Reisen – wieso eigentlich?

Ich habe mir schon oft die Frage gestellt, wieso ich eigentlich immer wieder wahnsinnig gerne Flüge an (meist) fremde Orte buche, versuche mit 3 Shirts und einem Paar Schuhe (diejenigen, die ich gerade trage) zwei Wochen lang auszukommen und dabei nichts Wesentliches zu reduzieren. Über die letzten Jahre bin ich ein großer Fan von wenig Gepäck geworden. Habe ich vor Jahren noch selbst für 2 Nächte einen 20-Kilo-Koffer gebraucht, reichte dann letztes Jahr ein Handgepäcktrolley für 2 Wochen großzügig aus und jetzt war ich eine Woche mit einem kleinen Daypack Rucksack und meiner Handtasche unterwegs. Und hatte natürlich immer noch viel zu viel dabei: Die Regenjacke habe ich hauptsächlich als Picknickunterlage zweckentfremdet und man braucht nun wirklich keine 3 Paar Socken für 6 Nächte (Klarstellung der Autorin: Ich wasche die Kleidung zwischendurch. Ich laufe nicht, ich wiederhole: NICHT(!) stinkend rum!)

Wird das Gepäck kleiner, steigt der Wohlfühlfaktor bei Reisen (insbesondere wenn man häufiger Hotels wechselt und ohne Auto unterwegs ist) überproportional an. Wer schleppt sich schon gerne zu Tode? Auch wenn Züge keine Nummern haben, denn die Kombination Ziel und Uhrzeit ist zur Identifizierung völlig ausreichen und auch wenn die Gleise – mit Glück – 15 Minuten vorher angezeigt werden, ist das eine recht angenehme Gelegenheit. Natürlich gönne ich mir den Luxus Super-Off-Peak zu reisen (dann wenn kein anderer fahren will, also meistens zwischen 12 und 14 Uhr, kostet dafür auch gerne mal bloß die Hälfte), aber nur weil etwas angenehm ist, heißt es noch lange nicht, dass man es gerne tut.

Also wieso reise ich so gerne?

Erstens: Ich habe festgestellt, ich bin einfach besser auf Reisen. Ich kümmere mich um meinen Kram (Tickets, Hotels, wie man wohin kommt, ganz grob was man wann machen könnte, rechtzeitiger Online-Checkin und vor allem wie ich es mir richtig gut gehen lassen kann) und kann Momente viel besser genießen. Wie oft hatte ich in Asien das Gefühl, dass einfach alles perfekt oder wunderschön oder unglaublich lebenswert ist? Ich habe aufgehört zu zählen. Gerade sitze ich im Zug, die so britische Landschaft rast (eher fliegt, so schnell sind die Züge in Britannien ja nicht) vorbei mit Hügeln, Feldern, die durch Hecken oder kleine Mäuerchen abgetrennt sind und hier und da mal ein Cottage, alles eingerahmt von einem intensiven, satten Grün, was vom Flieger aus regelrecht leuchten wird. Ich trage meine Sonnenbrille im Zug, verschwende Laptopakku um den Bildschirm heller zu stellen, weil dieser Anblick so wunderschön ist, dass er mir Tränen in die Augen treibt. Im Alltag fällt es mir ungemein schwerer, solche kleinen Momente zu schätzen und mich unendlich darüber zu freuen.

Zweitens: Die Freiheit. Wenn ich etwas über mich gelernt habe in 2017, dann dass mir meine Freiheit wahnsinnig wichtig ist. Ich hasse Regeln, ich finde sie überflüssig und langweilig. Ich weiß, dass ein zivilisiertes Zusammenleben ansonsten kaum möglich ist, trotzdem nerven mich Verpflichtungen, Termine oder Mikromanagement. Jeder, der mir genau vorschreibt, wie wann ich was wo zu tun habe, hat es sich schon mal direkt mit mir verscherzt. Auf meinen Reisen kann ich, da größtenteils alleine unterwegs, immer wieder selbst bestimmen, was ich wann wo und manchmal auch mit wem tun möchte. Für die paar Tage in London hatte ich mir eigentlich ein ungefähres Programm überlegt, bis auf ein Theaterticket war aber nichts fix gebucht. Und so habe ich fast nichts von dem Geplanten gemacht, weil ich statt Street Food Market im East End dann doch lieber nach Ladbroke Grove gefahren bin, durch Notting Hill spazierte und mir dann den Kensington Palace Garden angeschaut habe. Am nächsten Tag wollte ich dann lieber zwei Stunden im Hyde Park die Sonne genießen (ich habe noch selten so dichtes Gras gesehen!) anstatt durch Little Venice zu spazieren. Und diese spontanen Planänderungen liebe ich einfach.

Drittens: Die Menschen. Als Solotraveller ist das ein elementarer Teil der Reise. Natürlich fühlt man sich manchmal einsam, wenn abends an einem Sommerabend beispielsweise sämtliche Restaurants von Paaren oder Gruppen gekapert sind und der Kellner fragt „just yourself?“ „hell yeah!“ Lange hatte ich damit ein Problem, alleine essen zu gehen und habe es immer wieder geübt und mich überwinden müssen. Als ich in Brighton aber einen zuckersüßen Italiener (Restaurant, nicht Mensch) entdeckt habe, war es mir egal und um meinen Triumph noch mehr auszukosten, habe ich direkt den Roséwein probiert. Mir hätte nicht egaler sein können, dass er überhaupt nicht schmeckte. Das Kunststück ist, wie ich finde, eine Balance zu finden: Ich habe in der knappen Woche vier spannende Menschen und einen herzallerliebsten Hund kennen lernen dürfen (und ich mag eigentlich keine Hunde!). Einen Briten in London, der für die Regierung hinsichtlich Food Control tätig ist und mich netterweise darauf hingewiesen hat, dass ich von manchen asiatischen Restaurants in Soho doch eher Abstand nehmen sollte. Eine US-Amerikanerin, die mit einem Briten verheiratet und als Lehrerin arbeitet, hat mir spannende Einblicke in beide Kulturen sowie deren Schulsystemen gegeben. Und schließlich meine Airbnb Hosts in Brighton, Tony und Vaughn inklusive Hund Phoebe, deren Haus jedem britischen Klischee entsprach, mir abends ein Glas Rotwein auf der Terrasse mit Meerblick anboten und deren Gästezimmer eine Minibar mit Milch (für den Tee!!) enthielt.

Vielleicht fehlt mir einfach die gesunde Sichtweise auf Deutschland oder zumindest auf den Alltag, auf die Arbeit. Vielleicht werde ich diese Sichtweise nie bekommen und verstehen. Vielleicht ist es auch morgen soweit und ich reise gar nicht mehr.

Ich wüsste nicht, was ich dafür oder dagegen tue, aber ich weiß, dass ich einfach glücklicher bin auf Reisen. Dass ich ein besserer Mensch bin, offener, freundlicher, lebenslustiger, optimistischer. Bis sich das ändert, bleibt mir eigentlich gar nichts anderes übrig, als mehr von dem zu tun, was mich glücklich macht.

Und was, wenn nicht?

…wenn das Ende nicht gut ist? Wenn es dann aber leider zu spät oder vorbei ist und man nichts mehr daran ändern kann? Redet man sich dann solange die Konstruktion des „Happy Ends“ ein, bis man selbst seine Lügen glaubt? Und wer entscheidet eigentlich, wer dieses schöne Ende bekommt und wer nicht? Natürlich, alles ist abhängig von der eigenen Sichtweise. Aber mir kann niemand erzählen, dass bei einem Terroranschlag auf der London Bridge zu sterben, ein Happy End ist.

Schon oft habe ich mir die Frage gestellt, wie die Menschheit auch nur das minimale Recht auf Freude, Glück oder sonstige positive Gefühle empfinden kann, bei all dem Elend, was schon geschehen ist und tagtäglich geschieht. Wieso dürfen die einen das Leben so sehr genießen, während der Rest leidet oder einfach zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein das „Unhappy End“ bedeutet? Ich würde gerne an einen Sinn glauben, der über allem steht, so wie ein Dach, unter welches alles gehört, auch wenn es auf den ersten Blick nicht sichtbar ist, letztendlich dann aber doch Schutz vor dem Regen bietet.

Andererseits gibt es so viel Gutes, was die Welt zusammenhält. Altruistisches Verhalten oder einfach nur sehr anständige Menschen, welche höhere Werte teilen als „jeder für sich selbst“. Was ist die Wahrheit? Darf ich mich wirklich über ein langes Wochenende in London freuen – inkl. Upgrade in die Business Class, drei warme Mahlzeiten am Tag weil es hier Essen aus aller Welt gibt, stundenlang im Hyde Park rumliegen, den weißen Marmor, das Licht und die Rosen bei St. Pauls genießen – und dann über die London Bridge spazieren, eine Rose ablegen direkt unter der Nachricht der Mutter eines 21-jährigen Anschlagsopfers? Mich über das laute Hostel, die zeitraubende Arbeit beschweren und dann über den Security-Menschen wundern, der im Starbucks (!), in dem ich diese Zeilen schreibe, weitere Attacken verhindern soll?

