Reisen – wieso eigentlich?

Ich habe mir schon oft die Frage gestellt, wieso ich eigentlich immer wieder wahnsinnig gerne Flüge an (meist) fremde Orte buche, versuche mit 3 Shirts und einem Paar Schuhe (diejenigen, die ich gerade trage) zwei Wochen lang auszukommen und dabei nichts Wesentliches zu reduzieren. Über die letzten Jahre bin ich ein großer Fan von wenig Gepäck geworden. Habe ich vor Jahren noch selbst für 2 Nächte einen 20-Kilo-Koffer gebraucht, reichte dann letztes Jahr ein Handgepäcktrolley für 2 Wochen großzügig aus und jetzt war ich eine Woche mit einem kleinen Daypack Rucksack und meiner Handtasche unterwegs. Und hatte natürlich immer noch viel zu viel dabei: Die Regenjacke habe ich hauptsächlich als Picknickunterlage zweckentfremdet und man braucht nun wirklich keine 3 Paar Socken für 6 Nächte (Klarstellung der Autorin: Ich wasche die Kleidung zwischendurch. Ich laufe nicht, ich wiederhole: NICHT(!) stinkend rum!)

Wird das Gepäck kleiner, steigt der Wohlfühlfaktor bei Reisen (insbesondere wenn man häufiger Hotels wechselt und ohne Auto unterwegs ist) überproportional an. Wer schleppt sich schon gerne zu Tode? Auch wenn Züge keine Nummern haben, denn die Kombination Ziel und Uhrzeit ist zur Identifizierung völlig ausreichen und auch wenn die Gleise – mit Glück – 15 Minuten vorher angezeigt werden, ist das eine recht angenehme Gelegenheit. Natürlich gönne ich mir den Luxus Super-Off-Peak zu reisen (dann wenn kein anderer fahren will, also meistens zwischen 12 und 14 Uhr, kostet dafür auch gerne mal bloß die Hälfte), aber nur weil etwas angenehm ist, heißt es noch lange nicht, dass man es gerne tut.

Also wieso reise ich so gerne?

Erstens: Ich habe festgestellt, ich bin einfach besser auf Reisen. Ich kümmere mich um meinen Kram (Tickets, Hotels, wie man wohin kommt, ganz grob was man wann machen könnte, rechtzeitiger Online-Checkin und vor allem wie ich es mir richtig gut gehen lassen kann) und kann Momente viel besser genießen. Wie oft hatte ich in Asien das Gefühl, dass einfach alles perfekt oder wunderschön oder unglaublich lebenswert ist? Ich habe aufgehört zu zählen. Gerade sitze ich im Zug, die so britische Landschaft rast (eher fliegt, so schnell sind die Züge in Britannien ja nicht) vorbei mit Hügeln, Feldern, die durch Hecken oder kleine Mäuerchen abgetrennt sind und hier und da mal ein Cottage, alles eingerahmt von einem intensiven, satten Grün, was vom Flieger aus regelrecht leuchten wird. Ich trage meine Sonnenbrille im Zug, verschwende Laptopakku um den Bildschirm heller zu stellen, weil dieser Anblick so wunderschön ist, dass er mir Tränen in die Augen treibt. Im Alltag fällt es mir ungemein schwerer, solche kleinen Momente zu schätzen und mich unendlich darüber zu freuen.

Zweitens: Die Freiheit. Wenn ich etwas über mich gelernt habe in 2017, dann dass mir meine Freiheit wahnsinnig wichtig ist. Ich hasse Regeln, ich finde sie überflüssig und langweilig. Ich weiß, dass ein zivilisiertes Zusammenleben ansonsten kaum möglich ist, trotzdem nerven mich Verpflichtungen, Termine oder Mikromanagement. Jeder, der mir genau vorschreibt, wie wann ich was wo zu tun habe, hat es sich schon mal direkt mit mir verscherzt. Auf meinen Reisen kann ich, da größtenteils alleine unterwegs, immer wieder selbst bestimmen, was ich wann wo und manchmal auch mit wem tun möchte. Für die paar Tage in London hatte ich mir eigentlich ein ungefähres Programm überlegt, bis auf ein Theaterticket war aber nichts fix gebucht. Und so habe ich fast nichts von dem Geplanten gemacht, weil ich statt Street Food Market im East End dann doch lieber nach Ladbroke Grove gefahren bin, durch Notting Hill spazierte und mir dann den Kensington Palace Garden angeschaut habe. Am nächsten Tag wollte ich dann lieber zwei Stunden im Hyde Park die Sonne genießen (ich habe noch selten so dichtes Gras gesehen!) anstatt durch Little Venice zu spazieren. Und diese spontanen Planänderungen liebe ich einfach.

