitet, hat mir spannende Einblicke in beide Kulturen sowie deren Schulsystemen gegeben. Und schließlich meine Airbnb Hosts in Brighton, Tony und Vaughn inklusive Hund Phoebe, deren Haus jedem britischen Klischee entsprach, mir abends ein Glas Rotwein auf der Terrasse mit Meerblick anboten und deren Gästezimmer eine Minibar mit Milch (für den Tee!!) enthielt.

Vielleicht fehlt mir einfach die gesunde Sichtweise auf Deutschland oder zumindest auf den Alltag, auf die Arbeit. Vielleicht werde ich diese Sichtweise nie bekommen und verstehen. Vielleicht ist es auch morgen soweit und ich reise gar nicht mehr.

Ich wüsste nicht, was ich dafür oder dagegen tue, aber ich weiß, dass ich einfach glücklicher bin auf Reisen. Dass ich ein besserer Mensch bin, offener, freundlicher, lebenslustiger, optimistischer. Bis sich das ändert, bleibt mir eigentlich gar nichts anderes übrig, als mehr von dem zu tun, was mich glücklich macht.

Wie möchte ich leben?

Wer möchte ich sein? Was ist mir wichtig? Wer möchte ich gewesen sein und macht das überhaupt einen Unterschied? Gibt es so etwas wie Karma oder kann man sich in dieser Welt wirklich wie der letzte Vollpfosten verhalten, ohne dass das Konsequenzen in irgendeiner Art und Weise hat? Was ist die Wahrheit?

Nun suche ich schon (fast) mein ganzes Leben lang nach Antworten auf diese Fragen. An einigen Tagen oder besser in einigen Sekunden, wenn ich Glück habe vielleicht auch mal Minuten, fühle ich mich, als hätte ich Antworten gefunden. Als seien sie so klar, so leuchtend und so offensichtlich, dass ich mich frage, wie ich diese jemals nicht sehen konnte. Die Welt steht einladend weit offen, nur darauf wartend, dass jemand wie ich danach strebe, solche Fragen zu beantworten.

Und dann erscheint sie doch wieder wie die graue, dunkle Masse; ein hämisches Grinsen in der Sicherheit, niemals Antworten zu finden und wenn doch, dann gehen daraus noch viel mehr Fragen hervor, sich manifestierend in einem nie enden wollenden Kreislauf. Als sei diejenige Theorie, die besagt, dass das menschliche Gehirn nicht dazu in der Lage sei, den Kreislauf der Welt oder verschiedene Theorien von „Gott“ zu begreifen, ernüchternderweise wahr und als existierte faktisch nichts Wahreres.

„Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.“ Ein gern gesagter, meiner Meinung nach weniger gern gehörter Satz. Eben weil der vielleicht gar nicht zutrifft, weil die Wahrheit womöglich weit außerhalb von dem liegt, was der Mensch sich in seiner Einfachheit vorstellen kann und ganz egal, wie viele Gedanken er sich darüber macht, doch niemals die „Wahrheit“ findet oder doch zu dem Schluss kommt, dass sie gar nicht erst existiert.

Für mein persönliches Befinden ist diese Idee extrem frustrierend, daher bin ich auf das Konzept der persönlichen Wahrheit umgestiegen: Jeder Mensch lebt in seiner eigenen Welt, mit seinen eigenen Wahrnehmungen, mit seinem Selbstbild, was manchmal Lichtjahre entfernt von seinem Fremdbild liegt. Das ist die Wahrheit – und manchmal, nicht immer, aber vielleicht öfter als man vermuten mag – ist sie vor allem eins: Genug.

Taiwan Travel Guide

If you travel to Taiwan at some day, maybe my itinerary and tips are able to help you.

In general: You’ll need adapter for electricity. Mosquitos are annoying but Taiwan is Malaria-free and there are just rare cases of Dengue. It turns „summer“ in April when lots of locals start to walk around in shorts. Still, bring a long sleeve if you stay indoors due to aircon. Meals at food courts of shopping malls and night markets is really cheap. Japenese food is excellent in Taiwan, Korean food is not on that level. Public transportation is really cheap and easily managable with knowledge of English only. Convenience stores can print for you, call taxis, most of the times they have free toilets and wifi, cash machines and café tables where you can sit down and enjoy a drink (this is why they are called convenience stores). Taiwanese people have early dinner, start at 5:30 or 6. Latest by 8, restaurants will be empty and oftentimes they have „last order“ times at around 8:15 or 8:30. Try the bubble tea as it’s so different from the one known in Germany and you can adjust sugar and ice. Taiwanese people are really friendly and caring. Most Taiwanese use umbrellas against the sun instead of sunscreen.

 

Itinerary for 10 days country trip:

We picked up the car at Taoyuan airport, making our way to north-east skipping Taipei. I didn’t drive in Taipei but after witnessing traffic and parking situation, I strongly recommend to avoid it if you can. First stop Lefu B&B in Yilan, takes about 2 hours drive from Taoyuan airport. Great B&B (big rooms, super clean), great host but bring cash. We stayed 1 night to prepare for the drive to Taroko National Park.

For the drive from there to Taroko, plan a day. The distance doesn’t look that far but the streets are narrow and twisty. But the drive is amazing as you drive along the coastline which has magnificent views. Stop as often as you can.

Next hotel: Silks Place Taroko. I know it’s really expensive but it’s one of the only hotels that is directly located in the Taroko NP and has a great rooftop pool and breakfast. Rooms are a bit old-fashioned but clean and big. Book a room with a view, it’s adorable. We stayed to 2 nights and Taroko NP was my personal highlight on that trip.

After Taroko, we took a narrow street to Sun Moon Lake in the heart of the country. Again plan enough time as there are so many great views and enjoy. Our hotel at Sun Moon Lake was Shui Sha Lian Hotel, and it was ok if you want to save money – but don’t expect anything great. There are plenty of hotels around, we stayed 2 nights. Sun Moon Lake was really pretty, lots of opportunities to hike, visit temples or pagodas.

Next stop was Alishan mountain. Taroko and Sun Moon Lake was not that touristy and crowded, but Alishan definitly is !!! Make sure that you do not visit at weekends as  locals told me that they would rather not go than on weekends! Unfortunately it was raining and I was ill at that time, so I didn’t like it. Hotels and restaurants in the park are expensive and I cannot recommend any hotels or restaurants. If you go, be prepared to spend lots of money! If I had known before, I would have skipped it. Again, we also spend 2 nights here.

Final stop on our tour was Kenting in the very south. It looks like it’s a long way down there but a huge part of it is highway or street through some towns so you can go faster than in the narrow mountain streets. If possible, be there on the weekends because then the town gets vibrant and lively with street food and cocktails – but without getting too crowded. We stayed a 10 minutes walk away from town in Howard Beach Resort near the beach and with a pool. Free parking as well. We stayed 3 nights and make sure that you take your car and drive around the coast a bit, it’s beautiful.

On the last day, we drove up all the way to Taoyuan airport to return the car.  It took about 7 hours (mostly on highways) but I preferred to do that instead of spending a night somewhere in the middle. I took an extra 2 days trip to Kaohsiung and it’s nice but I definitly preferred Taroko, Sun Moon Lake and Kenting. From Taoyuan airport, you can take the MRT into Taipei (about 40 minutes) and start your adventure there. Taipei is a great city with a lot to explore!

Summary: Driving in Taiwan is really easy. They don’t go that fast and drivers are generally friendly and patient. My highlight was Taroko as I love nature. I would have loved to stay longer there. Don’t forget to try all the good food they have, especially Taiwanese Hot Pot, Dumplings, Bubble Tea and Japanese Ramen soup. It was an essential part of my travel experience.

Enjoy your travels & be safe!