Ich weiß es nicht und es hilft nichts. Es hilft niemandem etwas, wenn die Menschen meinen, nicht mehr glücklich sein zu dürfen – außer vielleicht den Terroristen, die dann doch ihr Ziel erreicht haben. Deswegen bin ich auch ein großer Fan des Theaters: Nicht nur, dass sowohl im West End als auch in renommierten Theatern wie Shakespeare’s Globe oder Barbican immer wieder Stellung bezogen wird zu aktuellen politischen Themen und Hauptfiguren („… who is the other devil? What’s his name? Trump!“ oder „a climate-change neglecting fake tan“), auch Aufrufe verbreiten sich zusehends, ob über Flüchtlinge oder die neusten Terrorattacken („…because the worst thing that can happen is letting those f*ers tell us how to live our lives!“). Es hilft den Opfern nicht, den Toten nicht, es hilft wahrscheinlich auch nicht, die nächste Attacke zu verhindern. Aber es zeigt zumindest: Wir sind nicht alleine.

Wieder gibt es keine Antwort auf diese Frage, auf so viele Fragen. Wieder einmal wird der Mensch alleine gelassen und zum tausendsten Mal liegt es an ihm, was er daraus macht. Ich bin mir sicher, dass keiner der Anschlagsopfer dieses Ende wollte, genauso wie tausende andere Tote bei Unfällen oder weiteren Anschlägen. In dem Moment hatten sie keine Wahl mehr. Wir, diejenigen die noch da sind, wir haben noch eine Wahl. Und zwar jeden Tag. Und gerade in Anbetracht solcher Vorfälle ist es unsere verdammte Pflicht, das Beste daraus zu machen – stellvertetend für all diejenigen, die dies nun nicht mehr können. Eine so abgelegte Rose kann vermutlich nicht für ein Happy End stehen, aber zumindest für ein Leben, was ein solches Ende wert war.

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10 greatest flower pics

When on travels, I love to take pictures of either flowers or stunning sceneries with flowers in the front. No matter where, I just love it. So therefore see my most beautiful pictures in this category. I hope you enjoy them.

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Abel Tasman, New Zealand South Island, December 2014

 

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Forum Romanum in Rome, Italy, September 2016

 

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Rüdesheim, Germany, September 2016

 

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St. Pauls in London, UK, August 2016

 

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Dartmouth, Devon, UK, June 2016

 

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Sevilla, Spain, May 2016

 

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South West Coast Path, Torbay, UK, to the way to Hope’s Nose, June 2016

 

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Key West, Florida, USA, September 2013

 

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Rhodes, Greece, July 2014

 

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Outstide Topkapi Palace, Istanbul, May 2015

London: A love letter

My beloved London,

thank you.

Thank you so much for everything. I’m so in love with you and I cannot see how this will ever change. Probably falling in love with a place is ridiculous and a little bit scary but still you are one of the most amazing things I was able to experience in this fantastic world. Everytime I fly over to feel your vibes, see your energy and experience your people, I leave as thankful as I can be. Everytime you show another side of your wonderful character so sometimes I just cannot believe that this is real, that you are real. And everytime I have to leave you, my heart cries in pain and everytime I return to your feet, I’m sitting in Picadilly Line with my sungalsses to keep the tears of joy to myself.

Mein geliebtes London,

Danke.

Vielen Dank für alles. Ich habe mich so sehr in Dich verliebt und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das jemals ändern wird. Sich in einen Ort oder in eine Stadt zu verlieben ist wahnsinnig und macht mir irgendwie auch ein wenig Angst. Aber London, Du bist trotzdem eines der wunderbarsten Dinge die ich in dieser fantastischen Welt jemals erleben durfte. Jedes Mal, wenn ich rüberfliege um Deine Atmosphäre zu spüren, Deine Energie zu sehen und Deine Menschen zu erleben, bin ich so dankbar wie ich überhaupt sein kann. Jedes Mal zeigst Du eine andere Seite von Dir sodass ich manchmal nicht glauben kann, dass das real ist, dass es Dich wirklich gibt. Und jedes Mal wenn ich Dich verlassen muss, blutet mein Herz und wenn ich dann zu Dir zurückkehre, sitze ich in der Picadilly Line mit Sonnenbrille, um meine Freudentränen für mich zu behalten.

This time, the plane circled above you for about 20 minutes and I probably was the only passenger who absolutely loved it. So already at this point, I was wondering: Could it get any better? And the answer was: hell yeah! I had a fab, sunny, shiny welcome and immediately went crazy when coming back to Soho / Chinatown. I met great women and men (shout out to the Girls Love Travel Facebook group and the Couchsurfing app), sharing a lot of cultural experiences and having great talks before ending up in Bloomsbury in the most lovely bookstore I have ever seen. Enjoying crowded luminous Picadilly at night followed by Trafalgar Square which is utterly amazing in the dark. Next day under blue sky, I fell once again in love with your Leceister Square which I have so underestimated in my previous visits before I met some more amazing people on the greenest grass of Soho Square.

Dieses Mal kreiste mein Flugzeug ungefähr 20 Minuten über Dir und ich war womöglich der einzige Passagier, der das ganz toll fand. Also habe ich mich schon in der Luft gefragt: Kann dieser Aufenthalt noch besser werden? Und die Antwort war: Aber sowas von! Ich hatte einen unglaubliches, sonniges helles Willkommen und bin vor Freude halb durchgedreht, als ich endlich wieder durch Soho / Chinatown lief. Ich habe großartige Menschen getroffen (danke and die Girls Love Travel Facebook Gruppe sowie die Couchsurfing App), die verschiedene Erlebnisse und tolle Unterhaltungen geteilt haben, bevor ich dem süßesten Buchladen gelandet bin, in dem ich jemals war. Ich habe den überfüllten, leuchtenden Picadilly bei Nacht gesehen, gefolgt von dem Trafalger Square, der im Dunkeln der Wahnsinn is. Am nächsten Tag unter blauem Himmel habe ich mich in den vorher von mir unterschätzten Leceister Square neu verliebt, bevor ich mich auf dem grünsten Gras überhaupt mit tollen Menschen im Soho Square traf.

You know what I adore about you? One can do the same thing again and again and it still feels so damn special and new and every second worth living. Wandering through Soho for the millionth times, I’m still so much in awe exploring different corners and shops on and on. Also by going on the London Eye for the 2nd time to enjoy great champagne, the view is never getting boring. St Pauls at day & night, Sky Garden Bar and Emirates Cable Cars – just to name a few more. Finally, my way leading to Shakespeares Globe Theatre being able to see a stunning performance of Macbeth after a bright sunny day: You so make all the difference!

Weißt Du, was ich an Dir vergöttere? Man kann das Selbe wieder und wieder machen und es fühlt sich immer noch so unglaublich besonders an und so als ob jede Sekunde es Wert sei, zu leben. Zum millionensten Mal durch Soho zu laufen, bin ich voller Ehrfurcht dabei, verschiedene Ecken und Geschäfte zu entdecken. Auch das zweite Mal auf dem London Eye um großartigen Champagner zu genießen – diese Sicht kann niemals langweilig werden. St. Pauls im Dunkeln, Sky Garden Bar und Emirates Cable Cars um nur ein paar Attraktionen zu nennen. Schließlich führte mein Weg in Shakespeares Globe Theatre zu einer mir die Sprache verschlagenden Vorstellung von Macbeth nach einem wunderbaren Sonnentag: Du machst einfach den Unterschied!

Kew Gardens in summertime, cream tea in a tiny café and full cooked English breakfast at Leceister Square made a gorgeous time so much more adorable. Giant soap bubbles, M&M world and finally using the Oyster card again made me more happy than I ever hoped to be. But in the end, going out, meeting people not only from various countries but with all kinds of cultural backgrounds meant everything. Thanks to you, London, I gained faith in the human kindness and the prettiness of people once again.

Kew Gardens im Sommer, fantastischer Cream Tea in einem kleinen Café und Full English Breakfast am Leceister Square haben eine wunderschöne Zeit nochmal so viel besser gemacht. Riesenseifenblasen, die M&M Welt und einfach nur die Wiederverwenndung der Oyster Card haben mich glücklicher gemacht, als ich es jemals gehofft hatte, zu sein. Aber am Ende des Tages, unterwegs sein, Menschen treffen und das nicht nur aus unterschiedlichen Ländern sondern auch mit so vielen verschiedenen Kulturen hat mir alles bedeutet. Durch dich, London, habe ich wieder Vertrauen und Zuversicht in die Menschen gewonnen.

 

 

My life belongs elsewhere so there is just little that I can do to remember you and to get hold of your magic. Amongst the few things I can do is bringing home your crazy marvellous chocolate and the insane tea varieties (coconut-truffles for example). I took lots of photos and have been shopping on Oxford street, of course. But the most valuable thing I take home are my memories about you and about the magnificent people I met. All the freedom I discovered, all the different kinds of lifes I saw, the endless possibilities I realized.

Mein Leben gehört nun einmal woanders hin, also gibt es nur wenig was ich tun kann, um die Erinnerungen an dich festzuhalten, lebendig zu halten. Darunter ist allerdings der Import von verrückt-leckere Schokolade und durchgeknallte Teevariationen (Kokosnuss-Trüffel beispielsweise). Ich habe so viele Fotos gemacht, war natürlich shoppen auf der Oxford Street. Aber das Wertvollste, was ich mit nach Hause nehme sind meine Erinnerungen an dich und an die wundervollen Menschen, die ich treffen durfte. All die Freiheit, die ich für mich entdeckt habe, die verschiedenen Leben, die ich gesehen habe und die endlosen Möglichkeiten, die ich begriffen habe.

I already started to plan my next trip. And finally, I am really able to understand the meaning of Samuel Johnsons‘ quote: When a man is tired of London, he is tired of life; for there is in London all that life can afford.

Ich habe selbstverständlich schon angefangen, meinen nächsten Trip zur dir zu planen. Und endlich, endlich verstehe ich wirklich die Bedeutung des Zitats von Samuel Johnson: Wenn ein Mann London leid ist, dann ist er seines Lebens leid weil in London alles das ist, was ein Leben zu bieten hat.

