Travels in 2017

I’m a big fan of travel planning. Some friends even are of the opinion that I enjoy planning my trips much more than actually doing them BUT this is not the case I can say. Still, they do have a point because I am usually spending significantly more time on planning than on executing my trips. In fact, there is rarely a day I do not think of where to go, what to do there, how to even improve my itinerary, to go for an upgrade somewhere or even to updating my couchsurfing page a bit.

Yeah. Right. I’m definitly addicted and this is why I’ve already planned out my whole 2017 (aaaaand as the true addict, also 2018. Haha, just kidding. Would be ridicolous to plan such a long time ahead as I even don’t know if I am still alive in 2018…so yeah just kidding.)

So this is my itinerary for 2017 (90% fixed; you will find blog posts hopefully right after the trip on here. Good motivation!)

January – London, UK (second addiction right after travelling in general) with my Dad

February – Taipei, Taiwan (off to work until May) going solo

February – Seoul, Korea (work as well but including a great weekend there with a friend of mine – local people rock!)

March – Shanghai, China (work again and much more work even as I am still executing the visa.. will use couchsurfing.com for my weekend there)

March / April – Tokyo, Japan (let’s guess.. yes, work but a very nice colleague of mine plans to introduce me to cherry blossom season…)

April – Taiwan road trip (looks amazing on the pics) again with my Dad

May – SEA trip starting in Singapore (infinity pool here I come!!) going to Bangkok, Angkor Wat to Vietnam ending in Hanoi (vacation this time, solo again)

June – London, UK (as crazy solo traveller who bought a theatre fangirl ticket)

July – Landgraaf, the Netherlands (spending a few nights in one of the most bloomy hotels I’ve ever been to ) with dear friends

November until January 2018 – New Zealand tour (6 weeks of pure bliss to return to this country which is so much more than just middle earth – with me, myself & I).

 

Sounds like a plan? Still thinking to squeeze in some more adventures like a quick trip to Kota Kinabalu or Cebu when in Taiwan .. just cannot get enough. Never ever.

 

 

On my own: London

So. Der heutige Beitrag dreht sich um meine Londonreise vergangenes Wochenende. Und gleichzeitig auch meine erste nicht-Geschäftsreise, die ich alleine bestritten habe. Man findet eine Menge zu lesen bezüglich Alleinreisen von A wie alles ganz toll bis hin zu Z wie zum kotzen. Möglicherweise liegt die Wahrheit, wie bei fast allem in diesem Universum, irgendwo dazwischen. So etwa bei Buchstabe H wie Herausforderung oder bei S wie sich selbst besser kennen lernen. Zu meiner eigenen Überraschung war ich nicht aufgeregt oder hatte gar Angst. Im Gegenteil: Die Freude überwog deutlich. Während es doch eine relativ lange Zeit in meinem Leben gab, in der ich glaubte, nie mehr im Stande sein, überhaupt verreisen zu können, kann ich jetzt wohl einigermaßen stolz auf mich sein, dass das so gelaufen ist. Schön, es waren nur 3 Tage bzw. 2 Nächte. Und ja, es war nur London, wo ich im September erst war. Aber hey, irgendwo muss ja jeder mal anfangen, oder?

IMG_8320Um jetzt nicht noch mehr durcheinander zu werfen, der Reihe nach. Ab in den Bus zum Flughafen, der Moment beim Einsteigen, zu wissen, dass ich ab jetzt alleine bin: tolles Gefühl. Unabhängig. Selbstbestimmt. Frei.

 

IMG_8322Tja und dann war ich auch schon am Flughafen. Und auch wenn es mal wieder echt seltsam klingt (was daran liegen könnte, dass ich seltsam bin), ich fühle mich einfach unglaublich wohl auf Flughäfen.  Dieses Mal habe ich mir sogar die Zeit genommen und intensiv dokumentiert – jedenfalls für meine Verhältnisse. Diese Flugtafel in der Abflugshalle flasht mich einfach jedes Mal mit den schier endlosen Möglichkeiten, die man so eben ganz beiläufig an der Hand hat. Herrlich. Das Tor zu aller Welt. Und natürlich habe ich auf wieder während des Fluges fotografiert. Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich geflogen bin, aber ich sehe doch beim Blick aus dem Fenster niemals das Selbe. Und dann – der Moment, in dem Britannien zu sehen ist. Gold. Jedes Mal.

