Portugal – oder Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Portugal – oder Humor ist, wenn man trotzdem lacht

Am 7. von 10 Urlaubstagen kam endlich der Moment, in dem sich all die Kosten und Mühen gelohnt haben. Kurz davor hatte ich mich noch bei einer Freundin via Whats App darüber ausgelassen, dass der normalerweise immer da ist, dieser Moment, manchmal unerwartet und manchmal total vorhersehbar, aber dass er immer kommt und dass ich mir dadurch sicher sein kann, dass das so richtig war. Ich hatte schon nicht mehr damit gerechnet, hatte ich mich zunächst in Porto ein paar Tage aufgehalten und war dann über Sintra nach Cascais gereist. Es war überall voll, laut, anstrengend und teilweise viel zu heiß. Und dann stand ich gestern im Küstenort Cascais an der Strandpromenade, sah auf den Ministrand hinunter, das Meer funkeln und die Menschen so vergnügt – und plötzlich war er da, der Moment. Plötzlich war die Energie wieder zurück, diejenige Energie, die mir so gefehlt hatte die letzten Tage, die mich dazu gebracht hat, mich zurückzuziehen, mich nach Hause zu wünschen und das Gefühl zu haben, ich komme mit der ganzen Situation nicht klar.

 

Portugal or just don’t lose it

On vacation day number 7 of 10, finally there was this one moment when all money and energy spent on the trip paid off. Just a few hours ago I complained to a friend via Whats App that usually this moment always comes up sooner or later; sometimes expected and sometimes as a big surprise. But it always comes sooner or later so I can be sure that the trip was worth as the hassle. Actually I didn’t expect it anymore to come up after spending a few days in Porto, Sintra and Cascais. Every city was crowded, noisy, challenging and far too hot (holy guacamole, almost 30 degree in October?!) But when looking out on the sea in Cascais with a view on the miniature beach, the sparkling waves and the relaxed yet happy people – and there it was, that one moment. Suddenly all the travelling and adventure energy came back to myself, lacking it in the past few days yet needed it so much.

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View on the Moorish Casle from Pena Palace

Ich habe bisher einmal einen Urlaub abgebrochen, bin nach ein paar Tagen rund um die Welt nach Hause geflogen, weil es einfach nicht mehr ging. Das ist nun sieben Jahre her, aber auch damals war ich schon am Ende meiner Kräfte, als ich dort landete und ich habe es nicht geschafft. Nun hätte ich nicht um die ganze Erde fliegen müssen, nur knappe 2000 km, aber ich kann sagen, dass ich es nicht einfach nur durchgehalten habe, sondern das Beste daraus gemacht habe. Manchmal läuft es eben nicht so wie man es gerne hätte, gerade dann wenn man alleine unterwegs ist, aber Zeit ist zu wertvoll, als dass man es sich leisten kann, sie damit zu verbringen, sich zu ärgern. Insbesondere wenn man im Urlaub ist. Oder, meiner Meinung nach der bessere Ausdruck, „auf Reisen“.

Up until now, I had decided to terminate one vacation before it ended once. After a few days, I lost faith and basically everything else, booked a flight around the world to get home. This was seven years ago by now, but I was also lacking all the energy I needed for a different country (and in this case, continent). This time, travelling half the world to get home earlier would not have been the case (just about 2000 km) but I can fondly say that not only I hold the line but I made the very best out of it as well. Sometimes it’s just not how you had expected it, especially when you’re travelling solo. But time is far too precious to “look back in anger” (or to be angry in that case). In particular when vacationing – or, using the more appropriate word, travelling.

 

Das war vermutlich das originäre Problem. Ich hatte mir eine Reise gebucht, hatte wohl aber einen Urlaub dringend nötiger. Meine erste Station, Porto, hat sich dann auch nicht durch besonders nette Menschen hervorgetan. Weder im Hostel („I could advise you the best supermarkets with cheap food, but it doesn’t matter, you’re German, you’re rich anyway“) noch im Restaurant, wo man uns Wasser in Rechnung stellte, was wir nicht bekommen hatten und der Pitcher Sangria plötzlich 10 € statt 7 € kostete. „Error on the menu“. Aha. Nach Diskussion wurde das dann wieder von der Rechnung genommen und wir hatten 5 € gespart. Fazit über Porto: Es ist die perfekte Stadt, um sich ordentlich zu betrinken und das auch noch gepflegt und stilvoll, weil man am Fluss Douro ein Wine Cellar nach dem anderen findet und ein Tasting mit 3 Portweinen (min. 19%), was bei knapp 30 Grad schon ordentlich reinhaut, gerade mal mit 7,50 € zu Buche schlägt. Ich hatte mich kurzfristig mit einem Mädel zum Portwein-Tasting getroffen und kam zumindest teilweise in den Genuss. Die Cellars schließen leider schon um 6, ab halb 6 ist kein Tasting mehr zu bekommen. Im Nachhinein war es besser so (und man kann schon um 10 Uhr morgens anfangen, ohne den Hauch eines schlechten Gewissens). Ansonsten würde ich die Stadt für Alleinreisende nur bedingt empfehlen; für ein Wochenende Portwein-Tasting zu zweit oder in einer Gruppe (kann man auch auf einem Schiff buchen) komme ich aber gerne wieder.

But this might have been the real issue: I booked a journey whereas I had actually needed a pure vacation. The first city I stayed in, Porto, did not shine via very gentle people: Neither in the hostel („I could advise you the best supermarkets with cheap food, but it doesn’t matter, you’re German, you’re rich anyway“) nor in the restaurant where we had been billed water that we didn’t have and the price for a pitcher of sangria magically rose from 7 € to 10 € from when we ordered it to we paid for it (“error on the menu” they said. Haha.) All in all, Porto is the perfect city to get totally drunk in style because there are so many wine cellars and prices are usually really good. You can have 3 port wines (at least 19%) for 7,50 €, doing a lot to your body at about 30 degrees outside. I did that with a fellow traveller which was really great. Unfortunately, they close at 6 pm whereas you cannot get any more wine at around 5:30 pm. Probably for the better as you can already start at 10 am without feeling bad about it. In my opinion, Porto is a great destination for a group travel or at least 2, but not necessarily for solo travellers.

 

Was dann den Reisenden auf der Zugfahrt nach Lissabon und weiter nach Sintra begleitet, ist, dass Portugal nicht das reichste Land der EU ist. Viele Häuser sind alt, kaputt oder renovierungsbedürftig, auch in den besten Lagen der Stadt. Das ist die Faszination Reisen, die einen nicht nur andere Länder, sondern auch sein Heimatland anders sehen lässt. Weniger romantisch vielleicht, realistischer auf jeden Fall. Nach den 5 Stunden Anreise ins Bergdorf Sintra freue ich mich über das tolle Preis-Leistungs-Verhältnis meiner exzellenten Unterkunft und überlege schon, ob ich den ganzen Tag im Bett verbringen soll. Dann hätte ich aber den grandiosen Pena-Palace und Gardens verpasst, war wirklich schade gewesen wäre. Praktischer Tipp: Unbedingt mit dem ersten Bus morgens hoch fahren, ansonsten droht die Gefahr, in Touristen zu ersticken (nicht laufen – es ist zwar nicht so wahnsinnig steil wie sie sagen, aber es gibt keine gescheiten Laufwege, sodass man sich um die schmalen Straßen mit Bussen und Autos prügeln muss).