Thank you, love. Can’t wait to see you again.

Danke, love. Ich kann es nicht abwarten, bis wir uns wiedersehen.

My pretty Torbay

Being fortunate enough to return to this amazing place 10 years after my first visit, I still can hardly believe that I really made it there – and for sure am planning my next trip to this so tremendously pretty piece of earth. I arrived at the smallest airport I’ve ever seen (Exeter, 2 buildings, bus station and parking lot) and made my way then with lovely Stagecoach busses to the coast. Finally enjoying my private ensuite room, I found my well-needed peace and rest there before exploring the town and it’s cute surroundings.

Für die Rückkehr in diese wunderschöne Gegend nach 10 Jahren bin ich immer noch dankbar und kann kaum glauben, dass ich wirklich da war  (Fotos belegen allerdings, dass es kein Traum war!) – plane natürlich schon meine nächste Reise zu diesem unglaublichen süßen eindrucksvollen Fleckchen Erde. Angekommen bin ich auf dem kleinsten Flughafen, den ich je gesehen habe (Exeter: 2 Gebäude, Bushaltestelle und Parkplatz) und bin gut mit den Stagecoach Bussen an der Küste angekommen. Im eigenen Zimmer mit Bad habe ich dann nach dem ganzen Trubel in Schottland meine dringend benötigte Ruhe gefunden, um dann wieder diese fantastische Welt draußen entdecken zu können.

One of my favorites is definitly the South West Coast Path. Covering the coasts of Exmoor, Cornwall, Devon and Dorset with its lengths of 1000 kilometers, I was able to hike just a few kilometers of it but worth every step. I enjoyed about 5 hours scenic coastline with beaches, rocks and flowers all over. Peaceful lookouts and dedicated benches all over are just a small but lovable part of it. Another asset are free toilets all along the path with mostly free tap water to refill so it’s really a joy to hike – especially as solo traveller being just with me, myself & I.

Eine meiner absoluten Lieblingsaktivitäten dort ist der South West Coast Path. Er beinhaltet gute 1000 Kilometer Küstenweg in Exmoor, Cornwall, Devon und Dorset und so konnte ich zumindest ein paar Kilometer davon wandern – war trotzdem jeden Meter wert. Ich konnte 5 Stunden wunderbare Küstenlinie genießen mit Stränden, Klippen und Blumen überall. So friedliche Aussichtspunkte und Bänke mit herzergreifenden Widmungen sind nur ein kleiner Teil davon, was diesen Wanderweg so liebenswert macht. Praktisch sind auch kostenlose Toiletten alle paar Kilometer inklusive kostenlosem Leitungswasser für den durstigen Wanderer. Es ist eine Freude, diesen Weg zu gehen – insbesondere als Alleinreisender, wenn man nur mit und bei sich selbst ist.

I absolutely wanted to catch a ferry ride over the bay. There was a cheap one going from Torquay (where I stayed) to Brixham at the other side of the bay which took about 30 minutes one way. Fortunately, there was a cliff that could be viewed from all over the bay which drew kind of a magical attraction to me at first sight and I was sure that I’d hike from Brixham to this cliff, no matter how long it would take. Fair enough, I arrived in the beautiful town with lots of political messages and made my way to Berry head (at least I hoped that this was where I intended to go). And hell yeah, after 1,5 hours with lots lots lots of photo stops to enjoy the view, I made it to the greatest scenery during these 2 weeks of travel. Spent much more time than planned, missed the ferry connection back and had to wait another hour for the next one BUT was worth every second (funfact: this is actually also part of the South West Coast Path, just a little lower adorable part in the bay area).

Ich wollte unbedingt mit der Fähre in der Bucht fahren und zufällig gab es eine recht günstige Gelegenheit von Torquay (wo ich mich einquartiert hatte) nach Brixham an der gegenüberliegenden  Seite der Bucht. Zufälligerweise waren auf der Seite der Bucht Klippen, die man überall aus sehen konnte und die aus irgendeinem Grund eine fast schon magische Anziehungskraft auf mich hatten. Also war es klar, dass ich da von Brixham hin laufen würde. Dort kam ich dann an (politische Kampagne nicht zu vergessen) und bin Richtung Barry Head gelaufen (ich hoffte, dass das mein Ziel war, was ich ja von weitem schon gesehen hatte). Und ja, nach eineinhalb Stunden mit vielen Fotostops um die Aussicht zu genießen, habe ich den Punkt mit der allerschönsten Aussicht der zwei Reisewochen erreicht. Natürlich habe ich dann doch viel mehr Zeit dort verbracht als eigentlich geplant war, meine Fähre zurück nach Torquay verpasst sodass ich eine Stunde Wartezeit hatte ABER es war jede Sekunde wert (lustig: Das war auch ein Teil des South West Coast Path, nur ein Stück weiter unten in der Bucht).

Before another friend of mine arrived to spend the last few days together, I planned to go out for dinner on my own to a proper restaurant with waitress service. The other days, I just went to supermarkets that sell delicious and healthy ready to eat food (and yeah I had to somehow watch my budget a little bit) or I just went to a pub or fast food restaurant (I don’t count that as „eating out solo“). So I decided to have a Pizza and felt just a little awkward when asked the unavoidable „Just yourself?“ question but made it! Delicious Pizza, great time and so proud of myself!

Bevor ein Freund mir für die letzten Tage Gesellschaft leisten würde, hatte ich mir vorgenommen, alleine zum Essen auszugehen, in einem richtigen Restaurant mit Kellnern. Vorher war ich immer nur in Supermärkten, die teilweise geniales und gesundes Essen zum Mitnehmen verkaufen (ja gut, etwas im Budget wollte ich ja schließlich auch bleiben) oder ich ging einfach in einen Pub oder ins Fast Food Restaurant (was ich nicht als „Alleine essen gehen“ zähle). Also habe ich mich entschieden, Pizza essen zu gehen und habe mich nur ein bisschen komisch gefühlt, als mir die Frage „Du isst alleine?“ gestellt wurde. Aber ich habe es geschafft und der Lohn war eine leckere Pizza und ein gestärktes Selbstbewusstsein!

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I also can recommend to visit Kent’s Cavern which are ancient caves that can be visited including a nice experience of what actually real darkness is. There’s a nice tour called Round Robin from Torquay to Totness (such a cute little town), river cruise down the river Dart to Dartmouth and back to Paignton by steam train (Hogwarts Express in fact).

Empfehlen kann ich auch eine Führung in Kent’s Cavern (prähistorische Höhlen) inklusive einer tollen Erfahrung, wie sich absolute Dunkelheit anfühlt. Außerdem gibt es eine nette Tour genannt Round Robin, die von Torquay nach Totness führt (sehr süßes Städtchen), über eine Flussbootsfahrt den Fluss Dart hinunter bis nach Dartmouth dann zurück nach Paignton mit einer Dampfeisenbahn (quasi Hogwarts Express).

A few more words to Cockington Rose Gardens: If you ever have the chance, go there! Though it’s not a huge place, I spent over an hour there just sitting on a bench enjoying the fantastic odours. Can hardly be captioned on any photos I suppose.. but the delicious Devonshire Cream Tea can be pictured – something highly enjoyable!

Ein paar Worte zu den Cockington Rosengärten: Solltet ihr jemals die Möglichkeit haben, diese zu sehen, auf jeden Fall wahrnehmen! Obwohl es eigentlich kein großer Rosengarten ist, habe ich dort über eine Stunde auf einer Parkbank verbracht und die fantastischen Gerüche genossen. Tja, das kann man nun kaum auf Fotos abbilden…dafür allerdings den deliziösen Devonshire Cream Tea, den man sich defintiv gönnen muss!

Finally, I left with tears in my eyes. I’ve always been happy to return home after my travels but this time, I so would have loved to be on the road for 2 more weeks, exploring more of the great coast. And though the Brexit vote (live witness on BBC until Newcastle vote came up), all the strange things British people do and like and the single glazed windows that they mostly use – it just astonishing beautiful and I’m so thankful that I was able to had this great time. Alas, already planning my next trip: See you soon, South West Coast Path.

Aber alles Schöne hat sein Ende und schließlich auch dieser Aufenthalt. Bisher habe ich mich nach jeder Reise auch immer auf zu Hause gefreut, aber dieses Mal wäre ich so gerne noch zwei Wochen länger die Küste entlang gereist. Und trotz des Brexit Votes (BBC live geschaut bis die Votes von Newcastle veröffentlicht wurden), trotz aller seltsam anmutenden britischen Gewohnheiten und den einfach verglasten Fenstern die dort Standard sind – es ist einfach wahnsinnig schön und ich bin sehr dankbar, das gesehen haben zu dürfen. Deshalb planne ich schon meinen nächsten Trip dorthin: Bis bald, South West Coast Path.

Magnificent Scotland

 

Ich weiß nicht genau, meine wievielte Reise nach UK das jetzt war, aber ich durfte herausfinden dass man 14 Tage dort locker auch ohne einen Besuch in der Hauptstadt verbringen kann. Ich habe 8 Tage im wunderbaren Schottland verbracht und die restlichen 6 Tage an Südküste Englands (Torbay, Devon). Aufgrund der vielen genialen Bilder (diese Motive kann selbst ich nicht versauen) habe ich beschlossen, zwei Posts daraus zu machen – und dies ist der erste Teil. Achso und es war meine erste längere Tour als Solo Traveller was ich überraschenderweise sehr genossen habe.