Kaum angekommen, gehts auch schon hinunter in die Tube und beim 3. Versuch, die Oyster Card mit meiner Kreditkarte aufzuladen, hat es dann schließlich funktioniert (Karte war immer invalid, wobei ich paar Minuten zuvor noch ein paar Pfund am ATM abgehoben hatte… da heißt es durchhalten, keine Panik und wieder versuchen. Trotzdem sollte ich wohl meine Abrechnung jetzt gut im Auge behalten). Dann ab in die Bahn, die gerade mal 50 Minuten zum Leceister Square nach Soho braucht. Von dort war meine Unterkunft knapp einen Kilometer weg und ich gebe zu, ich war leicht unter Zeitdruck, da ich mir eine Karte für Les Miserables im Queens Theatre für die Matinee Vorstellung um 2:30 pm geholt hatte. In der Stadt war ich dann um 1 pm, das hat also im Endeffekt doch dicke gereicht. Und was soll ich sagen, das Musical ist wirklich großartig – und beide Vorstellungen an dem Tag waren komplett ausverkauft (ist ja nicht so, dass das schon ewig in London läuft…). Und hier auch der Twist zu dem Titel dieses Eintrags, denn „on my own“ ist eins der besten Lieder dieses Musicals. Danach dachte ich eigentlich, dass es nicht mehr besser werden kann, allerdings hatte ich für abends noch ein Theaterstück mit einem Schauspieler eingeplant, den ich schon lange mal live sehen wollte (und dieses Stück war der eigentliche Grund für meinen Besuch in London).

IMG_8336Ich wurde nicht enttäuscht, denn das Stück fand in einer umgebauten Halle statt und nicht im Theater und das Setting war eher wie ein Wohnzimmer. An den Stars wirklich auf 3 Meter dran sein zu können, ist echt eine schöne Sache, da weiß man auch, wofür man sein Geld investiert hat. Leider war drinnen erstens Fotografierverbot und zweitens das Licht so schlecht, dass es sowieso keinen Sinn gemacht hat, also hier mal der Eingang von außen (Charing Cross Road war – so ein Zufall – nur ein paar hundert Meter von meiner Unterkunft entfernt).

Leider war ich danach so müde, dass ich anstatt Samstagnacht in Soho zum Tag zu machen, einfach schlafen gegangen bin, obwohl echt richtig was in Soho los war. Aber nun, man kann nicht alles haben.

IMG_8346Am nächsten Morgen habe ich erst mal ein sehr ausgewogenes Frühstück genossen (außderdem hatte ich noch eine fast volle Stempelkarte im Cafe Nero). Danach ging es weiter zur Picadilly Station, wo ich mich mit Jake, einem Koreaner, den ich beim Sprachkurs im September kennen gelernt hatte, getroffen habe. Da es mal wieder regnete und auch nicht danach aussah, als würde sich das groß ändern, haben wir uns spontan für die Kew Gardens entschieden, von denen ich bisher immer nur gelesen, sie aber noch nie besucht hatte. Und was soll ich sagen – das war genau die richtige Entscheidung! Nur ein paar Tubestationen von Picadilly weg ist dieser überdimensionale Garten mit alten, riesigen Gewächshäusern. Palmen aus aller Welt, tropische Pflanzen, Wüstenpflanzen, dazu noch ein Treetop-Walk in luftiger Höhe (und wir haben vielleicht ein Drittel gesehen, bis uns die Füße weh taten) und Blumen, überall Blumen. Das ist sicherlich im Sommer auch einen Besuch Wert (10 Pfund Eintritt sind da meiner Meinung nach auch angebracht), schon allein weil man über die Themse mit dem Boot dort hinfahren kann (Ja, die Orchideen sind echt!)

Aber auch hier gibt es wieder Kuriositäten des britischen Denkens zu bewundern, die ich selbstverständlich nicht unerwähnt lassen möchte. Da ist zum einen – traditionell – die Sache mit dem Waschbecken. Ich werde aber nicht aufgeben, dafür eine sinnvolle Erklärung zu finden. Zum anderen treiben Warnhinweise ab und zu ihre eigenen Stilblüten… aber so sind die Briten: Höflicher Hinweis.

Besonders beeindruckt hatte mich allerdings die Wiese voller Krokus und eine sehr besondere Blume. Ich denke, beides gäbe ein gutes Poster ab, wenn ich denn nicht schon die ganze Wohnung mit Bildern aus Neuseeland tapeziert hätte.

Nach dem wirklich tollen Besuch sind wir dann zurück in die Stadt gefahren und Jake hat mich zu einem unkonventionellen, aber wirklich leckerem chinesischem Restaurant mitgenommen. Wenn man zu zweit ist, wird man an andere Tische dazu gesetzt und der Service war nicht unbedingt hervorstechend. Dafür war das Essen aber wirklich lecker (auf den europäischen Gaumen angepasst) und bei 6 Pfund pro Person inklusive kostenlosem Tee wirklich günstig für Chinatown. Den restlichen Tag habe ich damit verbracht, über Leceister Square, Soho und Oxford Street zu schlendern und immer wieder in Geschäften inne zu halten (ja, sonntags shoppen ist schon Luxus). Zum Abendessen bin ich dann bei meinem Lieblingsladen gelandet und habe mir mal echt was gegönnt: Maccaroni-Kohl-Auflauf, Obstsalat und Bananenbrot. Nicht günstig, aber wirklich natural und alles pipapo. Und natürlich mit der extra Prise Humor (siehe Serviette).