When taking the railway to Lisbon and onward to Sintra, it becomes quite clear that Portugal is not the richest country in Europe. Lots of buildings actually need renovations more or less urgently. I think this is the enlightening part of travelling – you not only get to know another country or city, but you see your home country differently. Maybe this is less romantic to say but much more realistic at least. After a 5 hour travel to Sintra, I enjoy the excellent price-performance-ratio of my hostel and seriously consider to stay in bed the whole next day. But as I wanted to see the great Pena Palace and its gardens, I got up and about there. If you ever get there, make sure to get the first bus in the morning that goes up to the castle (don’t walk – it’s steep but the main problem is, that there are no dedicated ways. You literally have to walk on the narrow street where busses and cars go, and that’s so not fun!)

Weiter mit dem Bus nach Cascais (hier auch bekannt unter „Kaschkaaaaisch“) stelle ich fest, dass das portugiesische Bussystem auch für den unbedarften Ausländer recht einfach zu verstehen ist. Zumindest wo man die Busfahrpläne findet und dass man die Tickets direkt beim Fahrer kaufen kann. Bus 403 schaukelt sich einen zurecht, vielleicht hätte ich nicht hinten sitzen sollen. Die Aussicht auf Cabo de Roca vom Bus aus gefällt so sehr, dass ich am nächsten Tag nochmal dorthin aufbreche, ohne meinen gefühlt 40 Kilo wiegenden Rucksack (kann man einen 20 Liter Trekking Rucksack mit Klamotten, Ultrabook und DSRL Kamera so vollstopfen, dass er so schwer ist?!). Auch hier verlasse ich mich einmal mehr auf den ersten Bus des Tages und werde nicht enttäuscht. Bis auf eine frühe chinesische Reisegruppe, die mit ihren Sandalen dem Asphalt so nah wie möglich bleibt, habe ich die staubigen steinigen Wege und Aussichten derer für mich alleine. Das Thermometer zeigt recht schnell Richtung 30 Grad, sodass ich nicht allzu lange verweile und mir lieber noch ein paar faule Stunden in Cascais gönne. Im Ort gibt es außer Restaurants und Touri-Shops mit Ronaldo-Handtüchern nicht allzu viel zu sehen.

Onward with the bus to Cascais (known under its local name „Kaschkaaaaisch“) I realize that the Portuguese bus system is quite easy to handle also for foreigners. At least you can find the bus schedules pretty easy and as you can buy tickets directly in the bus, it’s simple. Bus 403 is rumbling its way through the crazy narrow streets so come to realize it was not the best option to sit in the back. The view on Cabo de Roca is so beautiful that I decide to return the next day without carrying what feels like my 40 kg backpack (can you actually back a 20 liters backpack so full of clothes, laptop and camera that it becomes THAT heavy???) One more time, I rely on the first bus of the day and I don’t get disappointed. Except of a Chinese tourist group who apparently do not favour to leave the asphalt on the main attraction wearing sandals, I got the dusty sandy ways along the sure to myself. The temperature rises quickly aiming at 30 degrees, so I don’t stay too long to have a few more lazy hours in Cascais. The city itself does not have too much to offer except of shops for tourist with towels where they put Ronaldos’ (CR7) face on it and a ton of restaurants.

 

Schließlich folgt der Aufbruch nach Lissabon, welche schon von der Bahn aus zu beeindrucken weiß. Kurz (oder lange) im Starbucks den nächsten Tag geplant (jaaa internationale Kaffeeketten kann man in Frage stellen, aber free wifi und einen Ort, sich mal gemütlich mit dem Laptop niederzulassen bei >30 Grad ist halt einfach verlockend) geht es dann ab ins Hostel. Man kann hier definitiv nirgends vor 15 Uhr sein Zimmer bekommen, aber das ist echt ok, es entschleunigt und gibt Zeit, sich mit seinen Gedanken und Laptop irgendwo (in dem Falle Patio des Hostels) niederzulassen. Ich mag es sehr gerne, wenn eine Stadt am Wasser liegt und so schöne verwinkelte Gassen hat. Versehentlich bekomme ich in einer Nicht-Touri-Gegend ein Frühstück mit Pastel de Nata und einem Milchkaffee für 2,10 €. Die gute alte Touri Tram 28 führt einen dann doch in ganz nette Ecken. Es fühlt sich an, als würde ich hier nochmal herkommen.

Finally I am heading towards Lisbon which impressed already when arriving at Oriente station via train. I stopped at Starbucks to use their free wifi to plan my remaining time (fair enough to question international coffee chains but they always provide a kind of safe refuge for the usually avid, yet lost solo traveller) before getting into my hostel. You cannot get your room anywhere before 3 pm but that’s ok, you’re travelling so you have a bit of spare time to deal with your thoughts / laptop. I really like when a city is close to water, may it be a river, lake or sea and when the streets are narrow and made of cobblestones. Accidentally I got great breakfast (Pastel de Nata and a coffee) in a very non-touristy area for 2,10 €. In Germany, you don’t even get a sole coffee for that price. The great ancient tourism tram nr 28 is heading to really lovely corners I must say. It feels like I will return to this city.

Dachte ich. Bis ich Bettwanzen in meinem sonst recht gemütlichen Hostel-Einzelzimmer gefunden habe. Die Hostelmitarbeiter haben Fotos gemacht, den Sachverhalt mit dem Manager gecheckt und ich bekomme mein Geld für beide Nächte wieder. Leider kommt „pesticide control“ innerhalb der nächsten 2 Stunden, die wahrscheinlich bestätigen, dass es Bettwanzen sind, was zur Folge hat, dass ich aus dem Zimmer ausziehen muss. Die ganze Stadt ist quasi ausgebucht, nur noch echt teure Unterkünfte übrig; das Hostel schlägt mir welche mit einem schlechten Rating oder ziemlich außerhalb vor. Die temporäre Obdachlosigkeit erscheint weniger erschreckend, als ich mich spontan für ein Upgrade entscheide und das gefühlt 5 Meter breite Bett im Radisson Blu Hotel für Purzelbäume nutze. Dabei lasse ich die letzten 10 Tage mit durchgelegenen Matratzen, lauten Parties bis in die Nacht und Gemeinschaftsbäder mit Haaren und Schimmel Revue passieren. Ich vermisse es. Nicht. Standesgemäß lasse ich mich dann im Taxi zum Bahnhof fahren und trete die Rückreise an; nicht ohne vorher einen ausgiebigen Stopp in der Star Alliances Lounge mit Portwein und Pastel de Nata eingelegt zu haben. Ah, la vie est trop belle.
Daran kann auch die Flugstornierung des Rückflugs, eine zusätzliche Nacht hier und viele Stunden Warterei / Schlafen in Sesseln nichts ändern.