Honestly, I’m not that sure how many times I’ve travelled to the UK by now but I was fortunate enough to realize that one can easily spend 2 weeks without visiting the capital. So I stayed in magnificent Scotland for 8 days and 6 more days in pretty Torquay, Devon in the south of England. Due to the many great pictures (even I couldn’t ruin those motives) I decided to make 2 blog posts out if it (you’re currently reading the first part). In addition this was my first longer trip as solo traveller which I surpringsly enjoyed a lot.

Gestartet bin ich mit einem halben Tag in Edinburgh, was selbst im Regen der absolute Wahnsinn ist. Dazu muss man sagen, dass es immer nur Sprühregen oder Nieselregen war und in der Regel auch maximal eine Stunde. Meine Regenhose jedenfalls, extra für den Trip erstanden, fühlte sich vernachlässigt da noch nicht mal ausgepackt. Den Einsatz hat dann der Regenschirm übernommen, der teilweise dann auch mal Extraschichten fahren musste. Dafür habe ich noch eine neue Erfahrung gesammelt und bin zu einem Couchsurfing Meeting gegangen, um mal mit Locals ins Gespräch zu kommen und es hat wirklich funktioniert. Werde ich nun öfter tun auf meinen Reisen.

I’ve started my tour with a half day in Edinburgh which is amazing even in the rain. Whereas I have to add that most of the time it’s drizzling rain for maximum of an hour so I was really doing fine. My rain trousers felt a little lonely as I didn’t need them at all. But the one thing I needed was really my umbrella (never go to the UK without one!!) And I made another experience which was joing a Courchsurfer meeting to get in touch with some locals that worked out perfectly. I will continue to do that on my future travels.

Früh am nächsten Morgen ging es dann ab in die Highlands inklusive Isle of Skye und Loch Ness mit Haggis Adventures. Eigentlich lege ich Wert auf größtmögliche Freiheit, auch und vor allem beim Reisen, aber Auto mieten oder alles per Bus zu machen war mir dann doch zu blöd. Also dann 3-Tages-Bustour als Alleinreisende im Mehrbettzimmer. Und was soll ich sagen, es war echt cool. Abgesehen von neuen Facebookfreunden in USA und Australien hat es mir echt gut getan, auch mal wieder im Mehrbettzimmer zu schlafen und zack ist das Einzelzimmer mit eigenem Bad, was eine Woche später folgte, der größte Luxus überhaupt. Und was soll ich sagen… Schottland ist so unglaublich wunderschön, selbst mit grauem Himmel und Regen, hätte ich nicht gedacht, dass es sowas überhaupt gibt.

Early next morning, I made my way into the Highlands including Isle of Skye and Loch Ness with Haggis Adventure company. Actually I really appreciate my personal freedom, also and especially while travelling but renting a car or going by public transport seemed a little bit too expensive or annoying. So I prefered to go on a 3-day-bustour als solo traveller in a dorm. And hell yeah, it was really cool. Despite of new facebook friends in the US and Australia, it was a good thing for me to sleep in a dorm for my private room with ensuite bathroom which I booked for the following week became the ultimate luxury. What else to tell… Scotland is really magnificent even in the rain; I didn’t expect something like this to be existing in our amazing world.

Nach zwei weiteren Tagen mit einem guten Freund von mir in Edinburgh sind wir dann weiter nach Glasgow gereist, um dort noch ein paar Tage zu verbringen. Und was soll ich sagen, wir hatten tatsächlich einen Sonntag im wunderbaren Edinburgh (inklusive leichtem Sonnenbrand – aber hey, Sonnenbrand aus Schottland hat irgendwie Stil). Auch Glasgow hat mich sehr positiv überrascht, sehr chice Innenstadt inkl. einer Tardis und frittiertem Marsriegel (Spezialität der schottischen Küche). Echt lecker!

After two more days with a good friend of mine in Edinburgh, we made our way to Glasgow to spend a few more days there. Finally, we were lucky and had great sunny hours in Edinburgh (including minor sunburn but hey, sunburn from Scotland is really cool actually, isn’t it?). To my suprise, Glasgow was also really nice with a lovely city center with a Tardis and deep fried Mars bar (local culinary specialty). So yummy!

 

Weitere Learnings: In UK funktioniert nicht immer alles unbedingt so, wie man es als Festland-Europäer gewohnt ist. Da wäre beispielsweise des Wasserkocher, der aufgrund seiner Konstruktion eine Mindestmenge an Wasser beinhalten muss. Führt dazu, dass die Hotelbetreiber die immer halb gefüllt haben, was bei dem gemeinen Gast leichte Ekelreaktionen hervorruft weil das Wasser wirkt, als hätte es schon vor mehreren Tagen die Leitung verlassen. Auch spannend: In UK werden alle Arbeiten (Bauarbeiten, Mülleimer leeren, im Museum etc.) immer von zwei Arbeitern erledigt. Da könnte man meinen, ineffiziente Strukturen identifiziert zu haben, wären da nicht die self-checkouts bei Tesco und Sainsbury’s Supermärkten, die statt 10 Kassierern einen Aufpasser ermöglichen. Funfact Nummer 3: Zwar nutzt man sowohl in Schottland als auch in England das britische Pfund, allerdings werden ausgebene Scheine von zB der Bank of Scotland nicht unbedingt in England angenommen, da Unsicherheit darüber herrscht, ob das wirklich echte Scheine sind. Also alle schottischen Scheine besser in Schottland ausgeben!

Lessons Learned: Some things do not work like we’re used to in Europe. For example the kettle is constructed in a rather strange way so it requires a minmum quantity of water. For that, all hotels have filled them up which leads to aversion for the general hotel guest because the water seems to have already spend a few days in the kettle. Also lots of jobs in the UK (like construction works, rubbish collection or museum guards) are always done by 2 people. One might think that UK’s structures are a little inefficient but when visiting a supermarket, one gets a little surprised by the self-checkouts replacing 10 cashiers with one guy who is taking care if anyone needs help in the checkout process. Funfact #3: Whereas all UK is using pound sterling currency, scottish bank notes are hardly accepted within Britain. They say this is because for some reason, they’re not sure if this is real money or just a fake. So you’re much better off to spend all your notes in Scotland than trying to do so in Britain.

Und zum Ende noch ein Ausflug in die wunderbare schottische Küche: Typisches Frühstück, Fußball EM schauen im Vereinigten Königreich zu indischem Essen und Pret- supergesundes Essen in Edinburgh.

Last but not least: Foodie. Proper Scottish breakfast in Glasgow, EU football championship with Indian food in the UK and Pret-superhealthy style in Edinburgh.

 

On my own: London

So. Der heutige Beitrag dreht sich um meine Londonreise vergangenes Wochenende. Und gleichzeitig auch meine erste nicht-Geschäftsreise, die ich alleine bestritten habe. Man findet eine Menge zu lesen bezüglich Alleinreisen von A wie alles ganz toll bis hin zu Z wie zum kotzen. Möglicherweise liegt die Wahrheit, wie bei fast allem in diesem Universum, irgendwo dazwischen. So etwa bei Buchstabe H wie Herausforderung oder bei S wie sich selbst besser kennen lernen. Zu meiner eigenen Überraschung war ich nicht aufgeregt oder hatte gar Angst. Im Gegenteil: Die Freude überwog deutlich. Während es doch eine relativ lange Zeit in meinem Leben gab, in der ich glaubte, nie mehr im Stande sein, überhaupt verreisen zu können, kann ich jetzt wohl einigermaßen stolz auf mich sein, dass das so gelaufen ist. Schön, es waren nur 3 Tage bzw. 2 Nächte. Und ja, es war nur London, wo ich im September erst war. Aber hey, irgendwo muss ja jeder mal anfangen, oder?

IMG_8320Um jetzt nicht noch mehr durcheinander zu werfen, der Reihe nach. Ab in den Bus zum Flughafen, der Moment beim Einsteigen, zu wissen, dass ich ab jetzt alleine bin: tolles Gefühl. Unabhängig. Selbstbestimmt. Frei.

 

IMG_8322Tja und dann war ich auch schon am Flughafen. Und auch wenn es mal wieder echt seltsam klingt (was daran liegen könnte, dass ich seltsam bin), ich fühle mich einfach unglaublich wohl auf Flughäfen.  Dieses Mal habe ich mir sogar die Zeit genommen und intensiv dokumentiert – jedenfalls für meine Verhältnisse. Diese Flugtafel in der Abflugshalle flasht mich einfach jedes Mal mit den schier endlosen Möglichkeiten, die man so eben ganz beiläufig an der Hand hat. Herrlich. Das Tor zu aller Welt. Und natürlich habe ich auf wieder während des Fluges fotografiert. Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich geflogen bin, aber ich sehe doch beim Blick aus dem Fenster niemals das Selbe. Und dann – der Moment, in dem Britannien zu sehen ist. Gold. Jedes Mal.