Drittens: Die Menschen. Als Solotraveller ist das ein elementarer Teil der Reise. Natürlich fühlt man sich manchmal einsam, wenn abends an einem Sommerabend beispielsweise sämtliche Restaurants von Paaren oder Gruppen gekapert sind und der Kellner fragt „just yourself?“ „hell yeah!“ Lange hatte ich damit ein Problem, alleine essen zu gehen und habe es immer wieder geübt und mich überwinden müssen. Als ich in Brighton aber einen zuckersüßen Italiener (Restaurant, nicht Mensch) entdeckt habe, war es mir egal und um meinen Triumph noch mehr auszukosten, habe ich direkt den Roséwein probiert. Mir hätte nicht egaler sein können, dass er überhaupt nicht schmeckte. Das Kunststück ist, wie ich finde, eine Balance zu finden: Ich habe in der knappen Woche vier spannende Menschen und einen herzallerliebsten Hund kennen lernen dürfen (und ich mag eigentlich keine Hunde!). Einen Briten in London, der für die Regierung hinsichtlich Food Control tätig ist und mich netterweise darauf hingewiesen hat, dass ich von manchen asiatischen Restaurants in Soho doch eher Abstand nehmen sollte. Eine US-Amerikanerin, die mit einem Briten verheiratet und als Lehrerin arbeitet, hat mir spannende Einblicke in beide Kulturen sowie deren Schulsystemen gegeben. Und schließlich meine Airbnb Hosts in Brighton, Tony und Vaughn inklusive Hund Phoebe, deren Haus jedem britischen Klischee entsprach, mir abends ein Glas Rotwein auf der Terrasse mit Meerblick anboten und deren Gästezimmer eine Minibar mit Milch (für den Tee!!) enthielt.

Vielleicht fehlt mir einfach die gesunde Sichtweise auf Deutschland oder zumindest auf den Alltag, auf die Arbeit. Vielleicht werde ich diese Sichtweise nie bekommen und verstehen. Vielleicht ist es auch morgen soweit und ich reise gar nicht mehr.

Ich wüsste nicht, was ich dafür oder dagegen tue, aber ich weiß, dass ich einfach glücklicher bin auf Reisen. Dass ich ein besserer Mensch bin, offener, freundlicher, lebenslustiger, optimistischer. Bis sich das ändert, bleibt mir eigentlich gar nichts anderes übrig, als mehr von dem zu tun, was mich glücklich macht.

Taiwan Travel Guide

If you travel to Taiwan at some day, maybe my itinerary and tips are able to help you.

In general: You’ll need adapter for electricity. Mosquitos are annoying but Taiwan is Malaria-free and there are just rare cases of Dengue. It turns „summer“ in April when lots of locals start to walk around in shorts. Still, bring a long sleeve if you stay indoors due to aircon. Meals at food courts of shopping malls and night markets is really cheap. Japenese food is excellent in Taiwan, Korean food is not on that level. Public transportation is really cheap and easily managable with knowledge of English only. Convenience stores can print for you, call taxis, most of the times they have free toilets and wifi, cash machines and café tables where you can sit down and enjoy a drink (this is why they are called convenience stores). Taiwanese people have early dinner, start at 5:30 or 6. Latest by 8, restaurants will be empty and oftentimes they have „last order“ times at around 8:15 or 8:30. Try the bubble tea as it’s so different from the one known in Germany and you can adjust sugar and ice. Taiwanese people are really friendly and caring. Most Taiwanese use umbrellas against the sun instead of sunscreen.

 

Itinerary for 10 days country trip:

We picked up the car at Taoyuan airport, making our way to north-east skipping Taipei. I didn’t drive in Taipei but after witnessing traffic and parking situation, I strongly recommend to avoid it if you can. First stop Lefu B&B in Yilan, takes about 2 hours drive from Taoyuan airport. Great B&B (big rooms, super clean), great host but bring cash. We stayed 1 night to prepare for the drive to Taroko National Park.