At least I thought that. Until I discovered bedbugs and the blood they leave on the blankets in my apart-from-that-really-nice single hostel room. The staff took photos, called their manager and I got a full refund (I planned to stay for 2 nights and discovered that stuff after 1). Unfortunately, “pesticide control” is meant to arrive within the next 2 hours who will probably confirm that those insects are indeed bedbugs. As a consequence, I have to leave the hostel as they will spray the room and the hostel is fully booked, so are their partner hostels. The staff look up on booking.com and either recommend places with a very basic rating or far away from the city centre. My worry of the temporary homelessness fades away as I spontaneous decide to spoil myself and opt for the giant bed (great somersaults included) a Radisson Blu hotel. Doing that I remember the past 10 days with saggy beds, noisy party locations and shared bathrooms full of stranger’s hairs and mould, sometimes ants. I miss it. NOT. Befitting my new 4 star hotel status, I take a taxi to the train station to travel back to winter-Germany (fair enough, rather autumn…) including an extended stop in the Star Alliances lounge to have port and pastel de nata for the last time. Life’s amazing.
Not even a cancelled flight, one more night in Portugal and lots of hours spent waiting / sleeping in armchairs at the airport can change that.

PS: „Xenia, soll ich es dir aufschreiben?“ Pärchen neben mir bei Starbucks, wohl eher Oberbesserwisser und Schülerin, ruft mir die Vorteile des Alleinreisens wie auf Kommando in Erinnerung. Er verrät ein paar vielleicht nicht so öffentliche Details der deutschen Polizeiarbeit – gehe niemals, auch im Ausland nicht, davon aus, dass dich keiner versteht. Wahnsinn, wie Xenia das durchhält. Säße er mir gegenüber, hätte er schon längst meinen kalten Kaffee Latte im Gesicht, der dann auf das dem blütenweißen Puma T-Shirt tropfen würde. Die wohnen sogar zusammen (vielleicht doch Vater und Tochter?!) Halleluja. Der muss ansonsten ja einen ganz genialen Charakter haben. Er heißt Thomas. Das war ja klar. Sogar ich verspüre Erleichterung, als die beiden aufbrechen und die Schulstunde endet.

PS: „Xenia, do I really need to write it down for you?“ A German couple in Starbucks, whereas they appear more like teacher and student, is showing off all the benefits of solo travelling once more (as if I had asked for it). He mentions a few details about how the German police works that might not be meant to be spread in public – NEVER assume nobody understands you when being abroad. You never know who is sitting next to you! Amazing how Xenia pulls through that lesson. If he had been talking to me, I would have spilled the rest of my cold coffee latte right away in this face from where it would have ruined the perfectly white Puma shirt. Holy …, turns out they even live together! (Maybe father and daughter after all?!) He must have a great character apart from that… his name is Thomas. Of COURSE. I feel tremendously relived when the left and the lesson ended.

Lisbon (131)

PSS: Deutsches Paar, Anfang 40 vielleicht. Er zu ihr „das nimmst du sofort zurück!“ (Leider habe ich nicht gehört, was sie zurücknehmen soll). Sie, schaut eingeschnappt, läuft 5 Meter voraus, „einen Scheiß nehme ich zurück!“ Beziehung im Urlaub sorgt sicherlich für 1000%ige Erholung. Herrlich.

PSS: German couple in their early 40s. He yelling at her “you take that back right now!” (unfortunately I didn’t hear what she should take back). She, looking pissed, walks away about 5 meters when yelling back “I take back a f*!” Must be great to be on vacation with your beloved partner.

Reisen – wieso eigentlich?

Ich habe mir schon oft die Frage gestellt, wieso ich eigentlich immer wieder wahnsinnig gerne Flüge an (meist) fremde Orte buche, versuche mit 3 Shirts und einem Paar Schuhe (diejenigen, die ich gerade trage) zwei Wochen lang auszukommen und dabei nichts Wesentliches zu reduzieren. Über die letzten Jahre bin ich ein großer Fan von wenig Gepäck geworden. Habe ich vor Jahren noch selbst für 2 Nächte einen 20-Kilo-Koffer gebraucht, reichte dann letztes Jahr ein Handgepäcktrolley für 2 Wochen großzügig aus und jetzt war ich eine Woche mit einem kleinen Daypack Rucksack und meiner Handtasche unterwegs. Und hatte natürlich immer noch viel zu viel dabei: Die Regenjacke habe ich hauptsächlich als Picknickunterlage zweckentfremdet und man braucht nun wirklich keine 3 Paar Socken für 6 Nächte (Klarstellung der Autorin: Ich wasche die Kleidung zwischendurch. Ich laufe nicht, ich wiederhole: NICHT(!) stinkend rum!)

Wird das Gepäck kleiner, steigt der Wohlfühlfaktor bei Reisen (insbesondere wenn man häufiger Hotels wechselt und ohne Auto unterwegs ist) überproportional an. Wer schleppt sich schon gerne zu Tode? Auch wenn Züge keine Nummern haben, denn die Kombination Ziel und Uhrzeit ist zur Identifizierung völlig ausreichen und auch wenn die Gleise – mit Glück – 15 Minuten vorher angezeigt werden, ist das eine recht angenehme Gelegenheit. Natürlich gönne ich mir den Luxus Super-Off-Peak zu reisen (dann wenn kein anderer fahren will, also meistens zwischen 12 und 14 Uhr, kostet dafür auch gerne mal bloß die Hälfte), aber nur weil etwas angenehm ist, heißt es noch lange nicht, dass man es gerne tut.

Also wieso reise ich so gerne?

Erstens: Ich habe festgestellt, ich bin einfach besser auf Reisen. Ich kümmere mich um meinen Kram (Tickets, Hotels, wie man wohin kommt, ganz grob was man wann machen könnte, rechtzeitiger Online-Checkin und vor allem wie ich es mir richtig gut gehen lassen kann) und kann Momente viel besser genießen. Wie oft hatte ich in Asien das Gefühl, dass einfach alles perfekt oder wunderschön oder unglaublich lebenswert ist? Ich habe aufgehört zu zählen. Gerade sitze ich im Zug, die so britische Landschaft rast (eher fliegt, so schnell sind die Züge in Britannien ja nicht) vorbei mit Hügeln, Feldern, die durch Hecken oder kleine Mäuerchen abgetrennt sind und hier und da mal ein Cottage, alles eingerahmt von einem intensiven, satten Grün, was vom Flieger aus regelrecht leuchten wird. Ich trage meine Sonnenbrille im Zug, verschwende Laptopakku um den Bildschirm heller zu stellen, weil dieser Anblick so wunderschön ist, dass er mir Tränen in die Augen treibt. Im Alltag fällt es mir ungemein schwerer, solche kleinen Momente zu schätzen und mich unendlich darüber zu freuen.