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An dieser Stelle möchte ich kurz auf die Unterkunft eingehen: SoHostel mitten in Soho, nur 50 Meter von der Oxford Street und man ist in nullkommanix bei allen Westend Theatern, auf dem Leceister Square, Trafalgar Square und Picadilly Circus. Und für britische Verhältnisse wirklich sauber, groß und das Personal super freundlich und flexibel (Luggage storage war sowohl bei An – als auch Abreise kein Problem und sogar kostenlos). Und naja das Bett ging auch mal für 2 Nächte.

IMG_8396Und schon war es Montag und der letzte Tag gekommen. Ich habe mich wieder bei einem Frühstück gestärkt (dieses Mal war das Getränk dank meiner Stempelkarte for free) und habe dann beschlossen, die Oxford Street zu besuchen. Schließlich wollte ich noch einige Einkäufe tätigen, die in Europa (richtig, UK gehört nicht zu Europa) aufgrund des mangelnden Angebotes unmöglich sind. Ich war erfolgreich und hatte noch genug Zeit, sodass ich erst die ganze Oxford Street von Tottenham Court Road bis hin zu Marble Arch gelaufen bin und mir dann dachte, südlich der Straße Richtung Soho ist es auch ganz nett, also bin ich mal ohne Plan dort rumgelaufen. Und: Das sind meiner Meinung nach immer die besten Entscheidungen, solange man genug Zeit hat. Diese Ecken stehen in keinem Reiseführer und sind herzallerliebst. Insbesondere in dem geschäftigen, montäglichen Treiben. Aber auch der Schmuck für Chinese New Year in Chinatown, der Soho Square oder die Busse auf der Oxford Street sind einfach schön anzusehen, selbst im Regen strahlt diese Stadt (ja ich weiß, Freak…). Ach ja und alle paar hundert Meter gibt Infosäulen mit Stadtplänen, wo man ist und was wie weit weg ist – wieder mal sehr höflich.

IMG_8415 Mit meinen Einkäufen war ich recht erfolgreich, sowohl Tee von Whittard als auch Schokolade von Hotel Chocolat hat alles gepasst. Schnell noch eine Stärkung in Form eines Schokomuffins im Megges (gezahlt über den Automat mit Kreditkarte) und das free wifi ausgenutzt, bevor es zum Flughafen ging. Es ist einfach wunderbar, dass Transport for London so dermaßen gut ausgebaut ist, dass man noch nicht mal schauen muss, wann die Bahn fährt, weil sowieso alle 2-3 Minuten die nächste kommt. Ich kann schon verstehen, weshalb Menschen gerne in Großstädten leben (obwohl ich ein Landei bin…).

 

IMG_8423Ich kenne Heathrow noch aus dem September und von der Landung, aber mir war da gar nicht so bewusst geworden, dass das ganze Ding einfach super neu und modern ist. Und dass die Mitarbeiter auch super hilfsbereit sind, was ich gleich schon gemerkt habe, als ich einchecken wollte, früh, weil ich meinen Koffer mit den ganzen Einkäufen aufgeben musste und ich direkt mal auf den Flug 1 Stunde vorher gebucht wurde (scheinbar fliegt die LH stündlich diese Route), weil Sturm angesagt war und man nicht wusste, wie sich das Wetter entwickelt. Das Free Wifi am Flughafen hat mich gleich wieder erkannt und nach den Kontrollen hatte ich gerade mal noch eine knappe halbe Stunde, bevor das Boarding begann. Es hat allerdings gereicht, meine Trinkflasche aufzufüllen (die haben jetzt die Trinkbrunnen extra so konstruiert, dass Flaschen drunter passen – great!) und ich die Handcreme auf der Damentoilette nutzen konnte (I love Heathrow). Im Flieger kam die nächste Überraschung: Voller wurde es nicht.

IMG_8428Jetzt könnte man meinen, klar, das ist nun mal so wenn die so oft fliegen. Allerdings war der Hinflug voll bis auf den letzten Platz und ich würde mich wundern, wenn die Hinflüge signifikant weniger seien als die Rückflüge. Auch im September waren beide Flüge recht voll. Aber klar, ich möchte mich nicht beschweren und habe mich so breit gemacht wie ich konnte (und das kann ich sehr gut!). Leider war aufgrund des Sturms die ganze Sache eine ziemliche wackelige Angelegenheit (boah war mir schlecht nach dem Start) und es ist total übertrieben, wenn irgendwelche „ich fliege zum ersten Mal“- Gäste nur wegen eines Luftlochs hysterisch aufschreien. Aber ist man erst mal ganz oben, geht es eigentlich. Vor allem wenn dann das Catering kommt (ich mag ja Lufthansa als Airline echt gerne…)

Kurz vorm Verhungern gab es dann erst eine Käsesändwich und dann die Reste meines Megges Schokomuffins mit dem guten alten Tomatensaft (natürlich nicht ohne Pfeffer und Salz) zusammen (Anm. der Autorin: Nein, ich bin nicht schwanger und war es noch nie, aber salzig und süß ist einfach eine geile Kombi). Ach richtig, zu guter letzt nochmalein paar Fotos (wie gesagt, ich kann es nicht lassen)…

Ich war jetzt schon einige Male hier, aber ich plane direkt die nächste Reise in diese unglaubliche Stadt. Es gibt noch so viel zu entdecken und ich bin mir sicher, im August muss es noch schöner sein (da regnet es dann vielleicht nur 2 Stunden statt 6 Stunden..). So viel zu sehen und so wenig Zeit. Wenn wir dazu bestimmt wären, nur an einem Ort zu sein, hätten wir Wurzeln statt Beine.