 

 

Taipei – heart of Taiwan

Das Gute ist: Alles geht irgendwann zu Ende. Das Schlechte ist: Alles geht irgendwann zu Ende. Ich habe mir nicht absichtlich 2 Wochen Zeit gelassen um diesen einen letzten Beitrag über mein Asienabenteuer zu verfassen, aber zwischen ganzen Wiedersehen und dem Alltag, der so träge wie immer daher kommt, war einfach nicht eher Zeit. Und natürlich vermisse ich das Leben dort. Vielleicht nicht unbedingt die vielen Menschen und der etwas umständliche Weg zum Office, aber es war definitiv ein ganz anderer Alltag, ein ganz anderes Leben. Und in wundervoller Erinnerung daran folgen nun meine Lieblingsorte in Taipei, an die ich 100%ig nochmal zurückkehren werde.

Meine absolute Lieblingsgegend in der Stadt bleiben die Straßen um Dongmen (Tamsui-Xinyi Red Line, Exit 5) – vorzugsweise unter der Woche, weil das an den Wochenenden schon sehr beliebt bei Touris ist – insbesondere das Mango Snowflake Ice (siehe Bild, was es dort gibt). Aber es gibt nicht nur wahnsinnig tolle Ramen Suppe dort, sondern auch etliche Stände mit super günstigem Bubble Tea (umgerechnet 1,80 €). Und eine Reihe genialer Cafés in der Nähe wie zum Beispiel Café Ecole. Hier kann man mit einem Getränk (und natürlich kostenlosem Wasser), Toiletten, Wifi und Strom stundenlang sitzen und am Laptop arbeiten. Viele Schüler und Studenten treffen sich hier um zu lernen, meistens werden auch kleine Gerichte serviert.

The good thing is: All things will end. The bad thing is all: All things will end. I didn’t took 2 weeks off before writing this blog post intentionally, but after reuniting with lots of people after being away for quite a while and catching up with the ordinary German days, I just didn’t find the time until now. But of course, I miss life over there. Maybe not so much the huge crowds of people and the time-consuming way to get to the office but it’s a completely different life, another daily routine. And therefore, in loving memory, these were my favourite places in Taipei.

My preferred area there will always be Dongmen and its surrounding streets (Red line, exit 5), ideally weekdays as it’s a quite famous tourist area as well (especially Mango Snowflake ice cream!). There is not only great Ramen soup available there, one also gets really cheap great bubble tea. And of course, the great cafés that you can find all over the city but there are so many in this area. With only ordering one drink (and free water of course), one gets toilets, wifi and electricity for one’s laptop. Lots of students meet here to study – more study cafes than anything else.

 

In Laufnähe befindet sich der Da’an Park, man kann sich also zuerst mit gutem Essen eindecken und dann bei schönem Wetter picknicken. Selbstverständlich gibt es auch hier Toiletten und Wifi – das alles kostenlos. Hat man dann lange genug unter Palmen gelegen und Schildkröten am Teich fotografiert, kann man über die Da’an Park MRT Station seinen Tag fortsetzen – oder man macht nochmal einen fußläufigen Abstecher zur Chiang-Kai Shek Memorial Hall (bei Tag sind die Eingangstore und der Park wunderschön, bei Nacht die Memorial Hall selbst wunderbar).

Only a short walk away, there is Da‘an park so you can get good food first and have a picknick if the weather is good enough. Of course you will find free toilets and wifi here as well. After spending enough time beneath palm trees and taking pictures of turtles at the pond, you can just walk up to Da’an park MRT station or just walk over to Chiang-Kai Shek Memorial Hall (at daylight, the gates are magnificent and at night, the memorial hall looks really pretty).

Tamsui (Endhaltestelle Red Line) rausgefahren. Dort gibt es einen wunderbaren Starbucks mit Terrasse (eine Seltenheit in dem Land, die nicht so wirklich begeistert von der Draußensitzkultur sind) und Blick aufs Wasser beziehungsweise auf Straßenmusiker. Und unter der Woche ein angenehm ruhiges Fleckchen Erde mit dem typischen Street Food und türkischem Eisladen.

Looking for a quieter area and preferably with water, I decided to go to the last stop of the red line, Tamsui. There is a great Starbucks with a balcony (you don’t have too many chances to sit outside in this country) and water view, mostly joined by street musicians. On weekdays also a great opportunity with not too many people, typical street food and a Turkish ice cream shop.

 

Wenn man in Taipei ist, ist der Elephant Mountain ein Muss, einfach weil er eine so tolle Aussicht auf die Stadt und den 101 bietet. Ab März sind allerdings Wanderklamotten zu empfehlen, die Luftfeuchtigkeit scheint dort dauerhaft Badewannen-like zu sein. Zwanzig Minuten Treppen hoch begleitet von Spinnen und Moskitos, aber der Blick lohnt sich, insbesondere wenn man einen Randplatz am Aussichtspunkt ergattert und in guter Gesellschaft die Dämmerung so lange beobachtet, bis die Beleuchtung des 101 eingeschaltet wird.

If you are in Taipei, then climbing up the Elephant mountain is a must-do just because it offers a great view over the city and the 101 tower. I recommend hiking clothing as certainly as of March, it’s getting bathtub-humid up there. The view is certainly worth spending at least 20 minutes walking up the stairs, accompanied by mosquitos and spiders. Preferably if one spends the dawn at the edge of the platform looking over the city in great company – wait until the 101 illumination is turned on!

 

Ein weiteres nettes Fleckchen findet der geneigte Reisende etwa 10 Minuten von der MRT Haltestelle Wende weg (Brown Line). Dort gibt es einen netten See, wunderschöne Blumen und ein paar Berge zum leichten Wandern. Schon nach einigen Minuten steilen Treppen kommt man zu einem überdachten Platz mit Bänken und keinen Menschen (selbst am Wochenende; für Taipei ist das echt was sehr Besonderes und sehr viel eher zu empfehlen als Dahu Park 2 Stops weiter).

Another nice place is about 10 minutes away from MRT stop Wende on brown line. The lake is pretty, pink flowers in late April and a few hills to walk up there – with almost no people, also at the weekends – which is really rare in Taipei! You can find nice places to rest and I’d recommend this one rather than the close Dahu park which is usually packed.

 

Nicht zu vergessen: Shopping! Nicht, dass ich in die asiatischen Größen von Kleidern oder gar Schuhen reinpassen würde, aber es gibt ja zum Glück auch etwas, was total größenunabhängig ist: Stationary!!! Das schließt sämtliche süße Notizbücher, Post-Its, radierbare Kulis und Pappmäppchen mit Winnie the Pooh ein. Und alles ist sooooo günstig! (Natürlich nicht mehr unbedingt, wenn man das Zeug tonnenweise kauft). Tja. Meine taiwanesische Freundin hat das sehr gut auf den Punkt gebracht: Everything needs to be cute. Und ja, wieso eigentlich nicht? Wieso dürfen bei uns nur Kinder süße Bleistifte oder Taschen haben? Jeder bekommt gute Laune, wenn er sich so etwas anschaut, da bin ich mir sicher. Ich habe zumindest so viel Zeug davon eingekauft, dass ich, wenn ich danach gehe, das nächste halbe Jahr gute Laune habe, was mich zumindest bis zu meiner nächsten Reise durch den doch etwas langweiligen Alltag bringt.

One more thing to mention: Shopping! Don’t get me wrong, I won’t fit in the Asian sizes of clothing or shoes but luckily there’s also stuff that I can buy no matter the size: Stationary! This includes super cute notebooks, post-its, pencils, erasable pens and cardboard pencils cases featuring Winnie the Pooh. And of course, it’s supercheap! (Maybe not anymore if you buy tons of it like I did). Ha! My Taiwanese friend summarized it by saying “everything needs to be cute”. And yeah, why not? In Germany, only children are supposed to have such cute stuff but why so? Everyone gets a bit happier when looking at that stuff, I am sure. I bought so much that I am happy until I get on my next adventure, that’s for sure.

