NZ: Haus am See

„Und am Ende der Straße steht ein Haus am See.“*

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Lake Pukaki. Ein Wunder und gleichzeitig eine Welt für sich. Ich habe in den letzten Wochen viel Wasser gesehen, ob Meer oder Seen und irgendwann sieht alles gleich aus. Bis auf den Lake Pukaki. Mit wunderbarer Aussicht von meinem Zimmer auf dieses Naturschauspiel ließ sich komfortabel beobachten, wie schnell sich der Himmel verändert und die riesige Wasseroberfläche mit dem höchsten Berg Neuseelands, dem Mount Cook im Hintergrund, ist wahnsinnig facettenreich.

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Und für ein bisschen Posing in Eigeninteresse ist auch noch Zeit. Zur Abwechslung mal nur mit Hut ohne Rucksack, dafür mit glasklarem Wasser (nicht warm genug zum Schwimmen, aber wen stört das bei DER Aussicht).

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Ich könnte hier deswegen viel zu viele Bilder** hochladen und es fällt mir naturgemäß superschwer, die Auswahl zu begrenzen. Die Farben und Wolkenformationen waren einmalig und ich bin für diese Erfahrung wahnsinnig dankbar. Da hier so gut wie keine Lichtverschmutzung vorhanden ist, durfte ich eine Nacht lang Sterne beobachten. Leider ist meine Kamera sowie meine fotografischen Fähigkeiten zu schlecht für entsprechende Aufnahmen – aber ist es nicht so auf Reisen und im Leben, dass die besten Momente einfach nicht auf Fotos abgebildet werden können? Und das ist gut so.

PS: Ja, das ist eine Badewanne direkt am Fenster.

Und ja, es ist wirklich so gut, wie es aussieht.

Und nein, ich bereue nichts.

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*Nicht von mir. Von Peter Fox.

** Absolut nullkommanicht bearbeitet.

NZ: Ab in den Süden

Allerdings bedeutet „Süden“ auf der Südhalbkugel nicht, dass es wärmer wird. Prinzipiell sogar eher das Gegenteil, dafür geht dies aber mit mehr Ruhe im Vergleich zu der Abenteuerstadt Queenstown einher – von überfüllten Parkplätzen, auf denen man mit seinem Auto anstehen muss, mal abgesehen. Zurück am Meer zu sein hat ja auch immer seinen Charme; hier ist mehr Natur als Action zu finden. Außerdem Wasserfälle und schöne Aussichtspunkte.

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Und eine der wenigen Städte, die ich auf meiner Reise besuchte: Dunedin. Studentenstadt und gefühlt nach Schottland katapultiert, aber im Komplettpaket. Zuerst war der Akzent (finde ich) noch stärker als im restlichen Kiwiland, was mich an meine erste Reise nach Schottland erinnerte und ich in Glasgow kaum in der Lage war, einen Tee zu bestellen („Sorry, what did you say?“ .. und beim 3. Mal fragt man einfach nicht mehr sondern verlässt sich auf „Lächeln & Winken“). Zweitens das Wetter. Alle zehn Minuten gab es eine neue Kombination von verschiedem starken Regen und Sonne, die Temperaturen schwankten zwischen „es ist saukalt“ und „man, ich hätte eine kurze Hose anziehen sollen“. Außerdem war ich, wie in Edinburgh, in der Lage, mir bei grauem Himmel einen leichten Sonnenbrand im Gesicht einzufangen. Und last but not least – der Stil der Stadt. Der rote Doppeldeckerbus fuhr leider zu schnell an mir vorbei, dass ich ein Bild hätte machen können und ich war ehrlicherweise auch mit einem Lachanfall beschäftigt. Und bei knapp 19 000 km nach Edinburgh ist das doch quasi ein Katzensprung. Ach ja, und Gärten können sie im Commonwealth einfach, egal ob England, Schottland, Australien, Hong Kong oder Neuseeland.