Fazit zum alleine reisen: Es ist anstrengend, klar, aber man bekommt seinen Kopf unheimlich gut frei von allem anderen Kram weil man sich einfach so sehr auf das hier und jetzt konzentrieren muss, dass man keine andere Wahl hat! Mir hat es gefehlt, meine Eindrücke und Meinungen zu teilen, das war natürlich etwas schade. Ich werde trotzdem weiterhin ab und zu alleine verreisen, aber zeitlich limitiert oder aber dahin, wo ich weiß, dass es einfach ist, Leute kennen zu lernen (Sprachkurs, Backpackertouren etc.) Ich kann es trotzdem jedem nur empfehlen, das zumindest einmal gemacht zu haben 🙂

 

In diesem Sinne: Danke fürs Lesen  – auf bald!

 

… wobei mich auch Frankfurt nett begrüßt hat…

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London. Oder: Die Hauptstadt eines königlichen Entwicklungslandes

Schon die Überschrift dieses Beitrages wird einige Leser zum Stolpern bringen: England – ein Entwicklungsland?!

Oh ja.

Jedenfalls aus meiner eingeschränkten deutschen Sichtweise. Und ich hoffe, im Verlauf des Beitrages kann das auch ein wenig nachvollzogen werden.

Das soll nicht heißen, dass ich England bzw. London in irgendeiner Art und Weise abwerten will. Im Gegenteil. Das Land, die Kultur, der Akzent (!!!), die wahnsinnig laute, pulsierende, lebhafte Hauptstadt – das ist der Wahnsinn. Und irgendwie können sich die Briten leisten, was sie wollen, weil hey, sie sind Briten! Und das war nicht das erste, aber sicherlich auch nicht das letzte Mal, dass ich dort war.

Eigentlich hatte ich diesen Trip mit einer Kollegin / guten Freundin als Bildungsurlaub inklusive Englischkurs geplant, und das schon im November 2015 (Reisezeit war September 2015). Aber ich bin sowieso der Lang-im-Voraus-Planer (sonst kann man sich ja gar nicht auf den Trip freuen, wenn man Last-Minute bucht) und bspw. Flüge sind dann deutlich günstiger. Nunja. Ende Mai kam dann die Nachricht, dass meine Reisepartnerin aus beruflichen Gründen leider verhindert war. Zu der Zeit weilte ich gerade im Urlaub (Istanbul, siehe Beitrag weiter unten) und spontan sprang eine andere Freundin ein – lediglich mit der Info, welchen Ort und Zeitraum dies betraf und dass es um einen Englischkurs ging. Über diese Spontanität staune ich noch heute und kann nur den Hut davor ziehen. Dahat meine Person wirklich noch Lernpotential.

So sind wir nach diversen Um-/Zubuchungen am 04.09.2015 nach London Heathrow aufgebrochen. Nach dem irritierend kurzen Flug mit Blick über die Stadt kamen wir schließlich am frühen Abend an. Ich bin doch mittlerweile schon einige Male geflogen, aber (fast) jedes Mal möchte ich am Fenster sitzen, rausschauen, Fotos machen. Jedes Mal ist der Blick einfach unbeschreiblich und für mich trotzdem noch etwas ganz Besonderes. Und auch wenn es immer Wolken, Sonne und Landschaften sind, ist es doch immer anders.

Über den Wolken... lalala
Über den Wolken… lalala
Die Sonne ist IMMER da
Die Sonne ist IMMER da
London View 1 - Tower Bridge
London View 1 – Tower Bridge
London View 1 - London Eye
London View 2 – London Eye

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unser Quartier bei der Gastfamilie hatten wir erst ab Sonntag gebucht und deshalb noch 2 Nächte im Hostel in Bloomsbury verbracht. Das war für die Verhältnisse der teuersten Stadt der Welt (geht man nach Immobilienpreisen, ist London teurer als NYC) recht günstig und war daher eher so Richtung Backpacker, was aber echt cool war. Nur auf den Luxus eines eigenen Doppelzimmers wollten wir nicht verzichten. Wir wurden nicht enttäuscht und ich kann das Generator Hostel London nur weiterempfehlen, auch Lage absolut top, nette Nachbarschaft und gute Underground Anbindung. Wer allerdings upper standards bevorzugt, sollte weitersuchen; das ist eher basic, aber sehr sauber.