 

Mein Fazit: Es ist ein anderes Leben dort. Klar, mal wieder einfach alles zu verstehen, mal nicht der Fremde zu sein, mal nicht der einzige Ausländer in der Bahn – das ist schon ein schönes Gefühl. Aber jeden Tag quasi von Shopping über Natur einfach alles machen zu können, überall innerhalb von einer Stunde zu sein, kein Auto zu brauchen, das fantastische Essen genießen und einfach Erinnerungen für die Ewigkeit schaffen, das ist genial. Beide Lifestyles sind toll und beide würden mich auf Dauer langweilen weil es nicht an dem Ort liegt, sondern einfach am Alltag.

Selbstverständlich würde ich einen solchen Aufenthalt jederzeit wieder machen, auch wenn es ab und an eine Herausforderung war. Ich bin sehr dankbar, dass ich diese Seite der Welt für einige Wochen kennen lernen durfte und werde durchdrehen vor Freude, wenn ich meinen nächsten Flug dorthin buche. Bis dahin werde ich mich an meinem eigenen Bubble Tea versuchen, in Frankfurt ein Hot Pot Restaurant ausprobieren und niemals die vollen, heißen Straßen Taipeis vergessen, mit den bunten Gerüchen von Essen aus aller Welt, die runtergekühlten Shops und das pure, quirlige, laute Leben, was dort hoffentlich niemals zu Ende gehen wird.

To sum it up: It‘s a very different life out there. Yes, it’s amazing to be able to understand everything again, not to be the stranger somewhere. But the freedom to go for shopping, go hiking and be everywhere within an hour max is marvellous. No need for a car, enjoying the great food and making some memories for eternity, I love it. Both lifestyles are great but both of them would bore me after a while related to the routine, not the place.

Of course I would go for an adventure just like this again and again, even as it was sometimes challenging. I am very grateful that I was able to get to know this side of the world for a few weeks and I will go crazy when I book my next flight to this country. Until then, I will make my own bubble tea, try a hot pot restaurant in Frankfurt and never forget the humid, crowded streets of Taipei, with the crazy smells of all kinds of foods, the air-conditioned shops and this pure, vibrant, noisy life that I hope will never fade.

Top 15 foods in Asia

Acutally I wanted to create a top 5 list. Then it became a top 10 list and now it got me to top 15 list. I will publish this now so I will not bore you with top 20, top 25 or (beware) top 30 food. And NO, this is not all the food I ever tried in Asia (I’ve spent 8 weeks here now so I had some more food than mentioned in this selection).

Eigentlich wollte ich eine Top 5 Liste mit dem besten Essen hier einstellen. Dann wurde es zur Top 10 Liste und schließlich lande ich bei Top 15. Ich veröffentliche diese Liste jetzt, bevor ich euch langweilige mit Top 20, 25 oder gar 30. Und NEIN, das ist nicht einfach alles Essen, was ich hier hatte (Ich habe mittlerweile 8 Wochen hier verbracht, da hatte ich schon noch etwas mehr Essen als das was hier erwähnt wird).

#15 Kimchi-Bacon Sandwich by Taiwanese bakery „Saison du Soleil“. Fantastic takeaway after or before a long day. Great combination!

kimchi

 

#14 Japanese Strawberry Kitkat – I mean look at that, I HAD to try it. It’s probably the sweetest food I ever tried but still it was good.

Kitkat

 

#13 Turtle in Shanghai: I know, it sounds a bit weird but my colleagues ordered it after a long team meeting day so of course I had to try. And it was quite tasty although I’m not sure if this was related to the sauce.

Turtle

 

#12 Bibimbap in Seoul – tasty and healthy and as my local friend Jake took me to a restaurant that can only be visited by local people, the quality was outstandingly great!

 

#11 Buns all over Taipei: It is the perfect handy snack. You can have it with pork, seafood, vegetables… my favorites are spicy pork and bamboo-pork.

 

#10 Curry in Taipei – in a Japanese-style restaurant. Amazing and it is the perfect idea to add raw egg onto it. Also, combination of beef and chicken is much better than it sounds. The added garlic rounds it up perfectly.

JP curry

 

#9 Udon Noodles with Squid Tempura in Tokyo: Japanese soups are the best in the world (just my humble opinion) and with added Udon Noodles, it makes it perfect. Also I am a big fan of Tempura by now (available with seafood, meat or vegetables). So yummy and comforting.

Udon noodles

 

#8 Grilled Squid Street Food in Kenting, South Taiwan. Spicy flavor, freshly grilled and a great treat in the evening without being too heavy. Delicious.

 

#7 Malaysian Curry at a Vietnamese Restaurant in Taipei. Yeah I know strange combination but although this was spicy as hell (for me at least) it was sooo good.

Malaysian curry

 

#6 Ramen in Tokyo. Classic here and as good as they say. Even more perfect in combination with Jiaozi (Gyoza). For someone who always tries the Westernized version at MoschMosch in Germany and Wagamama in London, my dreams came true!

 

#5 Korean pancakes with different additions like vegetables or oysters – rice wine goes with it in a perfect way (and don’t forget the spicy kimchi).

 

#4 Mongolian Hot Pot in Taipei. My local friend Shue-Rong showed me this great place and I have been here now a few times. The beef is beyond compare, I adore all sorts of vegetables and tofu you can just put in and one has to try the fruit vinegar (yes, drinkable!) Finally, trying the soup in the end is the best part!!

 

#3 Papaya Milk. Oh Yes! There are lots of booths all over Taipei but if you can, ask locals where they have the best ones. There is a great shop at Shilin night market where I could get loads of it everytime I am there.

Papaya Mil (2)

 

#2 Din Tai Fung in Taipei. THIS is it. Amazing in every aspect. Friendly, fun, caring, free tea and waiters go out of their way to provide an experience. And though it hardly can get better, the food is amazing: Dumplings, buns, rice cake, all kinds of vegetables. Have been there 4 or 5 times by now and this will always be the place I am going to return to when in Taipei (or any other city where they have this food chain). If you visit, make sure to try the truffle dumplings and the seafood wontons in spicy sauce.

 

#1 Sushi in Tokyo. I love love love sushi and had it in lots of places (Germany (loads), London, Sydney, Taipei, Hong Kong, San Diego) but NEVER ever in Japan. Until this day. My colleagues took me to a restaurant and made sure to order a great selection of raw fish and sushi. And it was just wow. One of the reasons (among 100 others) why I will definitly return to Japan. I am beyond grateful for this experience.

 

Learnings from the Japanese

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As I only spent a few nights in Tokyo, I didn’t get too many insights into Japanese life and culture. But even in these few hours that I had, I noticed quite a few things that Japanese people do well and should be considered a role model for our society. There are 3 basic lessons that I was taught (I’m sure that there are plenty) and I will add to them once I get back to this super-amazing country.

1.Be friendly. No, seriously, be a genuine friendly person. You are here, other people are here, that’s inevitable. Smile to people, say hello, welcome, thank you wherever you go and whoever you talk to. And if there is any problem, forget your bad mood or that you might be annoyed by a rainy day because the one who you are talking to is not responsible for the weather. Mostly, they are doing just their job like selling the tickets for the airport limousine bus, working at the hotel desk to checkin or checkout guests. Or brewing US coffee in Starbucks without speaking any English and I couldn’t speak any Japanese. What did she do? Instead of getting grumpy or annoyed, she kept smiling, asking in Japanese, pointing at the menu, pointing at the different sizes of the cups that Starbucks offers. Within one minute, she was clear on what I wanted, I payed (she kept talking to me in Japanese though) and everyone was well off. Or the guy who helped me with my heavy luggage at the airport as he advised people where to wait for the bus. Helping German solo traveller women is probably not part of his job description but it makes feel travellers like me welcomed to the country. After almost 6 weeks and 4 countries, I cannot tell how much I appreciated this! One of the locals here told me that when you enter Japanese restaurants, the people talking Japanese actually say hello, welcome, great that you are here … Of course, this is not personal in any way but it increases the atmosphere and makes everybody’s day so much brighter. Smile as this is a good world after all.