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NZ: The Ballooning

Ein weiteres Highlight meiner Reise war das Hot Air Ballooning zum Sonnenaufgang. Es war saukalt (wer hätte gedacht, dass wenn die Tagestemperaturen bei 25 Grad liegen, es morgens um 5 gerade mal 6 Grad plus Wind hat???) und da ich für ein paar Tage äußert ökonomisch in einem Hostelschlafsaal übernachtet hatte, war ich auch dezent übernächtigt. Egal, gebucht ist gebucht und da ich auch schon immer mal eine Ballonfahrt machen wollte, gleich doppelt spannend.

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Im Endeffekt ist es gar nicht so spektakulär, man fängt plötzlich an zu schweben und fertig. Der Brenner spendet wohlige Wärme und abgesehen von ein paar Klischeeamerikanern, die nach besten Manieren VOR dem Betreten der Waage um das Gewicht für den Ballonkorb zu berechnen, sämtliche Rucksäcke, Taschen und schwere Jacken ablegen, lief auch alles recht vernünftig ab. Praktischerweise hatten sie 2 Ballons, welche gar nicht so weit auseinander flogen, sodass sich perfekte Fotogelegenheiten anboten.

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Fazit: Für meinen Bedarf etwas zu wenig Action (Geschwindigkeit, Krach, Kraft – ich ziehe doch kleine Flugzeuge oder Helis vor), aber wunderbare Ausblicke und ein super Erlebnis.

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NZ: Schafe pur

 

When in New Zealand… dann sollte der Besuch einer Schaffarm doch irgendwie Teil des Programmes sein. Also insofern zeitlich möglich und in der Nähe vorhanden. Beide Faktoren waren in Queenstown erfüllt, also zunächst ab aufs Boot und dann ab zu den Kuscheltieren. Die Mount Nicholas High Country Farm beherbergt knapp 30 000 Schafe, einige Pferde, Hunde und Helikopter(!) um diese über die Weiden und zum Scheren zu treiben. Besagte Weiden sind allerdings so riesig, dass wir als Touristen nur eine kleine Herde zu sehen bekamen, quasi als Beispiel. Dafür war die Landschaft umso atemberaubender.

 

Hier sind übrigens die Merino-Schafe zu Hause, aus deren Wolle verschiedene tolle Kleidungsstücke angefertigt werden, insbesondere beliebt bei Outdoorfans. Die Weltmeister im Schafe scheren brauchen übrigens unter 25 Sekunden pro Schaf, hier ist das ein richtiger Sport mit selbstverständlichem Abzug in der B-Note bei übriger Wolle oder Schnittwunden.

Und nochmal mein Lieblingsbild, was die Neuseelandklischees (meiner Meinung nach) ziemlich auf den Punkt bringt:

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NZ: Routeburn-Regenwald

Meine Wandertage hier haben sich bisher eher auf kürzere Strecken und maximal einem Tag beschränkt, nach bis zu 7 Stunden draußen reicht es mir meist auch. Für den Routeburn Day Walk hatte ich allerdings mehr Zeit dank der etwas herausfordernden Anfahrt eingeplant – eine gute Idee. Zwar fuhr der Guide, aber diese Schotterstraße hätte mein kleines Auto auch nicht geschafft, oder zumindest nicht heile. Die knapp 1,5 h Anfahrt pro Strecke haben sich für die insgesamt knapp 8 Stunden laufen inkl. Mittagspause aber defintiv gelohnt. Plus: In dem Gebiet regnet es zwei Drittel des Jahres. Um also die realistische Erfahrung zu bekommen, waren wir dankbar, dass wir die ersten beiden Stunden im Regen laufen durften. Kurz bevor es ätzend wurde, hat es dann aufgeklart, die Sonne kam raus & wir griffen großzügig zu Sonnencreme.