Kaum angekommen, gehts auch schon hinunter in die Tube und beim 3. Versuch, die Oyster Card mit meiner Kreditkarte aufzuladen, hat es dann schließlich funktioniert (Karte war immer invalid, wobei ich paar Minuten zuvor noch ein paar Pfund am ATM abgehoben hatte… da heißt es durchhalten, keine Panik und wieder versuchen. Trotzdem sollte ich wohl meine Abrechnung jetzt gut im Auge behalten). Dann ab in die Bahn, die gerade mal 50 Minuten zum Leceister Square nach Soho braucht. Von dort war meine Unterkunft knapp einen Kilometer weg und ich gebe zu, ich war leicht unter Zeitdruck, da ich mir eine Karte für Les Miserables im Queens Theatre für die Matinee Vorstellung um 2:30 pm geholt hatte. In der Stadt war ich dann um 1 pm, das hat also im Endeffekt doch dicke gereicht. Und was soll ich sagen, das Musical ist wirklich großartig – und beide Vorstellungen an dem Tag waren komplett ausverkauft (ist ja nicht so, dass das schon ewig in London läuft…). Und hier auch der Twist zu dem Titel dieses Eintrags, denn „on my own“ ist eins der besten Lieder dieses Musicals. Danach dachte ich eigentlich, dass es nicht mehr besser werden kann, allerdings hatte ich für abends noch ein Theaterstück mit einem Schauspieler eingeplant, den ich schon lange mal live sehen wollte (und dieses Stück war der eigentliche Grund für meinen Besuch in London).

IMG_8336Ich wurde nicht enttäuscht, denn das Stück fand in einer umgebauten Halle statt und nicht im Theater und das Setting war eher wie ein Wohnzimmer. An den Stars wirklich auf 3 Meter dran sein zu können, ist echt eine schöne Sache, da weiß man auch, wofür man sein Geld investiert hat. Leider war drinnen erstens Fotografierverbot und zweitens das Licht so schlecht, dass es sowieso keinen Sinn gemacht hat, also hier mal der Eingang von außen (Charing Cross Road war – so ein Zufall – nur ein paar hundert Meter von meiner Unterkunft entfernt).

Leider war ich danach so müde, dass ich anstatt Samstagnacht in Soho zum Tag zu machen, einfach schlafen gegangen bin, obwohl echt richtig was in Soho los war. Aber nun, man kann nicht alles haben.

IMG_8346Am nächsten Morgen habe ich erst mal ein sehr ausgewogenes Frühstück genossen (außderdem hatte ich noch eine fast volle Stempelkarte im Cafe Nero). Danach ging es weiter zur Picadilly Station, wo ich mich mit Jake, einem Koreaner, den ich beim Sprachkurs im September kennen gelernt hatte, getroffen habe. Da es mal wieder regnete und auch nicht danach aussah, als würde sich das groß ändern, haben wir uns spontan für die Kew Gardens entschieden, von denen ich bisher immer nur gelesen, sie aber noch nie besucht hatte. Und was soll ich sagen – das war genau die richtige Entscheidung! Nur ein paar Tubestationen von Picadilly weg ist dieser überdimensionale Garten mit alten, riesigen Gewächshäusern. Palmen aus aller Welt, tropische Pflanzen, Wüstenpflanzen, dazu noch ein Treetop-Walk in luftiger Höhe (und wir haben vielleicht ein Drittel gesehen, bis uns die Füße weh taten) und Blumen, überall Blumen. Das ist sicherlich im Sommer auch einen Besuch Wert (10 Pfund Eintritt sind da meiner Meinung nach auch angebracht), schon allein weil man über die Themse mit dem Boot dort hinfahren kann (Ja, die Orchideen sind echt!)

Aber auch hier gibt es wieder Kuriositäten des britischen Denkens zu bewundern, die ich selbstverständlich nicht unerwähnt lassen möchte. Da ist zum einen – traditionell – die Sache mit dem Waschbecken. Ich werde aber nicht aufgeben, dafür eine sinnvolle Erklärung zu finden. Zum anderen treiben Warnhinweise ab und zu ihre eigenen Stilblüten… aber so sind die Briten: Höflicher Hinweis.

Besonders beeindruckt hatte mich allerdings die Wiese voller Krokus und eine sehr besondere Blume. Ich denke, beides gäbe ein gutes Poster ab, wenn ich denn nicht schon die ganze Wohnung mit Bildern aus Neuseeland tapeziert hätte.

Nach dem wirklich tollen Besuch sind wir dann zurück in die Stadt gefahren und Jake hat mich zu einem unkonventionellen, aber wirklich leckerem chinesischem Restaurant mitgenommen. Wenn man zu zweit ist, wird man an andere Tische dazu gesetzt und der Service war nicht unbedingt hervorstechend. Dafür war das Essen aber wirklich lecker (auf den europäischen Gaumen angepasst) und bei 6 Pfund pro Person inklusive kostenlosem Tee wirklich günstig für Chinatown. Den restlichen Tag habe ich damit verbracht, über Leceister Square, Soho und Oxford Street zu schlendern und immer wieder in Geschäften inne zu halten (ja, sonntags shoppen ist schon Luxus). Zum Abendessen bin ich dann bei meinem Lieblingsladen gelandet und habe mir mal echt was gegönnt: Maccaroni-Kohl-Auflauf, Obstsalat und Bananenbrot. Nicht günstig, aber wirklich natural und alles pipapo. Und natürlich mit der extra Prise Humor (siehe Serviette).

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An dieser Stelle möchte ich kurz auf die Unterkunft eingehen: SoHostel mitten in Soho, nur 50 Meter von der Oxford Street und man ist in nullkommanix bei allen Westend Theatern, auf dem Leceister Square, Trafalgar Square und Picadilly Circus. Und für britische Verhältnisse wirklich sauber, groß und das Personal super freundlich und flexibel (Luggage storage war sowohl bei An – als auch Abreise kein Problem und sogar kostenlos). Und naja das Bett ging auch mal für 2 Nächte.

IMG_8396Und schon war es Montag und der letzte Tag gekommen. Ich habe mich wieder bei einem Frühstück gestärkt (dieses Mal war das Getränk dank meiner Stempelkarte for free) und habe dann beschlossen, die Oxford Street zu besuchen. Schließlich wollte ich noch einige Einkäufe tätigen, die in Europa (richtig, UK gehört nicht zu Europa) aufgrund des mangelnden Angebotes unmöglich sind. Ich war erfolgreich und hatte noch genug Zeit, sodass ich erst die ganze Oxford Street von Tottenham Court Road bis hin zu Marble Arch gelaufen bin und mir dann dachte, südlich der Straße Richtung Soho ist es auch ganz nett, also bin ich mal ohne Plan dort rumgelaufen. Und: Das sind meiner Meinung nach immer die besten Entscheidungen, solange man genug Zeit hat. Diese Ecken stehen in keinem Reiseführer und sind herzallerliebst. Insbesondere in dem geschäftigen, montäglichen Treiben. Aber auch der Schmuck für Chinese New Year in Chinatown, der Soho Square oder die Busse auf der Oxford Street sind einfach schön anzusehen, selbst im Regen strahlt diese Stadt (ja ich weiß, Freak…). Ach ja und alle paar hundert Meter gibt Infosäulen mit Stadtplänen, wo man ist und was wie weit weg ist – wieder mal sehr höflich.

IMG_8415 Mit meinen Einkäufen war ich recht erfolgreich, sowohl Tee von Whittard als auch Schokolade von Hotel Chocolat hat alles gepasst. Schnell noch eine Stärkung in Form eines Schokomuffins im Megges (gezahlt über den Automat mit Kreditkarte) und das free wifi ausgenutzt, bevor es zum Flughafen ging. Es ist einfach wunderbar, dass Transport for London so dermaßen gut ausgebaut ist, dass man noch nicht mal schauen muss, wann die Bahn fährt, weil sowieso alle 2-3 Minuten die nächste kommt. Ich kann schon verstehen, weshalb Menschen gerne in Großstädten leben (obwohl ich ein Landei bin…).

 

IMG_8423Ich kenne Heathrow noch aus dem September und von der Landung, aber mir war da gar nicht so bewusst geworden, dass das ganze Ding einfach super neu und modern ist. Und dass die Mitarbeiter auch super hilfsbereit sind, was ich gleich schon gemerkt habe, als ich einchecken wollte, früh, weil ich meinen Koffer mit den ganzen Einkäufen aufgeben musste und ich direkt mal auf den Flug 1 Stunde vorher gebucht wurde (scheinbar fliegt die LH stündlich diese Route), weil Sturm angesagt war und man nicht wusste, wie sich das Wetter entwickelt. Das Free Wifi am Flughafen hat mich gleich wieder erkannt und nach den Kontrollen hatte ich gerade mal noch eine knappe halbe Stunde, bevor das Boarding begann. Es hat allerdings gereicht, meine Trinkflasche aufzufüllen (die haben jetzt die Trinkbrunnen extra so konstruiert, dass Flaschen drunter passen – great!) und ich die Handcreme auf der Damentoilette nutzen konnte (I love Heathrow). Im Flieger kam die nächste Überraschung: Voller wurde es nicht.

IMG_8428Jetzt könnte man meinen, klar, das ist nun mal so wenn die so oft fliegen. Allerdings war der Hinflug voll bis auf den letzten Platz und ich würde mich wundern, wenn die Hinflüge signifikant weniger seien als die Rückflüge. Auch im September waren beide Flüge recht voll. Aber klar, ich möchte mich nicht beschweren und habe mich so breit gemacht wie ich konnte (und das kann ich sehr gut!). Leider war aufgrund des Sturms die ganze Sache eine ziemliche wackelige Angelegenheit (boah war mir schlecht nach dem Start) und es ist total übertrieben, wenn irgendwelche „ich fliege zum ersten Mal“- Gäste nur wegen eines Luftlochs hysterisch aufschreien. Aber ist man erst mal ganz oben, geht es eigentlich. Vor allem wenn dann das Catering kommt (ich mag ja Lufthansa als Airline echt gerne…)

Kurz vorm Verhungern gab es dann erst eine Käsesändwich und dann die Reste meines Megges Schokomuffins mit dem guten alten Tomatensaft (natürlich nicht ohne Pfeffer und Salz) zusammen (Anm. der Autorin: Nein, ich bin nicht schwanger und war es noch nie, aber salzig und süß ist einfach eine geile Kombi). Ach richtig, zu guter letzt nochmalein paar Fotos (wie gesagt, ich kann es nicht lassen)…

Ich war jetzt schon einige Male hier, aber ich plane direkt die nächste Reise in diese unglaubliche Stadt. Es gibt noch so viel zu entdecken und ich bin mir sicher, im August muss es noch schöner sein (da regnet es dann vielleicht nur 2 Stunden statt 6 Stunden..). So viel zu sehen und so wenig Zeit. Wenn wir dazu bestimmt wären, nur an einem Ort zu sein, hätten wir Wurzeln statt Beine.