2. Be decent. Here in Tokyo, people stand on the left on escalators so others can walk on the right (remember Japan has left-handed traffic). If you take the public transportation, it is usually really crowded, especially Shibuya or Shinagawa station. On the hallways, there are signs that tell you where to walk for which direction so you will get around easier and faster. Generally, there are much more people waiting to get on the metro than would fit in. Japanese wait patiently until it is their turn. No pushing, no jostling, always keep a decent distant from each other (as long as you enter the metro, inside it is impossible). Also, phone calls are prohibited in the metro not to make unnecessary noises. And please keep this in mind – no need to shout or scream halfway through any metro station. If you go to a Ramen restaurant, they ask you if you need any covers for your upper body, so your shirt or jacket will not get covered with the great soup. I so much love that and of course I said yes what turned out to be the right decision. By the end of the delicious meal, I was a bit… soupy. But as I am still practicing how to eat with chopsticks (soup is really a hassle for me!), I see this as a learning that did not cause additional laundry.

3. Watch out for each other. I am sitting in a Starbucks right now (yeah I know this is not the cultural part of travels BUT to defend myself, my spirit of adventure is just getting a well-deserved rest before my next flight tomorrow – btw first time to fly with Cathay, really excited!) and one male staff has the down-syndrome. I experienced this in 2 others stores that I visited here in Tokyo. Seriously, how often do you see handicapped people working in the stores in Germany? I cannot really remember. For all my friends from abroad: Germany has actually a governmental rule that companies have to employ a certain rate of disabled people. If they don’t, they have to pay a fine. So, German companies highly prefer to pay this fine instead of doing so. Also, you see some elevators and ramps next to stairs everywhere. There is an amount of people in wheelchairs and without having any experience in moving around with one, they seem to get along quite well. When I had dinner yesterday, there was also a lady in a wheelchair ordering, usually you have to pick up your food from the counter but the staff brought that to her table and added a glass of water (mostly free in Asia, but you have to pick that up yourself) to it. I love this attitude.

 

 

3 Dinge, die wir von den Japanern lernen sollten

Da ich nur ein paar Tage in Tokio verbringen konnte, habe ich leider nicht so besonders viele Einblicke in die japanische Kultur bzw. das Alltagsleben erhalten können. Aber in den Stunden, die ich hatte, sind mir ein paar Dinge aufgefallen, die die Japaner wirklich gut machen und was als Vorbild für unsere Gesellschaft gesehen werden sollte. Ich habe 3 Punkte aufgezählt (wobei es da sicher viel mehr gibt), ich werde sie vervollständigen sobald ich wieder in dieses großartige Land komme.

1. Sei freundlich. Nein, ernsthaft, sei einfach freundlich. Du bist nun mal hier, andere Menschen sind es auch und das ist gerade nicht vermeidbar oder zu ändern. Lächle, sag hallo, willkommen, danke wohin du auch gehst und mit wem auch immer du redest. Und wenn es ein Problem gibt, vergiss deine schlechte Laune, die du möglicherweise hast weil es regnet weil derjenige, mit dem du redest, nicht für das Wetter verantwortlich ist. Meistens machen diese Menschen einfach nur ihren Job, wie beispielsweise die Tickets für den Limousine Shuttle Bus verkaufen, die Gäste im Hotel ein- und auschecken, als Barrista für Starbucks tätig sein und dabei kein Englisch sprechen. Ich kann leider auch kein Japanisch, also was hat die Barrista gemacht? Statt genervt zu sein weil ich – mal wieder – der einzige Westerner im Laden war, hat sie einfach gelächelt, auf Japanisch weitergeredet, auf das Menü gezeigt und dann auf die verschiedenen Bechergrößen, die Starbucks führt, gedeutet. Innerhalb von einer Minute war klar, was ich bestellen wollte, ich bezahlte (sie hat weiterhin mit mir auf Japanisch geredet) und jeder was zufrieden. Oder der Typ, der mir mit meinem schweren Koffer half als er den Reisenden gesagt hat, wo genau sie auf ihren Bus warten müssen. Deutschen Solo Reisenden zu helfen steht wahrscheinlich nicht in seiner Jobbeschreibung, aber es hat zur Folge, dass Reisende wie ich sich willkommen fühlen. Nach fast 6 Wochen und 4 Ländern vermag ich kaum zu sagen, wie angenehm das war. Einer der Locals hier sagte mir, dass wenn man ein Japanisches Restaurant betritt, die Mitarbeiter wirklich sagen „Hallo, Willkommen, schön dass Du da bist…“ Natürlich ist das nicht auf die Person direkt bezogen aber macht die Atmosphäre so viel besser. Lächle, weil es doch trotz allem eine gute Welt ist.

2. Sei vernünftig. Hier in Tokio stehen die Leute links auf der Rolltreppe, sodas die anderen rechts an ihnen vorbei laufen können, wenn sie es eilig haben (Japan hat ja schließlich Linksverkehr). Wenn man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, ist es eigentlich immer voll, insbesondere Shibuya or Shinagawa. In den Gängen gibt es Schilder, die erklären, wo man in welcher Richtung zu laufen hat, sodass es für alle einfacher und schneller geht. Prinzipiell warten immer mehr Menschen, als jemals in die Metro reinpassen würden. Die Japaner warten anständigerweise bis sie dran sind. Da wird nicht geschubst oder gedrängelt sondern einen vernünftigen Abstand voneinander gehalten (zumindest bevor man in die Metro kommt, darin ist das einfach nicht möglich). Außerdem sind Telefonanrufe in der Bahn verboten, um keinen unnötigen Krach zu machen. Und bitte denke daran, dass es einfach keinen Grund gibt, einfach mal in einer Metro Station (oder an irgendwelchen öffentlichen Plätzen) rumzuschreien. Wenn du in ein Ramen-Restaurant (eine traditionelle Suppe hier) gehst, fragen sie dich, ob du ein überdimensioniertes Lätzchen möchtest, damit du deine Klamotten nicht mit Suppe einsaust. Das fand ich klasse und natürlich habe ich direkt ja gesagt, was eindeutig die richtige Entscheidung war – hinterließ die Suppe doch Spuren auf dem Lätzchen. Da ich immer noch dabei bin zu lernen, wie man ordentlich mit Stäbchen isst (insbesondere Suppe ist echt nicht leicht für mich), sehe ich das als willkommenes Learning ohne zusätzlich Wäsche waschen zu müssen.