Der Nachteil an geführten Wanderungen ist einfach, dass man sein Tempo nicht selbst bestimmen kann. Von Natur aus mache ich gerne Fotos und schaue mir auch Lichtverhältnisse oder Details der Pflanzen gerne mal genauer an. Unser Guide hat das leider anders gesehen; nach 10 Jahren Wanderungen in Neuseeland führen hatte der darüberhainaus auch ein deutlich anderes Fitnesslevel als die ab-und-zu-Wanderin-mit-Kamera. Trotzdem hat auch diese die 20 km Tagestour inkl. 500 Höhenmeter rauf und wieder runter geschafft – und blieb zumindest in Sichtweise des Guides. Gut, die letzten beiden Kilometer Schotterweg waren meine Füße der Meinung, dass Wandern komplett überbewertet ist (ein Königreich für ein Fahrrad!!!) und ich kam auch eine halbe Stunde später als der Rest an – ABER Ziel erreicht. Inklusive immergrünem Regenwald, Wasserfällen und atemberaubenden Ausblicke.

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So ganz am Rande wurden Diskussionen mit dem japanischen Guide über das Preisniveau von Queenstown geführt („teurer als Tokio!“), Lebensmittel-Shopping diskutiert („wir fahren alle paar Wochen in die nächste Stadt, die etwa 1,5 h Fahrzeit entfernt liegt, weil Lebensmittel dort 40% günstiger sind“), Angela-Merkel-Meinungen mit Australiern ausgetauscht („Sie macht das gut. Wir zahlen lieber die Strafen, als dass wir die Flüchtlinge in unser Land lassen“) und die Abwesenheit von Weihnachtsgefühlen erläutert („es ist kein Weihnachten, wenn es nicht kalt ist“ sagt der Japaner, ich stimme zu, der Australier schaut verwirrt).

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NZ: Die perfekte Idylle

Drei Nächte im gefühlten Nirgendwo, nach 4 km Schotterstraße fragt man sich dann schon, ob irgendwo noch was kommt. Oder die Straße nicht einfach noch schmaler und steiler wird und konsequenterweise irgendwann verschwindet. Glücklicherweise ist das nicht passiert, im Gegenteil. Nach einer gefühlten Ewigkeit und der Ansage „Sie sind angekommen“ war das Gott sei Dank auch wirklich der Fall.

Das B&B bzw. die Farm von Maragaret und Rob liegt irgendwo zwischen Rotorua und Tauranga; die nächsten Zivilisationsspuren in Form von Restaurants und Supermärkten sind nach einer 25-minütigen Autofahrt zu erkennen. Dafür gibt es jede Menge nette Tiere auf der Farm (bspw. Kater George, der es sich in meinem Auto außerordentlich bequem gemacht hatte sowie Blackie und Brownie, die zwei Bullen). Außerdem gibt es einen riesigen, wunderbar gepflegten Gemüsegarten, aus dem wir frische Zuckerschoten ernten und essen. Und Blumen. Fotoparadies schlechthin.

Nur knapp 1 km von dem Anwesen weg gibt es Zugang zu zwei wunderbaren Wanderwegen. Einer führt einen Berg hinauf zu einer Aussichtsplattform, von der man eine tolle 360° Sicht auf den Wald unter sich hat. Der andere Trail führt zu einem süßen Wasserfall und in beiden Fällen ist wunderbarer Zauberwelt Bestandteil. Erholung in der perfekten Idylle.

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NZ: Imagining volcanoes

 

Man stelle sich vor, es gibt nach wie vor aktive Vulkane. Das mag recht einfach sein. Dass dies in Neuseeland der Fall ist, ist ebenfalls nicht wenig glaubwürdig. Dass das Ganze dann auch noch als Touriattraktion über verschiedene Kanäle verkauft ist, ist konsequent.

Ich war vor einigen Jahren, bei meinem letzten Besuch hier, schon einmal in einem – aber nicht mehr aktiven – Vulkan unterwegs zum Wandern. Das war wahnsinnig anstrengend und nicht minder beeindruckend, eine Erinnerung, die ich nicht vergessen werde. Dieses Mal reden will allerdings von einer Vulkaninsel inklusive Aktivität.

Und so habe ich mich zunächst per Flugzeug auf den Weg dorthin gemacht. In einer kleinen Vier-Mann-Maschine, die dummerweise leichte Seekrankheit ausgelöst hat, aber das war es total wert.