Unser Zimmer 1
Unser Zimmer 1

 

 

 

 

 

 

Unser Zimmer 2
Unser Zimmer 2

 

 

 

 

 

 

 

 

Und los gingen die Erkundungstouren. Ich will hier jetzt nicht alle unsere Wege beschreiben, sondern mich auf die absoluten Highlights beschränken, die mir auch am besten in Erinnerung geblieben sind. Schließlich ist auch die Zeit, das hier zu lesen, kostbar und soll nicht verschwendet werden, deshalb komme ich mal direkt auf den Punkt:

Wir fanden es sinnvoll, uns erst einmal einen Überblick zu verschaffen sowie die nahe Gegend zu erkunden. Ich glaube, ich habe mehrere hundert Bilder einfach nur in den Straßen gemacht, da ich die Atmosphäre, Bauweise und Trubel schon lieb gewonnen habe. Nur hätte es für Anfang September etwas wärmer sein können, aber ich will mich ja nicht beschweren. Die Erkältung, die ich dann statt der Beschwerde hatte, war allerdings überflüssig. Trotzdem sei an dieser Stelle erwähnt, dass Pain Killers, also Schmerztabletten, äußerst günstig zu haben sind. Man zahlt für Paracetamol oder Ibuprofen 35 pence, also etwa 50 Cent. Dafür sind leider die Halsschmerztabletten recht teuer. Doch genug der Flennerei.

Man ist in London und wo geht man hin? Klar, ab zur Tower Bridge! Daran konnte auch der Regen nichts ändern, der uns ab und zu ärgern wollte. Nach einem behelfsmäßigen Supermarkt-Frühstück mit einem Sandwich bestehend aus ungetoastetem Toast und Mayo (da hatten wir die Sticker mit „no mayo“ noch nicht gesehen und konnten daher nicht damit arbeiten), haben wir uns vor dem immer stärkeren Regen dann in einem kuscheligen Café Nero (gibt es in London an JEDER Ecke) in Sicherheit gebracht und ich habe meine erste heiße Schokolade mit Marshmellows obendrauf getrunken. Nun, lange Rede, kurzer Sinn – wir haben es dann doch noch zur Tower Bridge geschafft, wie man sieht.

 

 

 

YUMMY
YUMMY

 

Zu vielen Wolken
Zu viele Wolken

 

 

 

 

 

 

 

221 B Baker Street
221 B Baker Street

 

Naja. Dann – es regnete immer noch – haben wir uns nach einem kurzen Abstecher ins Tate Modern Richtung 221 B Baker Street aufgemacht. Pflichtprogramm in London. Die Straße ist allerdings nicht schön, und wer erwartet, DIE Straße aus der Serie zu sehen, wird enttäuscht werden (siehe Bild links). Außerdem ist die Straße recht breit, also wahrscheinlich ungeeignet als Drehort.

Sherlock-Drehort
Sherlock-Drehort

Geht man aber ein paar Meter weiter zur North Gower Street, wird man als Fan der Serie Sherlock das finden, was man gesucht hat. Auch wenn es doch recht unspäktakulär ist und in der Serie irgendwie keine geparkten Autos vor den Häusern stehen, hat es mich echt gefreut, das mal in Real Life gesehen zu haben!

 

British?!
British?!

Den Abend haben wir dann typisch britisch ausklingen lassen, zumindest auf den ersten Blick, denn das ist Cider und kein Bier. Trotzdem fanden wir aber, dass der Tee einfach ideal dazu passt und repräsentativ für UK ist. Okay, gut, bei genauem Hinsehen kann man vermutlich erkennen, dass das kein schwarzer Tee mit Milch ist, aber wer den Fehler gefunden hat, darf ihn behalten. Das war also schon ein vielversprechendes Auftakt-Wochenende.

Sonntags nachmittags sind wir dann zu unserer Gastfamilie aufgebrochen, Southbank über Belham (ausgesprochen „Bellm“) nach Streatham Common. War ein Stück in die Stadt zu fahren, aber die Anbindung war recht gut. Ich möchte hier keine Bilder von dem Haus der Familie posten, denke, das wäre nicht angebracht. Sie waren super nett zu uns, haben drei Zimmer an Studenten vermietet und einiges an Erfahrung. Trotzdem muss man sagen, und hier kommen wir wieder auf Entwicklungsland zurück, dass die Bausubstanzen in UK definitiv nicht mit deutschen Standards mithalten können. Darüberhinaus ist das mit Fenster putzen, Küche sauber halten und Dusche reparieren auch so eine Sache. Bezüglich Wäsche haben wir uns dann aus hygienischen Gründen für einen Waschsalon entschieden (Achtung, nicht nach Laundry suchen, sondern nach Laundrette, sonst landet man bei einem Wäscheservice!) Erschwerend kam hinzu, dass die Heizung in unserem Zimmer nicht funktioniert hat, was scheinbar auch volle Absicht war oder unsere Host Family zumindest davon gewusst hat, denn uns wurde direkt am Anfang nahe gelegt, wir könnten die vorhandenen Bettflaschen nutzen, sollte uns kalt sein (btw war nur eine für zwei Personen vorhanden, aber da wir sie eh nicht genutzt hätten war das auch egal). Das wurde dann teilweise etwas kalt, bei gefühlten 10 Grad Außentemperatur kann man so eine Wärmequelle schon mal brauchen. Nunja. Frühstück war „continental“, also weißes Toast mit Salzbutter, Marmelade und Tee. Immerhin gab es einen Toaster und Geschirr und auch die Möglichkeit, dies vor Benutzung nochmal abzuspülen (darauf möchte ich jetzt nicht genauer eingehen). Auch unsere chinesische Kollegin, die kein Wort Englisch konnte, und in einem der anderen Zimmer wohnte, war nicht so begeistert davon; aber wir haben uns tapfer durchgekämpft. Klar, dass bei der Kälte mein Schnupfen nicht unbedingt besser wurde, aber wie sagt man so schön? „Reisen ist nur im Rückblick eine glamouröse Angelegenheit“ (Paul Theroux).