Zweitens: Die Freiheit. Wenn ich etwas über mich gelernt habe in 2017, dann dass mir meine Freiheit wahnsinnig wichtig ist. Ich hasse Regeln, ich finde sie überflüssig und langweilig. Ich weiß, dass ein zivilisiertes Zusammenleben ansonsten kaum möglich ist, trotzdem nerven mich Verpflichtungen, Termine oder Mikromanagement. Jeder, der mir genau vorschreibt, wie wann ich was wo zu tun habe, hat es sich schon mal direkt mit mir verscherzt. Auf meinen Reisen kann ich, da größtenteils alleine unterwegs, immer wieder selbst bestimmen, was ich wann wo und manchmal auch mit wem tun möchte. Für die paar Tage in London hatte ich mir eigentlich ein ungefähres Programm überlegt, bis auf ein Theaterticket war aber nichts fix gebucht. Und so habe ich fast nichts von dem Geplanten gemacht, weil ich statt Street Food Market im East End dann doch lieber nach Ladbroke Grove gefahren bin, durch Notting Hill spazierte und mir dann den Kensington Palace Garden angeschaut habe. Am nächsten Tag wollte ich dann lieber zwei Stunden im Hyde Park die Sonne genießen (ich habe noch selten so dichtes Gras gesehen!) anstatt durch Little Venice zu spazieren. Und diese spontanen Planänderungen liebe ich einfach.

Drittens: Die Menschen. Als Solotraveller ist das ein elementarer Teil der Reise. Natürlich fühlt man sich manchmal einsam, wenn abends an einem Sommerabend beispielsweise sämtliche Restaurants von Paaren oder Gruppen gekapert sind und der Kellner fragt „just yourself?“ „hell yeah!“ Lange hatte ich damit ein Problem, alleine essen zu gehen und habe es immer wieder geübt und mich überwinden müssen. Als ich in Brighton aber einen zuckersüßen Italiener (Restaurant, nicht Mensch) entdeckt habe, war es mir egal und um meinen Triumph noch mehr auszukosten, habe ich direkt den Roséwein probiert. Mir hätte nicht egaler sein können, dass er überhaupt nicht schmeckte. Das Kunststück ist, wie ich finde, eine Balance zu finden: Ich habe in der knappen Woche vier spannende Menschen und einen herzallerliebsten Hund kennen lernen dürfen (und ich mag eigentlich keine Hunde!). Einen Briten in London, der für die Regierung hinsichtlich Food Control tätig ist und mich netterweise darauf hingewiesen hat, dass ich von manchen asiatischen Restaurants in Soho doch eher Abstand nehmen sollte. Eine US-Amerikanerin, die mit einem Briten verheiratet und als Lehrerin arbeitet, hat mir spannende Einblicke in beide Kulturen sowie deren Schulsystemen gegeben. Und schließlich meine Airbnb Hosts in Brighton, Tony und Vaughn inklusive Hund Phoebe, deren Haus jedem britischen Klischee entsprach, mir abends ein Glas Rotwein auf der Terrasse mit Meerblick anboten und deren Gästezimmer eine Minibar mit Milch (für den Tee!!) enthielt.

Vielleicht fehlt mir einfach die gesunde Sichtweise auf Deutschland oder zumindest auf den Alltag, auf die Arbeit. Vielleicht werde ich diese Sichtweise nie bekommen und verstehen. Vielleicht ist es auch morgen soweit und ich reise gar nicht mehr.

Ich wüsste nicht, was ich dafür oder dagegen tue, aber ich weiß, dass ich einfach glücklicher bin auf Reisen. Dass ich ein besserer Mensch bin, offener, freundlicher, lebenslustiger, optimistischer. Bis sich das ändert, bleibt mir eigentlich gar nichts anderes übrig, als mehr von dem zu tun, was mich glücklich macht.

Terror

In meinem Kopf gibt es gar nicht so viel, wie ich eigentlich immer denke. Abgesehen von der Existenz einiger omnipräsenter Themen ist mein Gehirn scheinbar so trainiert, dass es für nichts anderes Platz lässt – dies dafür aber wieder und wieder bis in das kleinste Detail durchdenkt,  so lange bis es wirklich keinen Spaß mehr macht und nur ein bitterer Schatten zurückbliebt, dessen Dunkelheit sich bestenfalls mit Zeit am Strand oder Weißwein verscheuchen lässt. Typisches ENFP-Persönlichkeitsmerkmal, wie ich gelernt habe.

Auch wenn das gängigste Verständnis des Wortes „Terror“ doch anders zu definieren ist, insbesondere in der heutigen Zeit, existieren auf dieser Welt verschiedenste Arten, wobei ich mir nicht anmaße auch nur die Hälfte deren zu begreifen. Dies ist als Privileg zu empfinden und es steht dem Menschen nicht zu, über die verschiedenen Wahrnehmungen dessen als solches zu urteilen. Terror beginnt im Kopf und schlimmer als derjenige, welcher an einen bestimmten Ort gebunden ist, kann man psychisch nicht entfliehen, denn er ist dabei, in jeder Tasche die man packt und schleicht sich mit über jede Landesgrenze, die man passiert.

Luxusprobleme, argumentiert nun der Belesene, vertraut mit all den fürchterlichen Schlagzeilen und Opferzahlen in dieser Welt. Ja, stimme ich zu. Aber nichtdestotrotz eine Herausforderung, eine Schlacht, die zu schlagen ist und deren Verlust, ähnlich dem „alltäglichen“ ortsgebundenen Terror, das Ende bedeuten mag. Auch wenn die Bantwortung der Frage, was die Welt im Innersten zusammenhält, als unmöglich in die Geschichte der Menschheit eingeht, so ist doch festzustellen, dass die Welt zumindest nicht nur schlecht ist – ansonsten würde sie eben nicht mehr zusammengehalten und wir alle verloren und zwar auch physisch und nicht nur in unseren Köpfen.

So bleibt der Kampf gegen den Terror jedem selbst überlassen, jeder Einzelne gegen seine Gedanken, seine Hirnstruktur, gegen die Dinge, die ihm viel zu wichtig sind und auch zu unwichtig; für die Dinge, die den Unterschied machen. Und trotzdem bleibt auch die Frage nach dem Ende, nach der Lösung, welche Sieger und Verlierer impliziert, in allen drei Fällen offen.

Taiwan Travel Guide

If you travel to Taiwan at some day, maybe my itinerary and tips are able to help you.