3. Helft euch gegenseitig. Ich bin gerade im Starbucks (ja ich weiß, das ist nicht “ein Land und seine Kultur erleben“ aber zu meiner Verteidigung, meine Abenteuerlust hat gerade eine wohlverdiente Pause vor meinem Flug morgen – übrigens der erste mit Cathay und ich bin echt gespannt!) und hier arbeitet ein männlicher Angestellter mit Down-Syndrom. Ähnliches habe ich auch hier in zwei anderen Geschäften erlebt. Ernsthaft, wie oft sieht man das in Deutschland, was eigentlich ganz normal und keiner Erwähnung wert sein sollte? Für alle meine nicht-Deutschen Freunde: Deutschland hat eigentlich ein Gesetz, was besagt, dass Firmen eine Mindestquote von behinderten Menschen einstellen müssen. Wenn sie das nicht tun, müssen sie Strafe zahlen. Traurigerweise bevorzugen die Unternehmen die Strafzahlung. Tollerweise sieht man hier auch Aufzüge und Rampen überall, demzufolge sind einige Menschen in Rollstühlen unterwegs. Ohne eine Ahnung zu haben, wie es ist, auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein, scheint es, als kämen sie gut zurecht. Als ich gestern zu Abend gegessen habe, war da auch eine Frau im Rollstuhl, die Essen bestellt hat. Normalerweise holt man dann das fertige Essen von der Theke ab, aber die Mitarbeiter haben es ihr direkt an den Tisch gebracht und ein Glas Wasser gleich mit (ist in der Regel kostenlos in Asien, man muss es sich aber selbst holen). Ich liebe diese Einstellung.

 

A few hours in Tokyo

I was fortunate enough to spend a few hours in this vibrant city. Okay, actually more than few hours but I had to spend most of my time with either working or sleeping. After 6 weeks on travels in Asia, I tend to need more rest than before. So all in all, I just had a few hours to explore and to try Japanese food. Therefore I only uploaded a few impressions that I had. Their food is amazing and they are amongst the friendliest people I ever met. From the first minute in their country, I felt welcomed and helped. I never had such friendly immigration, guys who help with the luggage, bus drivers, hotel clerks, waiters… totally unexpected but well-needed after all my tour. Oh yes, I will return to this amazing country in due time. Meanwhile, I am just happy about the few things I saw.

Ich hatte das Glück, ein paar Stunden in dieser lebhaften Stadt verbringen zu können. Gut, eigentlich waren es mehr als ein paar Stunden, aber ich habe leider die meiste Zeit damit verbracht, zu arbeiten oder Schlaf aufzuholen. Nachdem ich fast 6 Wochen unterwegs bin, scheint mein Körper mehr Schlaf einzufordern als sonst. Deswegen hatte ich leider nur ein paar Stunden, mich umzuschauen und das großartige Essen zu genießen – aus diesem Grund gibt es hier ein paar meiner Impressionen und längst nicht so ausführlich wie sonst immer. Das Essen ist wahnsinnig toll und die Japaner gehören zu den freundlichsten Menschen, die ich jemals getroffen habe. Ab betreten dieses Landes habe ich mich willkommen gefühlt, habe noch nie so freundliche Leute bei der Immigration gehabt oder diejenige, die mir mit dem Gepäck helfen, der Busfahrer, Hotelangestellte, Kellner… das war ehrlich unerwartet aber hat mir sehr geholfen nach der bisher recht anstrengenden Asientour. Und oh ja, ich werde dieses Land wieder bereisen. In der Zwischenzeit freue ich mich einfach über die wenigen Eindrücke, die ich gewinnen durfte.

 

Shanghai: Welcome to China!

10 days in Shanghai are not enough. Especially when you spend the majority with business / customer meetings including evening activities. So after being in China for 6 days, I have not seen anything apart from the hotel (at least I made it to the pool and fitness area there), cabs, customer offices and fancy restaurants. Always trying to catch enough sleep (in which I miserably failed) I didn’t have any time to relax or go sightseeing a bit. Luckily, I was able to stay over one weekend with all my colleagues already left. I was free as a bird and ventured out to do some sightseeing. And I guess for Shanghai, pictures speak louder than words. I made it to “the bund” – most famous viewpoint for the popular Shanghai outlook. I spend the sunset there until it got too cold and I made my way home.

10 Tage in Shanghai sind bei weitem nicht genug. Insbesondere wenn man größtenteils mit Meetings oder Kundenbesuchen beschäftigt ist. Nachdem ich also schon 6 Tage in China weilte, hatte ich außer dem Hotel (immerhin inklusive Fitnessraum und Pool), Taxen, Kundenbüros und chicen Restaurants nichts gesehen. Permanent damit beschäftigt, genug Schlaf zu bekommen (wobei ich total versagt habe), hatte ich leider überhaupt gar keine Zeit mich auszuruhen oder Sightseeing zu machen. Glücklicherweise habe ich zumindest ein Wochenende vor Ort verbringen können, als all meine Kollegen schon abgereist waren. Ich war vogelfrei und konnte mich daher auf den Weg machen, endlich etwas zu sehen. Und ich denke, im Fall von Shanghai sagen Bilder mehr als Worte. Ich habe mich also zum „the bund“ aufgemacht, dem bekanntesten Aussichtspunkt auf die beliebte Skyline von Shanghai. Ich habe mir den Sonnenuntergang dort angesehen bis es zu kalt wurde.

The bund (1)

The bund (2)

As I love nature, flowers and calm areas (which you are unlikely to find in Shanghai, but it’s worth a try), I made my way to Yu Gardens – the perfect nature getaway. Spending hours just taking photos and walking around, it was a nearly perfect day with just a bit too many tourist (but as I am a tourist, I can hardly complain).

Da ich die Natur liebe, insbesondere Blumen und ruhige Ecken (die man in Shanghai eher nicht findet, aber man kann es ja mal versuchen), habe ich in den Yu Garden besucht – die perfekte Flucht in die Natur. Stundenlang habe ich Fotos gemacht und bin rumgelaufen, es war ein fast perfekter Tag mit ein paar zu vielen Touris (aber da ich ja auch einer bin, vermag ich mich darüber wohl eher nicht beschweren).

 

It’s quite easy to get around via public transport, the metro is easy to deal with and as I learned in Taiwan and Korea that the right exit makes a difference, this was not too new for me.

Es ist ziemlich einfach, sich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fortzubewegen, die Metro ist auch auf Englisch lesbar und weil ich ja schon in Taiwan und Korea lernen durfte, dass e seine Rolle spielt, durch welchen Exit man die Station verlässt, war das hier nichts Neues.

As this kind of belongs to China, I also visited a temple. Was quite impressive but PLEASE if you ever visit some temples, churches etc. that do not belong to your own belief, please be respectful! I hate to see people walking around taking selfies all the time in these temples, but this seem to be part of today’s Instagram and facebook culture. But – there is really no need at all to have your companion taking a picture of you when you pretend to pray!! I’m not sure why this had annoyed me so much but what is the point in that? Everyone will know that this is fake so why do you do this?

Weil das ja auch irgendwie dazugehört, habe ich auch einen Tempel besucht. Das war schon beeindruckend aber BITTE, wenn du jemals solche Tempel oder Kirchen besuchst, die nicht Teil deines Glaubens sind, habe ein wenig Respekt! Ich finde es ja schon doof, wenn Touris die ganze Zeit Selfies in den Tempeln machen müssen, aber ich schätze in der heutigen Facebook und Instagram Welt ist das einfach nicht mehr wegzudenken. Aber – es gibt nun wirklich gar keinen Grund, dass die Begleitung dann Bilder von einem macht, während man so tut, als betet man. Wirklich gar keinen! Jeder weiß doch, dass das Fake ist, also muss das echt sein?!

Conclusion: Shanghai in general is a very noisy place and Chinese do rarely speak any English. It was impossible for me to take a taxi due to my leak of knowledge of Chinese language. Thankfully this is common sense there so my Chinese colleagues booked all pick-ups for me when I was going on my own. Usually the driver was waiting with a name sign at the airport or in the hotel lobby but apart from that, no communication was possible. I have only seen a tiny bit of China but they are certainly not among the friendliest people I’ve ever met. So my wish to return to this city someday is not as big as for other places – and I think it’s more than fair to say that – but I am thankful for the experiences because Shanghai after all is really impressive.