Fazit zum alleine reisen: Es ist anstrengend, klar, aber man bekommt seinen Kopf unheimlich gut frei von allem anderen Kram weil man sich einfach so sehr auf das hier und jetzt konzentrieren muss, dass man keine andere Wahl hat! Mir hat es gefehlt, meine Eindrücke und Meinungen zu teilen, das war natürlich etwas schade. Ich werde trotzdem weiterhin ab und zu alleine verreisen, aber zeitlich limitiert oder aber dahin, wo ich weiß, dass es einfach ist, Leute kennen zu lernen (Sprachkurs, Backpackertouren etc.) Ich kann es trotzdem jedem nur empfehlen, das zumindest einmal gemacht zu haben 🙂

 

In diesem Sinne: Danke fürs Lesen  – auf bald!

 

… wobei mich auch Frankfurt nett begrüßt hat…

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Nur ein (oder zwei) Gedanke(n)

So. Nun habe ich mich dazu entschlossen, zwei neue Reisearten auszuprobieren. Als Leser hat man ja hier gemerkt, dass ich mich eingehend mit diesen Themen beschäftige und Reisen, Reiseplanung etc. ganz oben auf meiner Was-mir-im-Leben-wichtig-ist-Liste stehen.

Zuerst werde ich also nun Ende Januar alleine auf Reisen gehen. Dazu muss man wissen, dass ich nie der Mensch war, der viel alleine gemacht hat. Mir wird schnell langweilig und meine beste Zeit hatte ich bisher immer in der passenden Gesellschaft. Nun stolpere ich aber alle paar Wochen wieder über die Problematik, dass ich schlichtweg nicht genug Mitreisende finde für die vielen Ziele, die mich interessieren und die schon gar nicht so viel ihres Einkommens investieren mögen. Wer bin ich, dass ich das verurteilen könnte – nur halt blöd für mich. Deshalb fange ich einfach klein an, mit 2 Nächten in – London. Ja, wer gut aufgepasst hat, wird gelesen haben, dass ich erst im September dort war. Allerdings sprechen mehrere Gründe dafür.

1. Ich liebe England. Ja, das ist so und wird auch immer so sein. Die Stadt sowieso, die Sprache (wer liebt diesen Akzent nicht?!), die Kultur, alles was es nur dort gibt und hier nicht. Und das Commonwealth an sich (treuer Fan von Neuseeland, Australien, Hong Kong…). Und ich liebe es auch, wenn ich selbst dazu komme, Englisch zu sprechen. Ach ja, und natürlich ist es das stilvollste Entwicklungsland …RULE, BRITANNIA.

2. Theater. Es wäre jetzt zu einfach zu sagen, dass ich Theater auch liebe. Daher erwähne ich einfach kurz, dass einer meiner liebsten Schauspieler in London auf der Bühne steht (Andrew Scott) und ich mir das keinesfalls entgehen lassen kann! Außerdem habe ich mir im September nicht Les Mis angeschaut (oookay, ein Musical, kein Theater, aber trotzdem) und das muss ich unbedingt nachholen, auch wenn die gescheiten Tickets 100 Pfund kosten. Experiences are far more valuable than money will ever be.

3. Ich bin noch nicht fertig mit UK. Ich war einige Male da (sicherlich nicht „oft“); im Süden zum Baden, in den Midlands zum Arbeiten für ein paar Monate und natürlich immer wieder London. Vielleicht hört das irgendwann mal auf, bisher allerdings noch nicht und so lange nutze ich das. Der 30 € Lufthansa-Gutschein (was, die verteilen Gutscheine?!) in meinem eMail Postfach heute morgen hat die Entscheidung bestätigt.

Also werde ich 3 Tage im schönen Westend verbringen – und selbstverständlich berichten. Vielleicht entdecke ich das alleine Reisen ja für mich und würde damit einige meiner Sorgen los 😉

 

Die andere Reisevariante sind Gruppenreisen. Das wird allerdings in Abhängigkeit davon mehr oder weniger extensiv erfolgen, wie mir das alleine Reisen (nicht) zugesagt hat. Angedacht ist hier auf jeden Fall ein – drei Länder, in denen ich noch nicht war und die eine sehr andere Kultur haben; huch! –  da eignet sich Asien ja perfekt dafür! Es gibt eine ganz nette Route von Singapur aus über KL, Penang und dann hoch über ein paar Inseln nach Phuket. Das klingt ganz nett und wäre eine schöne Möglichkeit, Ende 2016 dem kommenden Winter zu entfliehen. Ich werde natürlich berichten.

 

So viel dazu. Sorry, heute hat irgendwie der Witz gefehlt. Der hat sich vermutlich vor mir versteckt und ist zu Schreibern ausgebüxt, die ihn besser behandeln.

 

In diesem Sinne – bis demnächst.

 

 

[Wen es interessiert: Bild by myself. Neuseeland im Abel Tasman Nationalpark auf der Südinsel, 2014]

London. Oder: Die Hauptstadt eines königlichen Entwicklungslandes

Schon die Überschrift dieses Beitrages wird einige Leser zum Stolpern bringen: England – ein Entwicklungsland?!

Oh ja.

Jedenfalls aus meiner eingeschränkten deutschen Sichtweise. Und ich hoffe, im Verlauf des Beitrages kann das auch ein wenig nachvollzogen werden.

Das soll nicht heißen, dass ich England bzw. London in irgendeiner Art und Weise abwerten will. Im Gegenteil. Das Land, die Kultur, der Akzent (!!!), die wahnsinnig laute, pulsierende, lebhafte Hauptstadt – das ist der Wahnsinn. Und irgendwie können sich die Briten leisten, was sie wollen, weil hey, sie sind Briten! Und das war nicht das erste, aber sicherlich auch nicht das letzte Mal, dass ich dort war.

Eigentlich hatte ich diesen Trip mit einer Kollegin / guten Freundin als Bildungsurlaub inklusive Englischkurs geplant, und das schon im November 2015 (Reisezeit war September 2015). Aber ich bin sowieso der Lang-im-Voraus-Planer (sonst kann man sich ja gar nicht auf den Trip freuen, wenn man Last-Minute bucht) und bspw. Flüge sind dann deutlich günstiger. Nunja. Ende Mai kam dann die Nachricht, dass meine Reisepartnerin aus beruflichen Gründen leider verhindert war. Zu der Zeit weilte ich gerade im Urlaub (Istanbul, siehe Beitrag weiter unten) und spontan sprang eine andere Freundin ein – lediglich mit der Info, welchen Ort und Zeitraum dies betraf und dass es um einen Englischkurs ging. Über diese Spontanität staune ich noch heute und kann nur den Hut davor ziehen. Dahat meine Person wirklich noch Lernpotential.

So sind wir nach diversen Um-/Zubuchungen am 04.09.2015 nach London Heathrow aufgebrochen. Nach dem irritierend kurzen Flug mit Blick über die Stadt kamen wir schließlich am frühen Abend an. Ich bin doch mittlerweile schon einige Male geflogen, aber (fast) jedes Mal möchte ich am Fenster sitzen, rausschauen, Fotos machen. Jedes Mal ist der Blick einfach unbeschreiblich und für mich trotzdem noch etwas ganz Besonderes. Und auch wenn es immer Wolken, Sonne und Landschaften sind, ist es doch immer anders.

Über den Wolken... lalala
Über den Wolken… lalala
Die Sonne ist IMMER da
Die Sonne ist IMMER da
London View 1 - Tower Bridge
London View 1 – Tower Bridge
London View 1 - London Eye
London View 2 – London Eye

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser Quartier bei der Gastfamilie hatten wir erst ab Sonntag gebucht und deshalb noch 2 Nächte im Hostel in Bloomsbury verbracht. Das war für die Verhältnisse der teuersten Stadt der Welt (geht man nach Immobilienpreisen, ist London teurer als NYC) recht günstig und war daher eher so Richtung Backpacker, was aber echt cool war. Nur auf den Luxus eines eigenen Doppelzimmers wollten wir nicht verzichten. Wir wurden nicht enttäuscht und ich kann das Generator Hostel London nur weiterempfehlen, auch Lage absolut top, nette Nachbarschaft und gute Underground Anbindung. Wer allerdings upper standards bevorzugt, sollte weitersuchen; das ist eher basic, aber sehr sauber.