For the drive from there to Taroko, plan a day. The distance doesn’t look that far but the streets are narrow and twisty. But the drive is amazing as you drive along the coastline which has magnificent views. Stop as often as you can.

Next hotel: Silks Place Taroko. I know it’s really expensive but it’s one of the only hotels that is directly located in the Taroko NP and has a great rooftop pool and breakfast. Rooms are a bit old-fashioned but clean and big. Book a room with a view, it’s adorable. We stayed to 2 nights and Taroko NP was my personal highlight on that trip.

After Taroko, we took a narrow street to Sun Moon Lake in the heart of the country. Again plan enough time as there are so many great views and enjoy. Our hotel at Sun Moon Lake was Shui Sha Lian Hotel, and it was ok if you want to save money – but don’t expect anything great. There are plenty of hotels around, we stayed 2 nights. Sun Moon Lake was really pretty, lots of opportunities to hike, visit temples or pagodas.

Next stop was Alishan mountain. Taroko and Sun Moon Lake was not that touristy and crowded, but Alishan definitly is !!! Make sure that you do not visit at weekends as  locals told me that they would rather not go than on weekends! Unfortunately it was raining and I was ill at that time, so I didn’t like it. Hotels and restaurants in the park are expensive and I cannot recommend any hotels or restaurants. If you go, be prepared to spend lots of money! If I had known before, I would have skipped it. Again, we also spend 2 nights here.

Final stop on our tour was Kenting in the very south. It looks like it’s a long way down there but a huge part of it is highway or street through some towns so you can go faster than in the narrow mountain streets. If possible, be there on the weekends because then the town gets vibrant and lively with street food and cocktails – but without getting too crowded. We stayed a 10 minutes walk away from town in Howard Beach Resort near the beach and with a pool. Free parking as well. We stayed 3 nights and make sure that you take your car and drive around the coast a bit, it’s beautiful.

On the last day, we drove up all the way to Taoyuan airport to return the car.  It took about 7 hours (mostly on highways) but I preferred to do that instead of spending a night somewhere in the middle. I took an extra 2 days trip to Kaohsiung and it’s nice but I definitly preferred Taroko, Sun Moon Lake and Kenting. From Taoyuan airport, you can take the MRT into Taipei (about 40 minutes) and start your adventure there. Taipei is a great city with a lot to explore!

Summary: Driving in Taiwan is really easy. They don’t go that fast and drivers are generally friendly and patient. My highlight was Taroko as I love nature. I would have loved to stay longer there. Don’t forget to try all the good food they have, especially Taiwanese Hot Pot, Dumplings, Bubble Tea and Japanese Ramen soup. It was an essential part of my travel experience.

Enjoy your travels & be safe!

 

 

Travels in 2017

I’m a big fan of travel planning. Some friends even are of the opinion that I enjoy planning my trips much more than actually doing them BUT this is not the case I can say. Still, they do have a point because I am usually spending significantly more time on planning than on executing my trips. In fact, there is rarely a day I do not think of where to go, what to do there, how to even improve my itinerary, to go for an upgrade somewhere or even to updating my couchsurfing page a bit.

Yeah. Right. I’m definitly addicted and this is why I’ve already planned out my whole 2017 (aaaaand as the true addict, also 2018. Haha, just kidding. Would be ridicolous to plan such a long time ahead as I even don’t know if I am still alive in 2018…so yeah just kidding.)

So this is my itinerary for 2017 (90% fixed; you will find blog posts hopefully right after the trip on here. Good motivation!)

January – London, UK (second addiction right after travelling in general) with my Dad

February – Taipei, Taiwan (off to work until May) going solo

February – Seoul, Korea (work as well but including a great weekend there with a friend of mine – local people rock!)

March – Shanghai, China (work again and much more work even as I am still executing the visa.. will use couchsurfing.com for my weekend there)

March / April – Tokyo, Japan (let’s guess.. yes, work but a very nice colleague of mine plans to introduce me to cherry blossom season…)

April – Taiwan road trip (looks amazing on the pics) again with my Dad

May – SEA trip starting in Singapore (infinity pool here I come!!) going to Bangkok, Angkor Wat to Vietnam ending in Hanoi (vacation this time, solo again)

June – London, UK (as crazy solo traveller who bought a theatre fangirl ticket)

July – Landgraaf, the Netherlands (spending a few nights in one of the most bloomy hotels I’ve ever been to ) with dear friends

November until January 2018 – New Zealand tour (6 weeks of pure bliss to return to this country which is so much more than just middle earth – with me, myself & I).