Zusammenfassend würde ich sagen, Shanghai ist ein sehr lauter Ort und Chinesen sprechen kaum Englisch. Es war unmöglich für mich, ein Taxi zu nehmen weil ich kein Chinesisch spreche. Zum Glück ist das bekannt, sodass die chinesischen Kollegen alle Fahrten gebucht haben, wenn ich alleine unterwegs war. Meist hat der Fahrer mit einem Namensschild in der Hotellobby oder am Flughafen gewartet, aber ansonsten war absolut keine Kommunikation möglich. Ich habe nur einen Mini-Eindruck von China gewinnen können, aber hier leben sicherlich nicht die freundlichsten Menschen, die ich jemals erlebt habe. Also ist mein Wunsch, hierher zurückzukommen – und ich denke, man darf, soll und muss das ehrlich sagen – nicht besonders groß. Dennoch bin ich dankbar für die Erfahrungen weil Shanghai schon wirklich beeindruckend anmutet.

Kaohsiung or a glimpse of summer

Heading to the south of Taiwan for work, I made sincerely use of a full Saturday to explore the city of Kaohsiung. Being the second largest in Taiwan and one of the 2 that actually have a metro system on the island, it seemed as the perfect weekend getaway due to the summer forecast. By that time, Taipei was a bit modest with 16 degrees which feels cold at the high humidity and constantly pouring rain. So Kaoshiung seemed even more exciting!

Weil ich für die Firma in den Süden reisen konnte, habe ich das direkt ausgenutzt und einen ganzen Samstag zum Sightseeing in Kaohsiung genutzt. Da dies die zweitgrößte Stadt in Taiwan ist und zu den beiden Städten auf der Insel gehört, die überhaupt eine Ubahn haben, schien dies eine perfekte Wahl zu seinen, einen freien Tag zu verbringen. Zu dieser Zeit war Taipei etwas schwierig, gerade mal um die 16 Grad was sich bei der hohen Luftfeuchtigkeit kalt anfühlt und konstant Regen. Also war das eine noch bessere Gelegenheit als ohnehin schon!

As I only had a day, I did not take the bus to the very southern beaches but instead stayed close to the city. After all, our company booked a really fancy hotel for us – 5 stars, huge bathtub even for my height and my room was located on the 40th floor. Needless to say that I totally freaked out having this amazing view. However, it was one of the rare tours that I was not on solo travels which I enjoyed a lot: It’s really convenient sometimes not to take all the responsibility and just be able to relax.

Weil ich nur einen Tag dort hatte, bin ich nicht noch weiter in den Süden zu den schönen Stränden gefahren sondern blieb in der Gegend. Unerwarteterweise hat die Firma ein sehr nettes Hotel für uns gebucht – 5 Sterne, eine riesige Badewanne sogar für meine Größe und mein Zimmer war mal eben auf dem 40. Stock. Da brauche ich gar nicht extra erwähnen, dass die Aussicht ein Traum war! Wie auch immer, es war eine der seltenen Gelegenheiten bei denen ich mal nicht alleine unterwegs war, was ich sehr genossen habe: Es ist wirklich angenehm, nicht permanent die volle Verantwortung für alles zu haben und einfach mal abzuschalten.

We made our way to the Lotus Pond, located just a short metro ride out of the city. With 28 degrees, it felt like a perfect vacay getaway, even for just a day. This included funny new experiences like being almost eaten up by a tiger and a dragon or some Asian girls making use of us as photo attractions – we might be on some strangers facebook pages now. I quite liked the area and I would definitely go again so I am quite excited to spend some of my upcoming vacation in the southern part of Taiwan.

Wir sind also zum Lotus Pond gefahren, der nur eine kurze Metrofahrt außerhalb der Stadt liegt. Mit 28 Grad war es ein perfekter Urlaubstag, trotz der knappen Zeit. Es beinhaltete allerdings witzige neue Erfahrungen wie fast von einem Tiger und einem Drachen gefressen zu werden und lustige Asiatinnen, die uns kurzerhand als Fotomodells missbraucht haben – wahrscheinlich sind wir jetzt auf der Facebookseite von ein paar fremden Mädels zu sehen. Ich fand die Gegend echt schön und würde definitiv nochmal hinreisen, wenn sich die Gelegenheit bietet – umso mehr freue ich mich, dass ich einen Teil meines Urlaubs der nächsten 2 Wochen im Süden der Insel verbringen werde.

 

Taipei 1(01)

Die ersten Tage in Taipei vergingen wahnsinnig schnell und abgesehen davon, dass ich intensiv damit beschäftigt war, genug Schlaf abzugreifen, habe ich mich hauptsächlich darauf konzentriert, Orientierung zu schaffen und zu behalten. Was leichter gesagt ist als getan. Die Location, in der sich mein Apartment befindet, könnte besser nicht sein. Direkt an der MRT (Ubahn) Main Station, also im Zentrum des öffentlichen Nahverkehrs gelegen, besticht diese durch den unschlagbaren Vorteil, dass ich einfach nur in einen Aufzug steigen muss und mitten im Einkaufszentrum stehe (uuund ich sehe die Berge im Norden der Stadt). Dies lässt sich auch als „Starbucks-Vorteil“ beschreiben, denn ein sicherer Zufluchtsort im Rahmen eines amerikanischen Fast Food Kette (oder eher Fast Coffee Kette?) ist nie ganz von der Hand zu weisen und rettet an so manchen Abenden das „ich möchte bitte irgendwas hier verstehen“- Problem.

The first days in Taipei were rushing by and apart from trying hard to get enough rest, I mainly focused on gaining and keeping orientation. Which is much easier said than done. My apartments location could hardly be better: Next to MRT main station from where I can basically reach the whole west coast of this country, the great advantage is that I can just take the elevator to be in a huge shopping center (and I can see the mountains from my apartment!) This is also called “Starbucks-advantage” as this is a safe refuge in shape of an American fast food chain restaurant (or fast coffee chain?). This has occasionaly made up the “I want to understand anything” feeling.

Abgesehen davon ist die Nahrungsaufnahme dort natürlich nicht meine präferierte Wahl, denn Food Court des Shoppingcenters mit allen möglichen asiatischen und nicht-asiatischen Köstlichkeiten ist nur 3 Rolltreppen entfernt. Ich bin ein sehr großer Fan der „Buns“, was im Wesentlichen Teig mit Füllung ist. Hier ist die taiwanesische Küche aber durchaus kreativ, von Schwein, Rind oder die beliebten Seafood-Fleisch Kombinationen ist alles dabei, ab und an sogar eine vegetarische Variante. Bezüglich des Essens sind zwei wesentliche Eigenschaften hier sehr hinderlich: 1. Man mag / verträgt kein Seafood. 2. Man ist Vegetarier. Soweit ich das erkennen kann, würde mich das sehr stark einschränken. Eins der tollsten Restaurantketten, die ich jemals besucht habe, ist Din Tai Fung. Nur ein Wort: Dumplings. Frisch gemacht, inklusive wahnsinnig effizientem (Deutsche, ihr seid nicht immer auf Platz 1 in der Effizienzliste!) Nummern-ziehen-warten-System und Anleitung, wie man das denn nun isst. Absolutes Highlight: Trüffel-Dumplings und Seafood Wontons in scharfer Sauce. Und natürlich Tee und Wasser kostenlos, wie scheinbar in jedem asiatischen Restaurant (to be evaluated). Außerdem gibt es hier eine französische (zumindest vom Namen her) Bäckerei, die so tolle Dinge wie Kimchi-Bacon-Sandwiches und Eiersalat-Toasties verkauft. Und natürlich der ganze wunderbare Rest mit allen möglichen japanischen und taiwanesischen Spezialitäten. Verhungern ist hier faktisch nicht möglich, und sollte man einmal zu ungewöhnlichen Zeiten Nahrung benötigen, ist nur wenige Meter vom Starbucks entfernt ein 24/7 convenience store, der zum Glück auch ein sehr günstiger Wasserlieferant darstellt.