In general: You’ll need adapter for electricity. Mosquitos are annoying but Taiwan is Malaria-free and there are just rare cases of Dengue. It turns „summer“ in April when lots of locals start to walk around in shorts. Still, bring a long sleeve if you stay indoors due to aircon. Meals at food courts of shopping malls and night markets is really cheap. Japenese food is excellent in Taiwan, Korean food is not on that level. Public transportation is really cheap and easily managable with knowledge of English only. Convenience stores can print for you, call taxis, most of the times they have free toilets and wifi, cash machines and café tables where you can sit down and enjoy a drink (this is why they are called convenience stores). Taiwanese people have early dinner, start at 5:30 or 6. Latest by 8, restaurants will be empty and oftentimes they have „last order“ times at around 8:15 or 8:30. Try the bubble tea as it’s so different from the one known in Germany and you can adjust sugar and ice. Taiwanese people are really friendly and caring. Most Taiwanese use umbrellas against the sun instead of sunscreen.

 

Itinerary for 10 days country trip:

We picked up the car at Taoyuan airport, making our way to north-east skipping Taipei. I didn’t drive in Taipei but after witnessing traffic and parking situation, I strongly recommend to avoid it if you can. First stop Lefu B&B in Yilan, takes about 2 hours drive from Taoyuan airport. Great B&B (big rooms, super clean), great host but bring cash. We stayed 1 night to prepare for the drive to Taroko National Park.

For the drive from there to Taroko, plan a day. The distance doesn’t look that far but the streets are narrow and twisty. But the drive is amazing as you drive along the coastline which has magnificent views. Stop as often as you can.

Next hotel: Silks Place Taroko. I know it’s really expensive but it’s one of the only hotels that is directly located in the Taroko NP and has a great rooftop pool and breakfast. Rooms are a bit old-fashioned but clean and big. Book a room with a view, it’s adorable. We stayed to 2 nights and Taroko NP was my personal highlight on that trip.

After Taroko, we took a narrow street to Sun Moon Lake in the heart of the country. Again plan enough time as there are so many great views and enjoy. Our hotel at Sun Moon Lake was Shui Sha Lian Hotel, and it was ok if you want to save money – but don’t expect anything great. There are plenty of hotels around, we stayed 2 nights. Sun Moon Lake was really pretty, lots of opportunities to hike, visit temples or pagodas.

Next stop was Alishan mountain. Taroko and Sun Moon Lake was not that touristy and crowded, but Alishan definitly is !!! Make sure that you do not visit at weekends as  locals told me that they would rather not go than on weekends! Unfortunately it was raining and I was ill at that time, so I didn’t like it. Hotels and restaurants in the park are expensive and I cannot recommend any hotels or restaurants. If you go, be prepared to spend lots of money! If I had known before, I would have skipped it. Again, we also spend 2 nights here.

Final stop on our tour was Kenting in the very south. It looks like it’s a long way down there but a huge part of it is highway or street through some towns so you can go faster than in the narrow mountain streets. If possible, be there on the weekends because then the town gets vibrant and lively with street food and cocktails – but without getting too crowded. We stayed a 10 minutes walk away from town in Howard Beach Resort near the beach and with a pool. Free parking as well. We stayed 3 nights and make sure that you take your car and drive around the coast a bit, it’s beautiful.

On the last day, we drove up all the way to Taoyuan airport to return the car.  It took about 7 hours (mostly on highways) but I preferred to do that instead of spending a night somewhere in the middle. I took an extra 2 days trip to Kaohsiung and it’s nice but I definitly preferred Taroko, Sun Moon Lake and Kenting. From Taoyuan airport, you can take the MRT into Taipei (about 40 minutes) and start your adventure there. Taipei is a great city with a lot to explore!

Summary: Driving in Taiwan is really easy. They don’t go that fast and drivers are generally friendly and patient. My highlight was Taroko as I love nature. I would have loved to stay longer there. Don’t forget to try all the good food they have, especially Taiwanese Hot Pot, Dumplings, Bubble Tea and Japanese Ramen soup. It was an essential part of my travel experience.

Enjoy your travels & be safe!

 

 

Top 11 (solo) travel hacks for Asia

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Travelling to Asia as a Westerner is very different to Europe or the US, especially if you’re a solo traveller here. Nevertheless, there are a few hacks that make travelling so much more convenient.

#1 Hakuna Matata – don’t worry. If you don’t understand anything or if you get lost – all will go well, just smile at people and they will mostly try to help you, especially in Taiwan and Japan. Your travel time is too limited than to spend it worrying about the next hours or the next day. Trust the universe.

#2 Carry business cards of your accommodation or places you want to return to with you. The taxi drivers are mostly unlikely to speak any English and they probably won’t understand something like „train station“ or „city centre“. Just show them the business card and you will be fine.

#3 Consider to buy a local SIM card. Having said this, I don’t mean you should always buy one. In the larger cities, wifi is greatly established, far better than in Europe. You have free wifi in shopping malls, metro stations, restaurants or sometimes even free city wifi. So carefully consider it.

#4 Download offline maps beforehand. It makes your life much easier (referring to Chinese street names here as well) and doesn’t require data, especially if you are not planning to buy a local SIM card. Via GPS you can track were you are and in which direction to walk, no matter the Chinese signs all around you.

#5 Learn a few words in the countries‘ language, at least something like hello, thank you and I am sorry. Even if you are far away from having a conversation in this language, locals will greatly appreciate that you know a few words as a matter of respect. Don’t expect the entire world to speak English.

#6 HALT – rule: This is especially true for longer travels or if you travel to tons of unfamiliar places in a brief time. I am writing this after almost 6 weeks in the 4th country and I feel my sense of adventure shrinked in the past few days. If this happens, check the HALT factors: Are you Hungry, Angry, Lonely or Tired? Each of those influence your mood and your attitude very much so make sure to avoid those in order to be in the right sentiment.

#7 Travel in your own pace. Don’t go for highlight-hunting or bucket-list-checking. Do what you want and do what you feel to do like, there is no point in forcing yourself to do anything. Take your time, it’s your travel and you don’t have to justify anything to Facebook status updates or Instagram pictures.

#8 Watch the locals. For example, if you go to a bakery and want to buy some yummy food, look on how the locals go shopping. Where do they wait for the cashier, do they pay with cash or credit card, do they line up or just wait around randomly (which rarely happens in south Asia I assume). Take your time, you will feel more comfortable this way and locals greatly appreciate if you adapt to their rules (matter of respect again).

#9 Do something familiar from time to time – even if it feels a bit strange to do what you always do in a new place (this especially relates to long-term travel). I love to listen to my Spotify playlists when I am in crowded, noisy places like metros at rush hour times. I need less energy and can restore my spirit of adventure.