Unser Zimmer 1
Unser Zimmer 1

 

 

 

 

 

 

Unser Zimmer 2
Unser Zimmer 2

 

 

 

 

 

 

 

 

Und los gingen die Erkundungstouren. Ich will hier jetzt nicht alle unsere Wege beschreiben, sondern mich auf die absoluten Highlights beschränken, die mir auch am besten in Erinnerung geblieben sind. Schließlich ist auch die Zeit, das hier zu lesen, kostbar und soll nicht verschwendet werden, deshalb komme ich mal direkt auf den Punkt:

Wir fanden es sinnvoll, uns erst einmal einen Überblick zu verschaffen sowie die nahe Gegend zu erkunden. Ich glaube, ich habe mehrere hundert Bilder einfach nur in den Straßen gemacht, da ich die Atmosphäre, Bauweise und Trubel schon lieb gewonnen habe. Nur hätte es für Anfang September etwas wärmer sein können, aber ich will mich ja nicht beschweren. Die Erkältung, die ich dann statt der Beschwerde hatte, war allerdings überflüssig. Trotzdem sei an dieser Stelle erwähnt, dass Pain Killers, also Schmerztabletten, äußerst günstig zu haben sind. Man zahlt für Paracetamol oder Ibuprofen 35 pence, also etwa 50 Cent. Dafür sind leider die Halsschmerztabletten recht teuer. Doch genug der Flennerei.

Man ist in London und wo geht man hin? Klar, ab zur Tower Bridge! Daran konnte auch der Regen nichts ändern, der uns ab und zu ärgern wollte. Nach einem behelfsmäßigen Supermarkt-Frühstück mit einem Sandwich bestehend aus ungetoastetem Toast und Mayo (da hatten wir die Sticker mit „no mayo“ noch nicht gesehen und konnten daher nicht damit arbeiten), haben wir uns vor dem immer stärkeren Regen dann in einem kuscheligen Café Nero (gibt es in London an JEDER Ecke) in Sicherheit gebracht und ich habe meine erste heiße Schokolade mit Marshmellows obendrauf getrunken. Nun, lange Rede, kurzer Sinn – wir haben es dann doch noch zur Tower Bridge geschafft, wie man sieht.

 

 

 

YUMMY
YUMMY

 

Zu vielen Wolken
Zu viele Wolken

 

 

 

 

 

 

 

221 B Baker Street
221 B Baker Street

 

Naja. Dann – es regnete immer noch – haben wir uns nach einem kurzen Abstecher ins Tate Modern Richtung 221 B Baker Street aufgemacht. Pflichtprogramm in London. Die Straße ist allerdings nicht schön, und wer erwartet, DIE Straße aus der Serie zu sehen, wird enttäuscht werden (siehe Bild links). Außerdem ist die Straße recht breit, also wahrscheinlich ungeeignet als Drehort.

Sherlock-Drehort
Sherlock-Drehort

Geht man aber ein paar Meter weiter zur North Gower Street, wird man als Fan der Serie Sherlock das finden, was man gesucht hat. Auch wenn es doch recht unspäktakulär ist und in der Serie irgendwie keine geparkten Autos vor den Häusern stehen, hat es mich echt gefreut, das mal in Real Life gesehen zu haben!

 

British?!
British?!

Den Abend haben wir dann typisch britisch ausklingen lassen, zumindest auf den ersten Blick, denn das ist Cider und kein Bier. Trotzdem fanden wir aber, dass der Tee einfach ideal dazu passt und repräsentativ für UK ist. Okay, gut, bei genauem Hinsehen kann man vermutlich erkennen, dass das kein schwarzer Tee mit Milch ist, aber wer den Fehler gefunden hat, darf ihn behalten. Das war also schon ein vielversprechendes Auftakt-Wochenende.

Sonntags nachmittags sind wir dann zu unserer Gastfamilie aufgebrochen, Southbank über Belham (ausgesprochen „Bellm“) nach Streatham Common. War ein Stück in die Stadt zu fahren, aber die Anbindung war recht gut. Ich möchte hier keine Bilder von dem Haus der Familie posten, denke, das wäre nicht angebracht. Sie waren super nett zu uns, haben drei Zimmer an Studenten vermietet und einiges an Erfahrung. Trotzdem muss man sagen, und hier kommen wir wieder auf Entwicklungsland zurück, dass die Bausubstanzen in UK definitiv nicht mit deutschen Standards mithalten können. Darüberhinaus ist das mit Fenster putzen, Küche sauber halten und Dusche reparieren auch so eine Sache. Bezüglich Wäsche haben wir uns dann aus hygienischen Gründen für einen Waschsalon entschieden (Achtung, nicht nach Laundry suchen, sondern nach Laundrette, sonst landet man bei einem Wäscheservice!) Erschwerend kam hinzu, dass die Heizung in unserem Zimmer nicht funktioniert hat, was scheinbar auch volle Absicht war oder unsere Host Family zumindest davon gewusst hat, denn uns wurde direkt am Anfang nahe gelegt, wir könnten die vorhandenen Bettflaschen nutzen, sollte uns kalt sein (btw war nur eine für zwei Personen vorhanden, aber da wir sie eh nicht genutzt hätten war das auch egal). Das wurde dann teilweise etwas kalt, bei gefühlten 10 Grad Außentemperatur kann man so eine Wärmequelle schon mal brauchen. Nunja. Frühstück war „continental“, also weißes Toast mit Salzbutter, Marmelade und Tee. Immerhin gab es einen Toaster und Geschirr und auch die Möglichkeit, dies vor Benutzung nochmal abzuspülen (darauf möchte ich jetzt nicht genauer eingehen). Auch unsere chinesische Kollegin, die kein Wort Englisch konnte, und in einem der anderen Zimmer wohnte, war nicht so begeistert davon; aber wir haben uns tapfer durchgekämpft. Klar, dass bei der Kälte mein Schnupfen nicht unbedingt besser wurde, aber wie sagt man so schön? „Reisen ist nur im Rückblick eine glamouröse Angelegenheit“ (Paul Theroux).

Big Ben im Abendlicht
Big Ben im Abendlicht

Wir haben aber dann an anderen Tagen auch wieder besseres Wetter erwischt, sodass wir nach dem Unterricht (Morning Class + Afternoon Class Business English + Einzelunterricht) dann auch noch Zeit hatten, uns die Stadt anzusehen. Ich werde hier nur eine kleine Auswahl an Bildern posten, denn ich denke, die Sehenswürdigkeiten Londons sind hinreichend bekannt.

Sonne auf der Tower Bridge
Sonne auf der Tower Bridge
Sonnenuntergang am Palace
Sonnenuntergang am Palace

 

Piccadilly Circus am Abend 2
Piccadilly Circus am Abend

So viel Sonne.. aber natürlich lohnt sich London auch abends bzw. wenn es dunkel wird. Und man ganz arglos durch die Stadt läuft und dann denkt, komisch, da leuchtet ja was total hell – was ist das nur?

 

 

Piccadilly Circus am Abend 1
Piccadilly Circus am Abend

Werbung gibt es bekanntlich ja in verschiedenen Formen. Und manchmal macht sie in London auch echt Spaß. Auch wenn es das TDK Werbeschild nicht mehr gibt (einfach mal googeln, dann wird klar, was ich meine), sorgt zB Coca Cola für auffällige animierte Werbung. Was würden wir nur ohne sie tun, ohne die Konsumgüterunternehmen?

Das nächste Highlight gab es am ersten Freitagabend. Wir hatten Karten für ein Theaterstück im Barbican (großer Theater in einem von Londons hässlichsten Vierteln). Auf dem Programm stand Hamlet von keinem geringerem als Sir William Shakespeare, denn natürlich MUSS man ein Stück von ihm sehen, wenn man schon in London verweilt. Es begab sich nun rein zufällig (natürlich war das keine Absicht…neeeein), dass Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle als Prinz Hamlet zu sehen war. Und da wir uns ja schon die North Gower Street bzw. Baker Street angeschaut hatten, war es eigentlich nur logisch, dass ein solches Stück auch zum Programm gehört. Meine Güte, das war wirklich Schauspielkunst 3 Stunden lang auf dem allerhöchsten Niveau! Mir war nicht bewusst, dass der Hauptdarsteller selbst auch richtig gut Theater spielen kann. Ich war vor ein paar Jahren zwar schon mal in Stratford-Upon-Avon in einem Stück (Richard III) der Royal Shakespeare Company gewesen und dachte daher, dass das Niveau nicht mehr zu toppen ist – aber dieses Stück hier kam verdammt nah ran. Von den Aufwänden her mit Bühnenbild, Kostümen, Effekten her war er das Geld auf jeden Fall wert. Und natürlich Sherlock…ehm, Benedict Cumberbatch live ist ein toller Erlebnis (Übrigens ist er relativ klein, um die 1,80 und superschmal. Er wirkt echt nur so groß in der Serie, weil Martin Freeman so klein ist.) Am Ende gab es dann noch eine nette Aufforderung an David Cameron, mehr Flüchtlinge nach UK aufzunehmen. Wirklich super Erlebnis.

IMG_6668Das Hotel um die Ecke, wo wir uns eigens für das Theater eingemietet haben, war nett (vor allem das Frühstück mit englischen Bohnen, Bacon und so..), hatte aber ein paar ingenieurstechnische Rätsel zu bieten. Gut, ein solches Waschbecken habe ich in UK schon öfter gesehen – aber kann mir bitte mal einer sagen, was der Sinn dahinter ist??? IMG_6670Komisch ging es dann auch weiter, es gab nämlich einen Haken auf dem Boden vor der Heizung, auf dem gut lesbar angebracht war, dass man ihn bitte nicht benutzen soll. Ach ja, über der Heizung war das Fenster. Jemand einen Tipp? Hier ist übrigens auch wieder etwas typisches für dieses Land zu sehen: Teppichboden. Auch in dem Theater und in den Musicaltheatern ist ÜBERALL Teppichboden verlegt; die Folge ist, dass es halt echt nach Käsefüßen riecht. Rule Britannia.