Despite that getting food at Starbucks is not my preferred choice in any country (also I am not into that sweet-milky stuff they call coffee), the malls food court happens to be just 3 escalators away. I am a big “bun” fan (not bunny!), which is actually dough with some meat filling inside. Taiwanese are creative regarding the filling, it can be pork, beef or – very popular – seafood-pork combination. Yummy! Regarding food, 2 things can and will keep you from trying the best stuff they have here: #1 You don’t like seafood. #2 You are a veggie. One of the best more local restaurant chains is Din Tai Fung. Just one word to say: Dumplings!!! So incredibly fresh, they are served in the probably most efficient way (get that, Germans!) I have ever seen (get a number, decide in the meantime what you order, wait to be called, hand your order to the waiter, be seated, be served with an introduction paper how to actually eat the dumplings in the right kind of way). The ultimate highlight: Truffle dumplings and seafood wontons in a spicy sauce. AMAZING. And of course, tea and water is for free as much as you like (seems to be like that in every Asian restaurant, to be further evaluated). Also, there is a French bakery (at least the name is French) which sells such fantastic stuff as kimchi-bacon-sandwiches and egg salad toasties. And of course the whole fantastic lot of Taiwanese and Japanese dishes. It’s impossible to starve here, even at night, there are convenience stores opened 24/7 which also sell cheap water. Perfect.

Nicht ganz ideal bisher ist das Wetter. An den ersten Tagen hier war es sonnig, was der absolute Wahnsinn war, als ich nach 20 Stunden Reisezeit und dem zwischenzeitlichen Transfer-Temperaturschock in Bangkok aus dem Flieger stieg und am Flughafen auf meinen Fahrer wartete. Ade Winter, dachte ich. Falsch. Anders als in Los Angeles, wo ich im Februar 2010 bei 25 Grad landete, hatte der vermeintliche Sommer hier leider keinen Bestand. Seit dem nun also faktisch Dauerregen, aber zumindest nicht kalt. Nun, man kann ja nicht alles haben. Glücklicherweise konnte ich als „Wetterflüchtling“ zwischendurch in Seoul Unterschlupf finden, nun bin ich aber für insgesamt 3 Wochen hier in Taipei und gewöhne mich so langsam daran, dass meine Wander-Wochenendpläne regelmäßig absaufen. Allerdings ist das durchtesten durch verschiedenes Essen auch eine nette Freizeitbeschäftigung und ich gehe hier so intensiv meinem Lieblingsjob nach, dass faktisch keine Zeit für größere Pläne bleibt, außer eben am Wochenende. Zumindest habe ich schon den botanischen Garten gesehen (sorry, aber wer die Parks in London, Sydney und Hong Kong kennt, ist davon nicht ganz so beeindruckt…die Briten / frühere Kolonien können das halt einfach besser) und eine witzige Stadttour mitgemacht.

What is not that perfect up to now, is the Taiwanese weather. On my first days, it was sunny and it was beyond fantastic when I got off the plane after the Bangkok-transfer-temperature-shock, waiting in the sun for my driver. Bybebye cold German winter I thought. Nope. Different to Los Angeles, where I once got off a plane in February 2010, the summer feeling did not stay for long. Since then, it has been raining basically the whole time but without being cold. Luckily, I could seek refuge in sunny Seoul for a few days in between. Now, I am here in Taipei for 3 weeks in total and I get used to having my hiking plans drowned every weekend. So I spend my time trying different kind of foods which is not the worst thing and I engage in my favourite job so much that I don’t have that much time to spend apart from weekends. At least I have seen the botanical gardens (sorry but if one happens to know the parks in London, Sydney, Hong Kong… is not that much impressed… as the British / former colonies are really good in parks) and I did a really funny city tour.

Ach ja, und ich habe Leute getroffen. Das ist wunderbare an einer Stadt wie dieser – es ist so einfach, sich mit Locals oder anderen Reisenden zu treffen. Sei es für ein gutes Essen, einfach nur die Stadt entdecken. Die Taiwanesen sind eines der freundlichsten, offensten Völkchen, die mir jemals begegnet sind und anders als in vielen anderen Ländern, habe ich das Gefühl, dass das echt ist. Und so kann man sich mal eben zum Mittag- oder Abendessen treffen. Hier sind so viele Alleinreisende unterwegs, dass ich mich sehr wohl fühle in der „Reisecommunity“, Menschen, die genau wie ich der Meinung sind, dass einen elementaren Unterschied zwischen „Einsamkeit“ und „alleine sein“ existiert und kein Problem damit haben, die Dinge zu tun, die sie machen wollen. Das aber gerne auch mal zu viert und so eine wirklich gute Zeit haben, gleichwohl wenn man des Chinesischen nicht mächtig ist (und es aufgrund der Intonationen nie sein wird). Aber als Zeichen des Respekts sollte man doch zumindest ein paar Worte kennen und sprechen, wie Ni hao (Hallo) oder Xiexie (Danke).

Auch Duibuqi (eine Form von Entschuldigung) und Ni hao ma (wie geht es dir?) ist theoretisch denkbar, könnte jedoch die Erwartungen der sprachlichen Fähigkeiten betreffend etwas zu hoch setzen. Ich fühle mich ab und an wie ein Kleinkind, wenn ich einfach gar nichts verstehe, die Waschmaschine beispielsweise nur chinesische Tasten hat und ich noch nicht mal die Anleitung auf einer Ramen-Suppe lesen kann (gut, heißes Wasser drauf, warten, fertig…) aber trotzdem. Ich durfte jedoch folgende Erfahrung in der besagten „französischen“ Bäckerei machen: Man nimmt sich dort ein Tablett, ein Papiercover und eine Zange (ähnlich wie die deutsche Backfactory) und geht dann Köstlichkeiten sammeln. Neben mir tat das eine ältere wahrscheinlich taiwanesische Frau ebenfalls und ich war an der Kasse zuerst dran. Mein Eindruck ist, dass die Kassierer, Verkäufer, Kellner etc. kein Englisch können (deshalb immer Restaurants mit Bildern vom Essen suchen, auf die man zeigen kann!), was in einer solchen Bäckerei aber ja kein Problem ist. Ich habe den angezeigten Betrag gezahlt (umgerechnet zwei Euro für drei super leckere Teile!) und habe mich mit einem Xiexie verabschiedet. Daraufhin dreht sich die ältere Frau zu mir, grinst und zeigt „Daumen hoch“. Made my day.

Oh yeah, and I met people. This is the great thing in a city like Taipei – it is so easy to get in touch with locals or other travellers. Meeting for trying different kinds of food or exploring the city is so fun and Taiwanese are among the genuinely friendliest people I have ever had the pleasure to meet up with. There are so many solo travellers here that I feel quite well in this “community”. They are people like me that there is a huge difference between “loneliness” and “solitude” so you can meet in groups but perfectly go your own way after that again. You can meet people despite the lack of Chinese language, however one should know a few words out of respect like ni hao (hello) or xiexie (thank you). Also, duibuqi (one expression for saying you’re sorry) and ni hao ma (how are you?) is in theory quite good to know but might raise the expectancy of your language level. I sometimes feel like a child not understanding anything like the washing machine in my apartment or how to do the instant soup I bought (okay, not too challenging, just add hot water, stir and wait a bit). Still I was lucky enough to experience the following in the French bakery: you take a tablet, cover and a tong (a bit like backfactory in Germany) and put whatever you want to buy on it. Right next to me was an elderly Taiwanese lady and I was first at the cashier. Don’t expect the cashier, waiter or anybody in shops to speak English (so therefore prefer restaurants with picture of the meals so you can just point on it) but in a bakery like this, it is not a problem. You just hand them the stuff you want to buy and pay what the display shows. This is what I did and finished with a xiexie. This was when the lady turned to my, smiling, showing thumbs up. Made my day.