#10 Develop your own habits in a foreign environment. All that is new costs some energy and humans can save some energy by establishing habits and repeat actions. So, if there is a shop you like, a café or a way you go everyday – this helps a lot to be able to settle in the new location much more comfortably.

#11 Meet some locals or other travellers. Especially when you’re on a solo adventure, use the great online world that we’re provided with and take the chance to talk to very different people than yourself. Couchsurfing is a great tool for that (you can use it just for meet-ups as well) and there are tons of Facebook groups (for women – check out Girls Love Travel group). Oftentimes, the people you meet know the challenges you’re facing and you instantly will have a topic to talk about. It’s a valuable experience to meet with actual strangers but to connect right away because you’re similar regarding travelling and open-mindedness (safety is prio 1 but as long as you meet in public spaces and don’t get intoxicated, you will be fine).

 

 

 

 

Eine Reise nach Asien als “Westerner” (Sammelbegriff für die Weltbevölkerung minus Asiaten) unterscheidet sich stark von Zielen in Europa oder den USA, insbesondere wenn man alleine unterwegs ist. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die einem das Leben bzw. die Reise erleichtern.

#1 Hakuna Matata – mach dir keine Sorgen. Wenn du nichts verstehst oder verloren gehst – alles wird sich irgendwie finden. Bleibe freundlich, lächle und die Menschen (Locals) um dich herum werden versuchen dir zu helfen, insbesondere in Taiwan und Japan. Deine Reisezeit ist zu kurz, um sie damit zu verbringen, sich um die nächsten Stunden oder die nächsten Tage zu sorgen. Vertraue dem Universum.

#2 Nimm Visitenkarten deiner Unterkunft mit – oder von Geschäften, Restaurants etc., die du nochmal besuchen willst. Taxifahrer sprechen nicht oft Englisch und die Chance, dass sie dich verstehen ist damit sehr gering, selbst bei Orten wie City Center oder Bahnhof. Zeige ihnen also einfach die Visitenkarte und sie wissen, was du willst.

#3 Prüfe, ob eine lokale SIM Karte Sinn macht. Damit meine ich nicht, dass man immer eine lokale Karte kaufen sollte. Gerade in den größeren Städten gibt es überall kostenloses Wifi – die Infrastruktur ist deutlich besser ausgebaut als in Deutschland bzw. Europa: Kostenlos online gehen in Einkaufszentren, Convenience Shops, Metrostationen, Restaurants oder sogar City Wifi ist in der Regel kein Problem.

#4 Lade Offline-Karten auf dein Handy. Das macht das Leben so viel einfacher (insbesondere wenn die Straßennamen aus chinesischen Schriftzeichen bestehen) und braucht noch nicht mal mobiles Internet. Via GPS kann man einfach nachverfolgen, wo man ist und in welche Richtung man laufen sollte.

#5 Lerne ein paar Wörter in der lokalen Sprache, zumindest „hallo“, „danke“ und „Entschuldigung“. Auch wenn man längst kein Gespräch in der lokalen Sprache führen kann, werden es locals sehr schätzen und als Zeichen des Respekts auffassen, wenn man zumindest ein paar Begriffe kennt. Man darf einfach nicht erwarten, dass die ganze Welt Englisch spricht.

#6 HALT – Regel: Das bezieht sich insbesondere auf längere Reisen oder wenn man in kurzer Zeit viele neue Länder sieht. Ich schreibe dies nach 6 Wochen im 4. Land und ich spüre, wie mein Abenteuersinn in den letzten paar Tagen etwas geschrumpft ist. Wenn das passiert, checke die HALT Faktoren: Bist du Hungrig, Wütend (Angry), Einsam (Lonely) oder Müde (Tired)? Jedes dieser vier beeinflusst die Stimmung bzw. die Laune sehr stark – also am besten erst korrigieren um wieder komplett fit für das nächste Abenteuer zu sein.

#7 Reise in deiner eigenen Geschwindigkeit. Keine Highlight-Jagd oder Bucket-list-Abhaken ist es wert. Tu was du möchtest und was sich richtig anfühlt, es macht keinen Sinn sich zu etwas zu zwingen: Manchmal ist weniger mehr, auch wenn es schwierig einzusehen ist. Nimm dir Zeit, es ist deine Reise und du musst nichts gegenüber niemandem rechtfertigen – schon gar nicht deinen Facebook Status oder das neuste Instagram Bild.

#8 Beobachte Locals. Beispielsweise wenn du in einer Bäckerei einkaufen gehen willst, schaue wie die Locals das tun. Wo und wie bezahlen sie, mit Bargeld oder Kreditkarte, stellen sie sich an oder warten sie zufällig (was wohl kaum in Asien passiert). Nimm dir die Zeit dafür, das macht es deutlich einfacher und die Locals finden es toll, wenn man sich ihren Regeln anpasst (zeigt wiederum Respekt).

#9 Erlebe ab und zu etwas Vertrautes – auch wenn das ein wenig seltsam anmutet weil du ja in einer neuen Umgebung bist (aber gerade wichtig, wenn man länger unterwegs ist). Ich liebe es, meine Spotify Playlists einzuschalten, insbesondere in lauten, vollen Locations wie Metros zum Feierabendbetrieb. Ich brauche dann einfacher weniger Kraft und kann schneller mit dem nächsten Abenteuer starten.

#10 Entwickele deine eigenen Rituale in einer fremden Umgebung. Alle neuen Dinge oder Umgebungen, Mahlzeiten etc. kosten Kraft und Menschen können Energie sparen, wenn sie Gewohnheiten etablieren und Handlungen wiederholen. Beispielsweise immer im gleichen Shop einkaufen zu gehen, ein bestimmtes Café zu besuchen oder einen bestimmten Weg jeden Tag zu gehen – das hilft, sich viel schneller an einen Ort zu gewöhnen.

#11 Treffe dich mit Locals oder anderen Reisenden. Insbesondere wenn du alleine unterwegs bist, ist die Online-Welt nie weit weg und perfekt dafür, mit sehr unterschiedlichen Menschen Kontakt aufzunehmen. Couchsurfing ist ideal dafür (kann auch für pure Meet-Ups genutzt werden) und es gibt unzählige Facebook Gruppen (für Frauen: Checkt die Girls Love Travel™ Gruppe). Oft kennen die Menschen, die man über diese Plattformen trifft die Herausforderungen, vor denen man steht und schon hat man ein Thema, über das man reden kann. Es ist eine tolle Erfahrung, sich mit völlig fremden Personen zu treffen, aber direkt auf eine Art verbunden zu sein, weil man sich eben doch ähnlich ist, was Reisen und die Offenheit gegenüber anderen Menschen betrifft (Sicherheit ist natürlich Prio 1 aber solange man sich im öffentlichen Raum trifft und keinen Alkohol konsumiert sollte es keinerlei Probleme geben).

 

 

 

 

Top 10 Asia pics

Again a selection of great pictures from all around Asia. Enjoy!