DSC00301Am nächsten Morgen haben wir die Gunst der Stunde genutzt, dass wir direkt in der Innenstadt waren, und haben erst mal Wäsche gewaschen; was ja wie oben beschrieben der Host Family nicht unbedingt empfehlenswert schien. Also sind wir zur Laundrette, was überraschend angenehm war, nachdem wir genug Kleingeld zusammen hatten – denn die Briten sind offensichtlich der Meinung, das Geldwechselautomaten vor Ort nicht nötig sind. Immerhin konnte man Waschmittel direkt vor Ort käuflich erwerben, was uns die ganze Angelegenheit defintiv leichter gemacht hat.

Da geht mehr rein, als man glaubt!
Da geht mehr rein, als man glaubt!

Needless to say, dass der Raum von etwa vier Kameras überwacht wurde (we are watching you on CCTV). Dafür war es super sauber und aufgeräumt, sogar ein Tisch zum Wäsche zusammen legen und Wäschekörbe gab es. Wir konnten uns dabei dann auch mal ganz nett ausruhen, während das Beobachten der Waschtrommel eine sehr beruhigende Wirkung hatte.

 

 

 

Los geht's!
Los geht’s!

Ab zum nächsten Highlight: Coca Cola’s London Eye. Wir haben uns im Rahmen eines Geburtstagsgeschenkes für meine Begleiterin für die Chocolat Tasting Experience entschieden, wobei man da zwei Runden mit dem Teil fährt, nebenbei noch 2-3 Gläser Sekt trinkt und verschiedene Schokolade probiert. Zu guter Letzt (oder zuerst, weil wir die Tüte am Anfang bekommen haben), erhält jeder Teilnehmer noch eine Goodie Bag

hoch hinaus
hoch hinaus

mit einer ordentlichen Pralinenauswahl. Das Ganze fand sonntags gegen 14 Uhr statt und wir haben es nicht für nötig befunden, nach unserem continental breakfast in der Gastfamilie noch etwas zu Mittag zu essen. Daher besaß der inkludierte Sekt wirklich ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis; glücklicherweise haben wir auf den ersten Cocktail in der Sektbar verzichtet (gut, der hätte auch nochmal 10 Pfund extra gekostet). Weise Entscheidung. Schokoladensorten gab es von dunkel über 99% Kakao bis hin zu Chili, Vollmilch, Weiße und Erdbeer. War wirklich ganz nach meinem Geschmack und mit der Aussicht natürlich genial.

Schoki <3
Schoki ❤
Der Chocolat-Tasting-Tree
Der Chocolat-Tasting-Tree

 

 

 

 

 

Ach und selbstverständlich ist die Aussicht aus dem 135 Meter hohen Riesenrad auch nicht zu vernachlässigen. Man hatte zwar immer die Glasscheibe dazwischen, aber scheinbar wird die regelmäßig gereinigt, sonst hätte es alle Fotos gnadenlos verhagelt. Dabei fällt mir doch wieder extrem auf, wie dreckig die Themse wirkt / ist.

Gut, an dem Wetter könnte man mal wieder arbeiten
Gut, an dem Wetter könnte man mal wieder arbeiten
Yehaaa
Yehaaa

 

 

Schoki + Aussicht = Perfekt
Schoki + Aussicht = Perfekt

Und da ich ja jetzt schon mit den Sherlock-Drehorten angefangen habe, wollte ich das natürlich auch fortsetzen. Paparazzi pur. Naja, zumindest was die Drehorte betrifft. Fans der Serie erkennen das (hoffentlich!) wieder, dem Rest sei gesagt, es ist ein Krankenhaus und immerhin das echte New Scotland Yard.

St. Barts: Das gibt es echt!
St. Barts: Das gibt es echt!
New Scotland Yard. Echt.
New Scotland Yard. Echt.
Gemalte Fenster und Tür
Gemalte Fenster und Tür

Und dann ist da noch Leinster Gardens: Ein wunderschönes Wohnviertel nördlich des Hyde Parks. Hier sind fast nur Oberklassewagen geparkt und durch die Lage so nah am Park ist das sicherlich nicht für jeden erschwinglich. War aber sehr angenehm, dort spazieren zu gehen. Wer genau hinschaut, sieht, dass die Fenster in der Mitte grau sind (hinter den Bäumen) – sie sind gemalt. Es steht kein echtes Haus dort, sondern nur eine Fassade. Grund war, dass man den Platz dahinter für den Personennahverkehr benötigt hatte.

London local burger
London local burger

Und da man sich ja sonst nichts gönnt, sind wir dann ins Hard Rock Café essen gegangen, weil das ist ja schon immer ein Erlebnis. Leider steht die Währung ja etwas ungünstig, sodass es wirklich keine günstige Angelegenheit war – dafür aber sehr sehr lecker! Der local Burger war inklusive in Bier gekochter Zwiebel, was erst mal seltsam klingt, aber im Endeffekt richtig lecker ist – kann ich wärmstens empfehlen.

Cocktails gehen immer!
Cocktails gehen immer!
London-Style
London-Style

Auch die dazu bestellten Cockails waren gut, und wir ein paar Pfund extra bekamen wir die doppelte Menge und durften uns dann im Hard Rock Shop zwei Hurricanegläser abholen. Wie schon gesagt, man gönnt sich ja sonst nix, daher gab es für mich gleich noch ein Hard Rock Shirt obendrauf. Ich sollte mal eine Liste schreiben, wie viele ich von wo habe…

Meggesbestellung auf mordern
Meggesbestellung auf mordern

Ansonsten möchte ich noch erwähnen, dass man in einem Megges über einen Bestellautomat ordern kann. Man hat das komplette Angebot sehr übersichtlich inklusive Preise vor einem und zahlt dann mit Kreditkarte. Daraufhin bekommt man einen Beleg und kann dann sein Essen ganz bequem am Pick-Up Schalter abholen. Echt sehr angenehm, könnte man ruhig flächendeckend anbieten. Gut, an dieser Stelle doch nicht ganz entwicklungsländisch aufgestellt. Dafür gibt es fast überall nur einfach verglaste Fenster :-p

 

<3

Kurz wollte ich noch erwähnen, dass in der National Gallery unter anderem mein absolutes Lieblingsbild hängt – der Seerosenteich von Claude Monet. Das dürfte auch das einzige Foto gewesen sein, dass ich in Londons Museen gemacht habe. Aber natürlich möchte ich euch das nicht vorenthalten.

 

Was auch wirklich bemerkenswert in der Stadt ist, dass alles so grün ist. Überall Parks, Wiesen, Bäume und Blumen, äußerst liebevoll und aufwändig gestaltet. Auch außerhalb der größeren Parks wie Hyde Park, Regent’s Park, Green Park und St. Jamess‘ Park gibt es ganz viele grüne Ecken, die unvermittelt vor einem auftauchen.

London kann dann doch Sommer.
London kann dann doch Sommer.

Ich würde sagen, das ist ganz typisch für das Commonwealth, weil ich in Sydney, Hong Kong und Christchurch das genauso erlebt habe. Also damit kennen sie sich wirklich aus. Im Endeffekt hat dann das Wetter auch noch am letzten Tag super schön mitgespielt, sodass wir uns auf der Wiese im Hyde Park zum Mittagessen und zu einem Schläfchen niedergelassen haben.

Reiterampel
Reiterampel

Hier gibt es auch überall Reitwege, und man hat sogar an Wege von Park zu Park gedacht. Da die Pferde da teilweise über die Straßen müssen gibt es – ja genau – Reiterampeln in passender Höhe. Leider habe ich kein Reiter mit Pferd dort stehen sehen, aber prinzipiell liebe ich die Briten für eine solche Idee! Deshalb an dieser Stelle: ein ernst gemeintes „RULE BRITANNIA!“

 

 

 

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Zu guter letzt möchte ich noch erwähnen, dass einer der für mich besten Momente völlig kostenlos war: Evensong in Westminster Abbey. Eigentlich zahlt man für die Besichtigung der Kirche stolze 16 Pfund; besucht man allerdings einen frei zugänglichen Gottesdienst, darf man umsonst rein. Das war eigentlich die Hauptmotivation, einen solchen zu besuchen, aber meine Erwartungen wurden völlig übertroffen. Zum einen gab es da einen extra Chor, zum anderen war es relativ kurzweilig (etwa 45 Minuten). Ich habe fast alles verstanden (okay, es gab gedruckte Programme mit Texten und Liedern dazu) und es war in dieser Kulisse einfach unheimlich ergreifend. Soooo empfehlenswert! Nur darf man keine Fotos von Innen machen, deshalb an dieser Stelle lediglich ein Foto von draußen.

never alone
never alone

Tja, soweit der Bericht aus London. Mit dem Bericht aus dem Unterricht möchte ich euch nicht langweilen, daher schließe ich hiermit und hoffe, ich konnte einen – zumindest kleinen – Einblick vermitteln. Trotz meiner heftigen Erkältung habe ich den Aufenthalt trotzdem genossen und werde, wie gesagt, sicherlich noch öfter nach UK kommen. Wenn auch nicht gleich wieder nach London, denn die Stadt mit ihren vielen Menschen ist doch recht anstrengend (beispielweise Rush Hour in der Unterground). Außerdem ist man dort niemals alleine, woran man immer wieder erinnert wird. Allerdings ist die Stadt so voller Möglichkeiten, voller Energie und voll von so viel purem Leben, dass einem fast schon schwindlig wird.

You find no man, at all intellectual, who is willing to leave London. No, Sir, when a man is tired of London, he is tired of life; for there is in London all that life can afford.
-Samuel Johnson