Das Englischlevel ist hier wie gesagt nicht besonders fortgeschritten, was auch immer wieder zu Kommunikationsproblemen im Starbucks führt (hätte mir das einer vorher erzählt, ich hätte es nicht glauben wollen). Auch ist stets zu beachten, dass möglichst einfaches Englisch Anwendung finden sollte, also bitte nicht anfangen mit „Excuse me, would you mind, can I order beef noodle soup…“ sondern „I want beef noodles“ und parallel auf das Bild oder auf (wenn vorhanden) englischen Schriftzug zeigen – wenn der Verkäufer aussieht als hätte er verstanden, taktischerweise noch ein Xiexie dahinter platzieren und lächeln. Lächeln hilft immer. Nun könnte man ja theoretisch die Übersetzung seines Lieblingsessens auswendig lernen. Aber aufgrund der folgenden Anekdote, die mir ein Kollege erzählte, bleibe ich aber definitiv bei gebrochenem Englisch und auf-Bildchen-zeigen-System: Ein anderer europäischer Kollege hat intensiv die Sprache gelernt, sodass er sich einigermaßen verständigen konnte. Er ging in ein Restaurant mit dem Vorhaben, heiße Suppe zu bestellen. Das Wort dafür lautet (scheinbar) tang. Als er bestellt hatte, konnte er eine Diskussion zwischen den Kellnern beobachten, es dauerte zehn Minuten und er bekam eine Schüssel voll – Zucker. Denn wenn man tang nicht gleichbleibend ausspricht, sondern den Ton minimal verändert, heißt es – genau – Zucker. Wir alle lernen niemals aus. Vielleicht versuche ich es mal mit Koreanisch, das soll deutlich einfacher zu lernen und zu sprechen sein und diese Zeichen sehen so cool aus.

The level of English here as I described is rather basic. This leads to communication issues even in Starbucks (if someone had told me in advance, I wouldn’t have believed it). What I keep noticing is that you better stick to very simple English, so don’t go for the “Excuse me, would you mind, can I order beef noodle soup…“ rather than „I want beef noodles“ or just “beef noodles” and point at the picture or at the English menu entry if applicable. If the waiter looks like he got it, add a strategic xiexie and smile. Smiling always helps you. Remark: You will also notice this in my blog posts: As I am here, my English ability is constantly decreasing as I simplify it more and more and I am mainly talking to non-native English speakers. Actually I should enrol in an English course as soon as I am back home. Bascially, one could just memorize the names of the favourite dishes and tell them everytime one wants to order. But because of the following story, I decided not to go that way: A European colleague managed to learn Chinese quite well and could manage to communicate in this language. In a restaurant, he order what he thought was a bowl of hot soup. After ordering, the waiters started a discussion and finally served him a bowl of – sugar. Because if you don’t pronounce the word “tang” correctly with a flat tone, the meaning from “hot soup” changes to “sugar”. Never stop learning in this world and more important, never stop trying. Maybe I will learn some Korean as I was told there is no pronunciation issue and their characters look so cool.

Tempel und Night Market sind auch 2 Dinge, die nicht zu unterschätzen sind aber aufgrund der hohen Arbeitsauslastung und des schlechten Wetters habe ich ersteres erst einmal kurz gesehen und zweiteres noch gar nicht. Insbesondere auf die Night Markets sollte man sich bestenfalls mit Locals wagen, die dann die angebotene Essensauswahl erklären und bestellen können. Dies sowie die Wanderung auf einen Berg mit fantastischer Sicht über die Stadt und eine Endstation der Red Line (Tamsui) mit Starbucks (haha) mit Flussblick und Fort stehen definitiv noch auf meinem Plan. Vielleicht schaffe ich es nächstes Wochenende nach Kaohsiung in den sonnigen Süden (28 Grad und Sonne!), gefolgt von einem Trip nach Shanghai zu unserem Sales Meeting und einem anschließenden Trip nach Tokyo für Diskussionen mit den Kollegen. Danach habe ich erst mal eineinhalb Wochen Urlaub und Zeit, dieses wundervolle Fleckchen Erde näher zu erkunden, bevor ich ab Ostern nochmal 4 Wochen in Taipei tätig sein werde. Ist es nicht unglaublich, wie fragil die Zeit ist und wie Wasser durch die Finger rinnt, bei dem Versuch, sie zu greifen?

Temples and night market are two more things which I really want to do but due to the intense workload and the rain, I just saw a temple briefly and night market not yet at all. Especially for night markets, one should go with a local as they can explain and order the local food selection. Also my planned hike to elephant mountain with a view over Taipei and going to a terminal station Tamsui with a Starbucks (haha) by the river are definitely left on my schedule. I might make it to Kaohsiung which is in the sunny south of the island (28 degrees and sunshine! Yieeeeks!) followed by a trip to Shanghai for our team meeting. After that I will head to Tokyo for additional discussions with colleagues. When I am done with these countries, I have almost 2 weeks off which I will use to see a bit more of the pretty Formosa (Taiwan). Finally, I have just 4 weeks more left to work here. Isn’t it ridiculous how time flies by as soon as you try to get hold of it?

Ich gebe zu, manchmal ist es nicht einfach, sich länger als wenige Tage und ohne Dauerbetreuung einem solchen Land aufzuhalten. Hier zeigt sich die wahre Stärke eines Menschen und das wird sicher super-seltsam, wenn ich dann wieder in London bzw. Deutschland bin (auf dieses „ich verstehe wieder alles“ Gefühl freue ich mich jetzt schon!) Aber ich bin unendlich dankbar für diese und die kommenden Erfahrungen. Ich habe mehr Glück erleben dürfen, als ich verdient habe und ich bin wahnsinnig gespannt darauf, was noch kommt. Ich weiß nur eins: Ich werde, nach bestem Wissen und Gewissen, das Beste daraus machen.

Yes, sometimes it is a challenge to stay in such a country on one’s own and for quite a time. This is when the real strength shows off and I am sure it will be so strange when I am back in London or Germany (looking crazy forward to finally understand everything again!!!) But I am beyond thankful for all experiences in the past, present and future. I was and I am happier than I deserve to be and I am so excited so see what comes next. At least, I know that I will make the most out of it and do my very best to have a great time.

PS: Ich möchte hier noch kurz oberlehrerhaft zum Allgemeinwissen beitragen oder den geneigten Leser vor einem Kultur-Fettnäpfchen warnen: Taiwan ist NICHT Teil von China und es macht SEHR WOHL einen Unterschied ob jemand aus Taiwan oder China kommt. Insbesondere in der Konversation mit Taiwanesen, tut euch selbst einen Gefallen und bezeichnet Taiwan nicht als China oder sagt, dass es das selbe ist. Das ist quasi so, wie wenn man zu einem Deutschen sagt „Frankreich, Niederlande, Deutschland…. Alles das Selbe.“ Nope. Bitte beachten, sonst ist man direkt unten durch. Also China = People’s republic of China während Taiwan = Republic of China (oder Taiwan ROC).

By the way: I want to be a bit annoying here and carry out some educational mission: Taiwan is NOT a part of China and YES it makes a difference if someone is from China or Taiwan. Especially in conversations with Taiwanese, do yourself a favour and don’t talk about Taiwan as part of China. This is like you tell a German “France, Netherlands, Germany.. all the same.” Nope. Please keep in mind: China= People’s republic of China wheres Taiwan=Republic of China (this is why you always see Taiwan ROC).