Big Ben im Abendlicht
Big Ben im Abendlicht

Wir haben aber dann an anderen Tagen auch wieder besseres Wetter erwischt, sodass wir nach dem Unterricht (Morning Class + Afternoon Class Business English + Einzelunterricht) dann auch noch Zeit hatten, uns die Stadt anzusehen. Ich werde hier nur eine kleine Auswahl an Bildern posten, denn ich denke, die Sehenswürdigkeiten Londons sind hinreichend bekannt.

Sonne auf der Tower Bridge
Sonne auf der Tower Bridge
Sonnenuntergang am Palace
Sonnenuntergang am Palace

 

Piccadilly Circus am Abend 2
Piccadilly Circus am Abend

So viel Sonne.. aber natürlich lohnt sich London auch abends bzw. wenn es dunkel wird. Und man ganz arglos durch die Stadt läuft und dann denkt, komisch, da leuchtet ja was total hell – was ist das nur?

 

 

Piccadilly Circus am Abend 1
Piccadilly Circus am Abend

Werbung gibt es bekanntlich ja in verschiedenen Formen. Und manchmal macht sie in London auch echt Spaß. Auch wenn es das TDK Werbeschild nicht mehr gibt (einfach mal googeln, dann wird klar, was ich meine), sorgt zB Coca Cola für auffällige animierte Werbung. Was würden wir nur ohne sie tun, ohne die Konsumgüterunternehmen?

Das nächste Highlight gab es am ersten Freitagabend. Wir hatten Karten für ein Theaterstück im Barbican (großer Theater in einem von Londons hässlichsten Vierteln). Auf dem Programm stand Hamlet von keinem geringerem als Sir William Shakespeare, denn natürlich MUSS man ein Stück von ihm sehen, wenn man schon in London verweilt. Es begab sich nun rein zufällig (natürlich war das keine Absicht…neeeein), dass Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle als Prinz Hamlet zu sehen war. Und da wir uns ja schon die North Gower Street bzw. Baker Street angeschaut hatten, war es eigentlich nur logisch, dass ein solches Stück auch zum Programm gehört. Meine Güte, das war wirklich Schauspielkunst 3 Stunden lang auf dem allerhöchsten Niveau! Mir war nicht bewusst, dass der Hauptdarsteller selbst auch richtig gut Theater spielen kann. Ich war vor ein paar Jahren zwar schon mal in Stratford-Upon-Avon in einem Stück (Richard III) der Royal Shakespeare Company gewesen und dachte daher, dass das Niveau nicht mehr zu toppen ist – aber dieses Stück hier kam verdammt nah ran. Von den Aufwänden her mit Bühnenbild, Kostümen, Effekten her war er das Geld auf jeden Fall wert. Und natürlich Sherlock…ehm, Benedict Cumberbatch live ist ein toller Erlebnis (Übrigens ist er relativ klein, um die 1,80 und superschmal. Er wirkt echt nur so groß in der Serie, weil Martin Freeman so klein ist.) Am Ende gab es dann noch eine nette Aufforderung an David Cameron, mehr Flüchtlinge nach UK aufzunehmen. Wirklich super Erlebnis.

IMG_6668Das Hotel um die Ecke, wo wir uns eigens für das Theater eingemietet haben, war nett (vor allem das Frühstück mit englischen Bohnen, Bacon und so..), hatte aber ein paar ingenieurstechnische Rätsel zu bieten. Gut, ein solches Waschbecken habe ich in UK schon öfter gesehen – aber kann mir bitte mal einer sagen, was der Sinn dahinter ist??? IMG_6670Komisch ging es dann auch weiter, es gab nämlich einen Haken auf dem Boden vor der Heizung, auf dem gut lesbar angebracht war, dass man ihn bitte nicht benutzen soll. Ach ja, über der Heizung war das Fenster. Jemand einen Tipp? Hier ist übrigens auch wieder etwas typisches für dieses Land zu sehen: Teppichboden. Auch in dem Theater und in den Musicaltheatern ist ÜBERALL Teppichboden verlegt; die Folge ist, dass es halt echt nach Käsefüßen riecht. Rule Britannia.