Die Vulkaninsel liegt etwa 40 Kilometer weit von der Küste entfernt, zunächst ist also der Anflug die erste spannende Angelegenheit. Wir haben sogar Delfine im Wasser springen sehen, das war aber unmöglich mit (meiner) Kamera festzuhalten. Ich bin kein großer Fan von „Mit Delfinen schwimmen“ – machen sich die Leute denn Gedanken darüber, ob die Delfine auch mit ihnen schwimmen wollen? Oder davon, sie mit einem Boot zu jagen. Daher erschien mir diese Methode am tierfreundlichsten (wenn auch nicht unbedingt ideal für die Umwelt).

Der Anflugt zeigt zunächst andere Aussichten auf weitere Inseln, hier die Wal-Insel, Moutohora genannt; einmal mit der Küstenlinie im Hintergrund. Es muss wahnsinnig toll sein, so eine kleine Maschine selbst fliegen zu können und sie zu bedienen wie ein Auto. Natürlich wackelt es die ganze Zeit (insbesondere, wenn man zwei Mal über den Vulkan selbst fliegt), aber man fühlt sich überhaupt nicht unsicher. Also ich jedenfalls. Und schließlich White Island inklusive der aufsteigenden Schwefeldämpfe. Ein wahnsinnig wunderbarer, wenn auch verblüffend verrückter Anblick.

Auf der Insel zu landen, war dann fast genauso spektakulär, wie darüber zu fliegen. Leider bin ich jetzt etwas seekrank, habe mich aber nicht schlecht gehalten, dafür dass großzügig Gebrauch von gewissen Papiertüten während der Fahrt gemacht wurde. Dafür war die Vulkaninsel wirklich spannend zu sehen, wenn auch mit Gasmaske. Und dann schwammen doch kurz Delfine neben dem Boot her – ein toller Zufall, der das Erlebnis perfekt machte.

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NZ: „Bay of Plenty“ – plenty to do & see

Seit einigen Tagen bin ich nun in der „Bay of Plenty“, Mitte der Nordinsel. Wen die Details interessieren, sucht auf google maps nach Tauranga. Ein süßer Flieger der heimischen Airline Air NZ hat mich hierher gebracht, der war auch für die tollen Ausblicke für die knapp 50 Passagiere verantwortlich. Zunächst habe ich ein paar Tage am Sonnenstrand verbracht; hier hatte es dann aber morgens um 7 schon 25 Grad und es war mir einfach zu heiß (Gruß nach Deutschland an der Stelle). Daher einfach den Sonnenaufgang am Strand nutzen und in alljährlicher Sommerbequemlichkeit die heißen Mittagsstunden drinnen verbringen.

Tolle Wanderungen sind natürlich trotzdem drin, beispielsweise im MacLaren Park mit tollem Licht, vielen Seen und ganz viel grün. An dem Tag hatten die Seen viel Wasser, was man an den halb versunkenen Bäumen toll sehen kann.

Rainbow Mountain Scenic Reserve ist auch sehr zu empfehlen. Es war eine schöne Wanderung für etwa 3 Stunden, angenehme 7 Kilometer und knapp 400 Höhenmeter – also sehr machbar, auch für die heiße Mittagszeit mit Kamera und sämtlicher Ausrüstung auf dem Rücken. So war ich doch zunächst skeptisch weil mir in der ersten Stunde keinerlei andere Wanderer begegneten, umso mehr hatte sich der Aufstieg mit dem Ausblick dann doch gelohnt. Kratersee im Vulkanland inklusive.

Und weil es draußen an der Sonne so wunderbar ist, eine Wanderung nach der anderen aber doch auch irgendwann langweilig wird (man möge es mir verzeihen), habe ich beschlossen, hoch zu Ross loszuziehen. Und was soll ich sagen – zwar nicht ganz günstig aber einfach wunderbar, sowohl Kulisse, Guide und natürlich die Pferde. Meins hieß Nico, wollte nicht immer so wie ich, aber war sehr lieb und zuverlässig. Und ein Fotomodel wider Willen. Konsequenterweise habe ich direkt noch 2 Ritte in den nächsten Wochen gebucht. Adventure awaits!