Top 10 camera (8)

#1: Taipei 101 in the rising twilight.

 

Top 10 camera (10)

#2: Temple in Kaohsiung, South of Taiwan from an unsual perspective.

 

Top 10 camera (1)

#3: Sunset near Seoul Tower in South Korea with trees covering Seoul.

 

Top 10 camera (6)

#4: Yu Garden in Shanghai with white, blue and dark grey mix in the sun.

 

Top 10 camera (3)

#5: Sun Moon Lake in Taiwan, bright and vibrant color combination.

 

Top 10 camera (9)

#6: Taipei Botanical Garden as a quick escape from the city. I really like the colorful reflection on the lake.

 

Top 10 camera (4)

#7: Way to Taroko National Park, North-East of Taiwan. Finally sunshine and the sea so close, just pretty.

 

Top 10 camera (2)

#8: Sun Moon Lake with Pagoda – with the reed in the front and mountain layers in the background.

 

Top 10 camera (7)

#9: Yu Garden in Shanghai – love the light here on the tiny flowers (you might have noticed that I like flowers).

 

Top 10 camera (5)

#10: Pagoda in Taroko National Park. I really enjoyed the mountain layers and the light in this very moment.

Sun Moon Lake

Sun Moon Lake (2)

The Sun Moon Lake, not far away from Taipei, seems to be a popular tourist destination for Taiwanese as well as for foreigners. Still, this does not prevent the shops and restaurants to close at about 8:30 pm so you are definitly better off getting up early and therefore terminating your evening adequately. Walking on the lake’s shore and finding a nice place to take a nap is really convenient as well as visiting the pagoda that you can watch from the shore. Thankfully, there is a Starbucks (all hail the US chains!) as well as 7 / 11 (… again) – therefore one must be back in civilization.

Der Sun Moon Lake ist nicht weit weg von Taipei und scheint ein beliebtes Touristenziel für Taiwanesen wie für Ausländer zu sein. Trotz dieser Popularität schließen Shops und Restaurants aber spätestens um halb 9, deswegen in man äußerst gut damit beraten, die Tage früh zu beginnen und entsprechend früh enden zu lassen. Am Seeufer spazieren gehen und dabei ein nettes Plätzchen für die Mittagsruhe finden ist sehr angenehm, genau wie die Pagoda zu besuchen, die hoch über dem See thront. Dankenswerterweise gibt es sogar einen Starbucks (Danke an die US Ketten!) und einen 7/11  (…nochmal Danke!) – das muss einfach bedeuten, dass der geneigte Reisende wieder zurück in der Zivilisation ist.

 

A few hours in Tokyo

I was fortunate enough to spend a few hours in this vibrant city. Okay, actually more than few hours but I had to spend most of my time with either working or sleeping. After 6 weeks on travels in Asia, I tend to need more rest than before. So all in all, I just had a few hours to explore and to try Japanese food. Therefore I only uploaded a few impressions that I had. Their food is amazing and they are amongst the friendliest people I ever met. From the first minute in their country, I felt welcomed and helped. I never had such friendly immigration, guys who help with the luggage, bus drivers, hotel clerks, waiters… totally unexpected but well-needed after all my tour. Oh yes, I will return to this amazing country in due time. Meanwhile, I am just happy about the few things I saw.

Ich hatte das Glück, ein paar Stunden in dieser lebhaften Stadt verbringen zu können. Gut, eigentlich waren es mehr als ein paar Stunden, aber ich habe leider die meiste Zeit damit verbracht, zu arbeiten oder Schlaf aufzuholen. Nachdem ich fast 6 Wochen unterwegs bin, scheint mein Körper mehr Schlaf einzufordern als sonst. Deswegen hatte ich leider nur ein paar Stunden, mich umzuschauen und das großartige Essen zu genießen – aus diesem Grund gibt es hier ein paar meiner Impressionen und längst nicht so ausführlich wie sonst immer. Das Essen ist wahnsinnig toll und die Japaner gehören zu den freundlichsten Menschen, die ich jemals getroffen habe. Ab betreten dieses Landes habe ich mich willkommen gefühlt, habe noch nie so freundliche Leute bei der Immigration gehabt oder diejenige, die mir mit dem Gepäck helfen, der Busfahrer, Hotelangestellte, Kellner… das war ehrlich unerwartet aber hat mir sehr geholfen nach der bisher recht anstrengenden Asientour. Und oh ja, ich werde dieses Land wieder bereisen. In der Zwischenzeit freue ich mich einfach über die wenigen Eindrücke, die ich gewinnen durfte.

 

Shanghai: Welcome to China!

10 days in Shanghai are not enough. Especially when you spend the majority with business / customer meetings including evening activities. So after being in China for 6 days, I have not seen anything apart from the hotel (at least I made it to the pool and fitness area there), cabs, customer offices and fancy restaurants. Always trying to catch enough sleep (in which I miserably failed) I didn’t have any time to relax or go sightseeing a bit. Luckily, I was able to stay over one weekend with all my colleagues already left. I was free as a bird and ventured out to do some sightseeing. And I guess for Shanghai, pictures speak louder than words. I made it to “the bund” – most famous viewpoint for the popular Shanghai outlook. I spend the sunset there until it got too cold and I made my way home.

10 Tage in Shanghai sind bei weitem nicht genug. Insbesondere wenn man größtenteils mit Meetings oder Kundenbesuchen beschäftigt ist. Nachdem ich also schon 6 Tage in China weilte, hatte ich außer dem Hotel (immerhin inklusive Fitnessraum und Pool), Taxen, Kundenbüros und chicen Restaurants nichts gesehen. Permanent damit beschäftigt, genug Schlaf zu bekommen (wobei ich total versagt habe), hatte ich leider überhaupt gar keine Zeit mich auszuruhen oder Sightseeing zu machen. Glücklicherweise habe ich zumindest ein Wochenende vor Ort verbringen können, als all meine Kollegen schon abgereist waren. Ich war vogelfrei und konnte mich daher auf den Weg machen, endlich etwas zu sehen. Und ich denke, im Fall von Shanghai sagen Bilder mehr als Worte. Ich habe mich also zum „the bund“ aufgemacht, dem bekanntesten Aussichtspunkt auf die beliebte Skyline von Shanghai. Ich habe mir den Sonnenuntergang dort angesehen bis es zu kalt wurde.

The bund (1)

The bund (2)

As I love nature, flowers and calm areas (which you are unlikely to find in Shanghai, but it’s worth a try), I made my way to Yu Gardens – the perfect nature getaway. Spending hours just taking photos and walking around, it was a nearly perfect day with just a bit too many tourist (but as I am a tourist, I can hardly complain).