DSC00301Am nächsten Morgen haben wir die Gunst der Stunde genutzt, dass wir direkt in der Innenstadt waren, und haben erst mal Wäsche gewaschen; was ja wie oben beschrieben der Host Family nicht unbedingt empfehlenswert schien. Also sind wir zur Laundrette, was überraschend angenehm war, nachdem wir genug Kleingeld zusammen hatten – denn die Briten sind offensichtlich der Meinung, das Geldwechselautomaten vor Ort nicht nötig sind. Immerhin konnte man Waschmittel direkt vor Ort käuflich erwerben, was uns die ganze Angelegenheit defintiv leichter gemacht hat.

Da geht mehr rein, als man glaubt!
Da geht mehr rein, als man glaubt!

Needless to say, dass der Raum von etwa vier Kameras überwacht wurde (we are watching you on CCTV). Dafür war es super sauber und aufgeräumt, sogar ein Tisch zum Wäsche zusammen legen und Wäschekörbe gab es. Wir konnten uns dabei dann auch mal ganz nett ausruhen, während das Beobachten der Waschtrommel eine sehr beruhigende Wirkung hatte.

 

 

 

Los geht's!
Los geht’s!

Ab zum nächsten Highlight: Coca Cola’s London Eye. Wir haben uns im Rahmen eines Geburtstagsgeschenkes für meine Begleiterin für die Chocolat Tasting Experience entschieden, wobei man da zwei Runden mit dem Teil fährt, nebenbei noch 2-3 Gläser Sekt trinkt und verschiedene Schokolade probiert. Zu guter Letzt (oder zuerst, weil wir die Tüte am Anfang bekommen haben), erhält jeder Teilnehmer noch eine Goodie Bag

hoch hinaus
hoch hinaus

mit einer ordentlichen Pralinenauswahl. Das Ganze fand sonntags gegen 14 Uhr statt und wir haben es nicht für nötig befunden, nach unserem continental breakfast in der Gastfamilie noch etwas zu Mittag zu essen. Daher besaß der inkludierte Sekt wirklich ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis; glücklicherweise haben wir auf den ersten Cocktail in der Sektbar verzichtet (gut, der hätte auch nochmal 10 Pfund extra gekostet). Weise Entscheidung. Schokoladensorten gab es von dunkel über 99% Kakao bis hin zu Chili, Vollmilch, Weiße und Erdbeer. War wirklich ganz nach meinem Geschmack und mit der Aussicht natürlich genial.

Schoki <3
Schoki ❤
Der Chocolat-Tasting-Tree
Der Chocolat-Tasting-Tree

 

 

 

 

 

Ach und selbstverständlich ist die Aussicht aus dem 135 Meter hohen Riesenrad auch nicht zu vernachlässigen. Man hatte zwar immer die Glasscheibe dazwischen, aber scheinbar wird die regelmäßig gereinigt, sonst hätte es alle Fotos gnadenlos verhagelt. Dabei fällt mir doch wieder extrem auf, wie dreckig die Themse wirkt / ist.

Gut, an dem Wetter könnte man mal wieder arbeiten
Gut, an dem Wetter könnte man mal wieder arbeiten
Yehaaa
Yehaaa

 

 

Schoki + Aussicht = Perfekt
Schoki + Aussicht = Perfekt

Und da ich ja jetzt schon mit den Sherlock-Drehorten angefangen habe, wollte ich das natürlich auch fortsetzen. Paparazzi pur. Naja, zumindest was die Drehorte betrifft. Fans der Serie erkennen das (hoffentlich!) wieder, dem Rest sei gesagt, es ist ein Krankenhaus und immerhin das echte New Scotland Yard.

St. Barts: Das gibt es echt!
St. Barts: Das gibt es echt!
New Scotland Yard. Echt.
New Scotland Yard. Echt.
Gemalte Fenster und Tür
Gemalte Fenster und Tür

Und dann ist da noch Leinster Gardens: Ein wunderschönes Wohnviertel nördlich des Hyde Parks. Hier sind fast nur Oberklassewagen geparkt und durch die Lage so nah am Park ist das sicherlich nicht für jeden erschwinglich. War aber sehr angenehm, dort spazieren zu gehen. Wer genau hinschaut, sieht, dass die Fenster in der Mitte grau sind (hinter den Bäumen) – sie sind gemalt. Es steht kein echtes Haus dort, sondern nur eine Fassade. Grund war, dass man den Platz dahinter für den Personennahverkehr benötigt hatte.

London local burger
London local burger

Und da man sich ja sonst nichts gönnt, sind wir dann ins Hard Rock Café essen gegangen, weil das ist ja schon immer ein Erlebnis. Leider steht die Währung ja etwas ungünstig, sodass es wirklich keine günstige Angelegenheit war – dafür aber sehr sehr lecker! Der local Burger war inklusive in Bier gekochter Zwiebel, was erst mal seltsam klingt, aber im Endeffekt richtig lecker ist – kann ich wärmstens empfehlen.