NZ: Von Kiwis und Komödien

Die Einwohner Neuseelands sind ein lustiges Völkchen. Sie lieben ihr Land (wer tut das nicht) und dürfen das auch offen sagen, bei dieser unglaublichen Schönheit. Überraschenderweise sind sie aber auch nur Menschen. Wer hätte das gedacht? Menschen, die mir erklären, dass die Biosecurity am Flughafen (bis zu einigen Stunden Schlange stehen, um sämtlichen organischen Import wie Erde an Wanderschuhen, Zelten, Kamerastativen oder Essensreste – ganz ganz böse – nicht ins Land gelangen zu lassen) in erster Linie dazu dient, die wirtschaftlichen Interessen des Landes zu wahren da man hier im hohen Maße vom Tourismus abhängig ist. Macht irgendwie Sinn, ernüchtert allerdings den naiven Besucher.

„Kiwis sind schlechte Autofahrer.“ Das ist nicht meine Meinung, sondern die einer meiner Gastgeber. Selbst Neuseeländer darf er das sagen. Wieso? Weil man hier ab 16 den Führerschein erwerben kann und es so etwas wie „Fahrschulen“ gar nicht gibt. In der Regel lernen Kinder von ihren Eltern das Autofahren und, wiederum ein Zitat, „if Dad is a bad one, you basically have no other chance.“ Wenn der naive Besucher nun denkt, dass das ja aber schon einen großen Vertrauensvorschuss darstellt, so können weitere Informationen zu noch mehr Erstaunen führen. Beispielsweise, dass kein Gastgeber hier beim Einchecken einen Pass sehen will . Oder dass auf sämtlichen Domestic Flights, also auf Inlandsflügen, die „Security“ lediglich darin besteht, zu überprüfen, ob jemand, der einen Koffer aufgeben will, auch den Tarif „Seat and Bag“ gebucht hat und nicht – Gott bewahre – nur „Seat“. Ich stelle überrascht fest, wie herrlich es ist, mit einer fast vollen 1,5 Liter Wasserflasche an einem heißen Sommertag ins Flugzeug zu steigen. Gut, für die drei 25 – 35 Minuten-Flüge, die ich bisher innerhalb des Landes angetreten bin, wäre eine Komplettsecurity a la London Heathrow inklusive Schuhe ausziehen dann irgendwie auch zu viel des Guten. „We’re far away from everything.“ Mit diesem 3. Zitat und gleichzeitiger Erklärung dieses Umstandes meines wunderbar ehrlichen Gastgebers schließe ich diesen Absatz.

Vor den unvermeidlichen Bildern noch eine letzte Anekdote. Da ich hier alleine unterwegs bin, mich aber mindestens schon wie 100 fühle und durch meinen lieben Job etwas – sagen wir – verwöhnt bin, was das Reiseniveau betrifft, arrangiere ich mich nicht mehr mit Schlafsälen (innerhalb 6,5 Wochen Reise nur auf 6 Nächten) und seit der Reise nach Portugal auch nicht mehr freiwillig mit Hostels. Also B&Bs im munteren Wechsel mit den etwas preisgünstigeren Hotels / Motels. Ich komme also in meinem aktuellen B&B an, was 4 Gästezimmer hat (cute AF) und zufälligerweise kommt gleichzeitig ein dänisches Ehepaar an. Die Gastgeberin begrüßt uns etwas irritiert, ich meine, die Situation aufklären zu können mit einem einfachen „we arrived at the same time coincidently“, was aber nur oberflächlich zur Lösung dient. Die verwirrte Gastgeberin entschwindet „to check the booking“ und kommt nach etwa 10 Minuten wieder, die Konfusion ist komplett. Nach ein paar weiteren Wortwechseln begreift sie, dass wir NICHT zu dritt reisen und ein Zimmer gebucht haben. Ich denke noch, dass die Dame etwas verpeilt ist. Dann folgt der Plot Twist: Das dänische Pärchen hatte gar keine Buchung und kam spontan vorbei (was kein Problem ist, von 4 Zimmern ist nur eins belegt – meins), sodass ich der Dame die Diskussion dann wirklich nicht vorwerfen kann.