Da ich die Natur liebe, insbesondere Blumen und ruhige Ecken (die man in Shanghai eher nicht findet, aber man kann es ja mal versuchen), habe ich in den Yu Garden besucht – die perfekte Flucht in die Natur. Stundenlang habe ich Fotos gemacht und bin rumgelaufen, es war ein fast perfekter Tag mit ein paar zu vielen Touris (aber da ich ja auch einer bin, vermag ich mich darüber wohl eher nicht beschweren).

 

It’s quite easy to get around via public transport, the metro is easy to deal with and as I learned in Taiwan and Korea that the right exit makes a difference, this was not too new for me.

Es ist ziemlich einfach, sich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fortzubewegen, die Metro ist auch auf Englisch lesbar und weil ich ja schon in Taiwan und Korea lernen durfte, dass e seine Rolle spielt, durch welchen Exit man die Station verlässt, war das hier nichts Neues.

As this kind of belongs to China, I also visited a temple. Was quite impressive but PLEASE if you ever visit some temples, churches etc. that do not belong to your own belief, please be respectful! I hate to see people walking around taking selfies all the time in these temples, but this seem to be part of today’s Instagram and facebook culture. But – there is really no need at all to have your companion taking a picture of you when you pretend to pray!! I’m not sure why this had annoyed me so much but what is the point in that? Everyone will know that this is fake so why do you do this?

Weil das ja auch irgendwie dazugehört, habe ich auch einen Tempel besucht. Das war schon beeindruckend aber BITTE, wenn du jemals solche Tempel oder Kirchen besuchst, die nicht Teil deines Glaubens sind, habe ein wenig Respekt! Ich finde es ja schon doof, wenn Touris die ganze Zeit Selfies in den Tempeln machen müssen, aber ich schätze in der heutigen Facebook und Instagram Welt ist das einfach nicht mehr wegzudenken. Aber – es gibt nun wirklich gar keinen Grund, dass die Begleitung dann Bilder von einem macht, während man so tut, als betet man. Wirklich gar keinen! Jeder weiß doch, dass das Fake ist, also muss das echt sein?!

Conclusion: Shanghai in general is a very noisy place and Chinese do rarely speak any English. It was impossible for me to take a taxi due to my leak of knowledge of Chinese language. Thankfully this is common sense there so my Chinese colleagues booked all pick-ups for me when I was going on my own. Usually the driver was waiting with a name sign at the airport or in the hotel lobby but apart from that, no communication was possible. I have only seen a tiny bit of China but they are certainly not among the friendliest people I’ve ever met. So my wish to return to this city someday is not as big as for other places – and I think it’s more than fair to say that – but I am thankful for the experiences because Shanghai after all is really impressive.

Zusammenfassend würde ich sagen, Shanghai ist ein sehr lauter Ort und Chinesen sprechen kaum Englisch. Es war unmöglich für mich, ein Taxi zu nehmen weil ich kein Chinesisch spreche. Zum Glück ist das bekannt, sodass die chinesischen Kollegen alle Fahrten gebucht haben, wenn ich alleine unterwegs war. Meist hat der Fahrer mit einem Namensschild in der Hotellobby oder am Flughafen gewartet, aber ansonsten war absolut keine Kommunikation möglich. Ich habe nur einen Mini-Eindruck von China gewinnen können, aber hier leben sicherlich nicht die freundlichsten Menschen, die ich jemals erlebt habe. Also ist mein Wunsch, hierher zurückzukommen – und ich denke, man darf, soll und muss das ehrlich sagen – nicht besonders groß. Dennoch bin ich dankbar für die Erfahrungen weil Shanghai schon wirklich beeindruckend anmutet.

Kaohsiung or a glimpse of summer

Heading to the south of Taiwan for work, I made sincerely use of a full Saturday to explore the city of Kaohsiung. Being the second largest in Taiwan and one of the 2 that actually have a metro system on the island, it seemed as the perfect weekend getaway due to the summer forecast. By that time, Taipei was a bit modest with 16 degrees which feels cold at the high humidity and constantly pouring rain. So Kaoshiung seemed even more exciting!

Weil ich für die Firma in den Süden reisen konnte, habe ich das direkt ausgenutzt und einen ganzen Samstag zum Sightseeing in Kaohsiung genutzt. Da dies die zweitgrößte Stadt in Taiwan ist und zu den beiden Städten auf der Insel gehört, die überhaupt eine Ubahn haben, schien dies eine perfekte Wahl zu seinen, einen freien Tag zu verbringen. Zu dieser Zeit war Taipei etwas schwierig, gerade mal um die 16 Grad was sich bei der hohen Luftfeuchtigkeit kalt anfühlt und konstant Regen. Also war das eine noch bessere Gelegenheit als ohnehin schon!

As I only had a day, I did not take the bus to the very southern beaches but instead stayed close to the city. After all, our company booked a really fancy hotel for us – 5 stars, huge bathtub even for my height and my room was located on the 40th floor. Needless to say that I totally freaked out having this amazing view. However, it was one of the rare tours that I was not on solo travels which I enjoyed a lot: It’s really convenient sometimes not to take all the responsibility and just be able to relax.

Weil ich nur einen Tag dort hatte, bin ich nicht noch weiter in den Süden zu den schönen Stränden gefahren sondern blieb in der Gegend. Unerwarteterweise hat die Firma ein sehr nettes Hotel für uns gebucht – 5 Sterne, eine riesige Badewanne sogar für meine Größe und mein Zimmer war mal eben auf dem 40. Stock. Da brauche ich gar nicht extra erwähnen, dass die Aussicht ein Traum war! Wie auch immer, es war eine der seltenen Gelegenheiten bei denen ich mal nicht alleine unterwegs war, was ich sehr genossen habe: Es ist wirklich angenehm, nicht permanent die volle Verantwortung für alles zu haben und einfach mal abzuschalten.

We made our way to the Lotus Pond, located just a short metro ride out of the city. With 28 degrees, it felt like a perfect vacay getaway, even for just a day. This included funny new experiences like being almost eaten up by a tiger and a dragon or some Asian girls making use of us as photo attractions – we might be on some strangers facebook pages now. I quite liked the area and I would definitely go again so I am quite excited to spend some of my upcoming vacation in the southern part of Taiwan.

Wir sind also zum Lotus Pond gefahren, der nur eine kurze Metrofahrt außerhalb der Stadt liegt. Mit 28 Grad war es ein perfekter Urlaubstag, trotz der knappen Zeit. Es beinhaltete allerdings witzige neue Erfahrungen wie fast von einem Tiger und einem Drachen gefressen zu werden und lustige Asiatinnen, die uns kurzerhand als Fotomodells missbraucht haben – wahrscheinlich sind wir jetzt auf der Facebookseite von ein paar fremden Mädels zu sehen. Ich fand die Gegend echt schön und würde definitiv nochmal hinreisen, wenn sich die Gelegenheit bietet – umso mehr freue ich mich, dass ich einen Teil meines Urlaubs der nächsten 2 Wochen im Süden der Insel verbringen werde.