Cocktails gehen immer!
Cocktails gehen immer!
London-Style
London-Style

Auch die dazu bestellten Cockails waren gut, und wir ein paar Pfund extra bekamen wir die doppelte Menge und durften uns dann im Hard Rock Shop zwei Hurricanegläser abholen. Wie schon gesagt, man gönnt sich ja sonst nix, daher gab es für mich gleich noch ein Hard Rock Shirt obendrauf. Ich sollte mal eine Liste schreiben, wie viele ich von wo habe…

Meggesbestellung auf mordern
Meggesbestellung auf mordern

Ansonsten möchte ich noch erwähnen, dass man in einem Megges über einen Bestellautomat ordern kann. Man hat das komplette Angebot sehr übersichtlich inklusive Preise vor einem und zahlt dann mit Kreditkarte. Daraufhin bekommt man einen Beleg und kann dann sein Essen ganz bequem am Pick-Up Schalter abholen. Echt sehr angenehm, könnte man ruhig flächendeckend anbieten. Gut, an dieser Stelle doch nicht ganz entwicklungsländisch aufgestellt. Dafür gibt es fast überall nur einfach verglaste Fenster :-p

 

<3

Kurz wollte ich noch erwähnen, dass in der National Gallery unter anderem mein absolutes Lieblingsbild hängt – der Seerosenteich von Claude Monet. Das dürfte auch das einzige Foto gewesen sein, dass ich in Londons Museen gemacht habe. Aber natürlich möchte ich euch das nicht vorenthalten.

 

Was auch wirklich bemerkenswert in der Stadt ist, dass alles so grün ist. Überall Parks, Wiesen, Bäume und Blumen, äußerst liebevoll und aufwändig gestaltet. Auch außerhalb der größeren Parks wie Hyde Park, Regent’s Park, Green Park und St. Jamess‘ Park gibt es ganz viele grüne Ecken, die unvermittelt vor einem auftauchen.

London kann dann doch Sommer.
London kann dann doch Sommer.

Ich würde sagen, das ist ganz typisch für das Commonwealth, weil ich in Sydney, Hong Kong und Christchurch das genauso erlebt habe. Also damit kennen sie sich wirklich aus. Im Endeffekt hat dann das Wetter auch noch am letzten Tag super schön mitgespielt, sodass wir uns auf der Wiese im Hyde Park zum Mittagessen und zu einem Schläfchen niedergelassen haben.

Reiterampel
Reiterampel

Hier gibt es auch überall Reitwege, und man hat sogar an Wege von Park zu Park gedacht. Da die Pferde da teilweise über die Straßen müssen gibt es – ja genau – Reiterampeln in passender Höhe. Leider habe ich kein Reiter mit Pferd dort stehen sehen, aber prinzipiell liebe ich die Briten für eine solche Idee! Deshalb an dieser Stelle: ein ernst gemeintes „RULE BRITANNIA!“

 

 

 

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Zu guter letzt möchte ich noch erwähnen, dass einer der für mich besten Momente völlig kostenlos war: Evensong in Westminster Abbey. Eigentlich zahlt man für die Besichtigung der Kirche stolze 16 Pfund; besucht man allerdings einen frei zugänglichen Gottesdienst, darf man umsonst rein. Das war eigentlich die Hauptmotivation, einen solchen zu besuchen, aber meine Erwartungen wurden völlig übertroffen. Zum einen gab es da einen extra Chor, zum anderen war es relativ kurzweilig (etwa 45 Minuten). Ich habe fast alles verstanden (okay, es gab gedruckte Programme mit Texten und Liedern dazu) und es war in dieser Kulisse einfach unheimlich ergreifend. Soooo empfehlenswert! Nur darf man keine Fotos von Innen machen, deshalb an dieser Stelle lediglich ein Foto von draußen.

never alone
never alone

Tja, soweit der Bericht aus London. Mit dem Bericht aus dem Unterricht möchte ich euch nicht langweilen, daher schließe ich hiermit und hoffe, ich konnte einen – zumindest kleinen – Einblick vermitteln. Trotz meiner heftigen Erkältung habe ich den Aufenthalt trotzdem genossen und werde, wie gesagt, sicherlich noch öfter nach UK kommen. Wenn auch nicht gleich wieder nach London, denn die Stadt mit ihren vielen Menschen ist doch recht anstrengend (beispielweise Rush Hour in der Unterground). Außerdem ist man dort niemals alleine, woran man immer wieder erinnert wird. Allerdings ist die Stadt so voller Möglichkeiten, voller Energie und voll von so viel purem Leben, dass einem fast schon schwindlig wird.

You find no man, at all intellectual, who is willing to leave London. No, Sir, when a man is tired of London, he is tired of life; for there is in London all that life can afford.
-Samuel Johnson