 

Sounds like a plan? Still thinking to squeeze in some more adventures like a quick trip to Kota Kinabalu or Cebu when in Taiwan .. just cannot get enough. Never ever.

 

 

To the sea / 2016

Die letzten Tage im hohen Norden verflogen auch – wer hätte es gedacht – erst gar nicht und dann gefühlt in zwei Minuten. Zwischen Fischbrötchen, Weihnachtsmarkt, Wasser und viel Wind (gaaaaanz viel) hatten wir uns dann aber doch den Weg nach Rügen gebahnt. Zwischendurch mit dem Gefühl, als überquere man die Golden Gate Bridge, landet man nach der Überfahrt aus Stralsund auf der Insel, die zunächst eher wie Festland anmuten lässt. Nach einer dreiviertel Stunde jedoch hat man die Küste erreicht (insofern man dem Navi folgt) und zwischen viel Wald ist dann tatsächlich doch etwas Strand zu erkennen.

 

Eine Anekdote kann ich allerdings noch bieten und möchte ich auch nicht unerwähnt lassen. Ich nehme mich ja selbst nicht ganz ernst – oder versuche es zumindest – und ich versuche auch, mich nicht allzu wichtig zu nehmen. Daher konnte ich auch sowohl in als auch nach der Situation darüber lachen. Ich war gerade auf dem Weg ins Office, habe das Gebäude betreten, rüber zum Fahrstuhl. Da läuft ein älterer Mann um die 60 vor mir, der mir irgendwie bekannt vor kam. Allerdings war er in Anzug gekleidet und diejenigen, die vor Ort in Anzug unterwegs sind, kenne ich alle. Die Verwirrung stieg, als er vor mir in den Aufzug steigt und auf die 4 drückt. Zur Erklärung: Die 4. Etage ist unsere Verwaltung, Etagen 5 und 6 sind ein Call Center. Nachdem er gedrückt hat, dreht er sich zu mir um und fragt (sehr freundlich): „Sie müssen doch bestimmt ins Call Center?“ Ich verkneife mir das erste Lachen und verneine, erkläre, dass ich auch in den 4. Stock muss. Er, irritiert, nickt, zögert, setzt wieder an: „Dann sind Sie hier Praktikantin?“ Oh ja. Wie gesagt, ich nehme mich nicht allzu wichtig, daher erkläre ich freundlich, dass ich eine ganz normale Arbeitnehmerin bin, was er kaum glauben konnte. Stellte sich dann heraus, dass er gegenüber von meinem Office im Besprechungsraum Englischunterricht gibt, ich ihn schon öfter gesehen habe und er mich. Sehr freundlich der Mann, nur etwas ungesund nah an den Fettnäpfchen bewegend.

Tja, und jetzt bin ich wieder zu Hause und in zwei Tage ist Weihnachten. Gefühlt hatte ich zwei Jahre keine Weihnachten (denn bei 25 Grad ist es einfah nicht das selbe!) und daher freue ich mich noch mehr als sonst. Trotzdem muss ich sagen, dass urlauben über die Feiertage auch nicht das Schlechteste ist, denn alleine die Geschenke-Rennerei ist ja schon irgendwie nervig. Nunja, so hat alles seine Vor- und Nachteile.

By the way – ab Oktober 2016 werde ich dann für ein paar Monte von der asiatischen Arbeitskultur und Leben dort berichten. Doch vorher gibt es noch ein paar kleinere Urlaube und hoffentlich Berichte. Beginnend mit Türkeiurlaub über Silvester, London Ende Januar, Skifahren im März, evtl. Marrakesch über Ostern, Andalusien im Mai, MTB Wochentour Ende Mai, Island im August, Cannstatter Wasen und das ewige Rom im September / Anfang Oktober. Und dann natürlich – hoffentlich – noch ein paar Städte in fascinating Asia und wenn ich es schaffe, dann auch nochmal Paris weil je suis Paris.

In diesem Sinne

Schöne Weihnachten & einen guten Rutsch!

Hier geht es 2016 weiter.