10 greatest flower pics

When on travels, I love to take pictures of either flowers or stunning sceneries with flowers in the front. No matter where, I just love it. So therefore see my most beautiful pictures in this category. I hope you enjoy them.

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Abel Tasman, New Zealand South Island, December 2014

 

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Forum Romanum in Rome, Italy, September 2016

 

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Rüdesheim, Germany, September 2016

 

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St. Pauls in London, UK, August 2016

 

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Dartmouth, Devon, UK, June 2016

 

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Sevilla, Spain, May 2016

 

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South West Coast Path, Torbay, UK, to the way to Hope’s Nose, June 2016

 

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Key West, Florida, USA, September 2013

 

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Rhodes, Greece, July 2014

 

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Outstide Topkapi Palace, Istanbul, May 2015

Man kann ja nicht immer Glück haben…

Hallo und herzlich Willkommen zu dem ersten Blogeintrag im neuen Jahr. Den wollte ich eigentlich schon einige Tage früher fertig stellen, aber wie das halt so ist… Außerdem habe ich einen neuen Laptop und irgendwie ist es schwieriger, als gedacht, alle Bilder in der richtigen Reihenfolge im richtigen Ordner so zu kopieren, dass… naja gut, lassen wir das.

Was gibt es zu berichten? Ich habe Silvester in der Türkei verbracht, eine Woche All Inc in einem 5 Sterne Hotel (lokal versteht sich. Blöder Fehler).

Die Gesellschaft hätte nicht besser sein können, das Hotel aber schon. Bevor ich jetzt allerdings mit den üblichen Beschwerden starte, vorweg: Ich habe ein ganz „nettes“ Review auf holidaycheck geschrieben (wofür ich sogar noch Miles&More Bonusmeilen kassiert habe!!!). Trotzdem möchte ich euch einige Highlights nicht vorenthalten.

  1. Der Flug mit SunExpress.
    Als eingefleischte Kranich-Airline-Anhängerin ist es für mich stets eine mentale Herausforderung, mich an Billigairlines anzupassen. Gut, wenn die Flüge nun mal nur ein Drittel von dem gelben Standard kosten, dann geht das schon mal. Die Airline ist ja auch nicht schlecht, aber ich habe (selbst mit Condor, TUIfly etc.) noch NIE erlebt, dass noch nicht mal Wasser / Tee oder sowas an Board kostenlos ist! Nicht, dass das ein Problem gewesen wäre – aber dazu später. Außerdem war es doch irritierend, dass in einem Ferienflieger von Frankfurt nach Antalya zuerst einmal alle Durchsagen in der türkischen Sprache gemacht werden und wenn man ganz viel Glück hat, dann findet sich auch jemand vom Kabinenpersonal, der der deutschen Sprache mächtig ist. Nicht, dass ich das brauche, dass man überall meine Sprache spricht – aber eine Airline könnte sich doch ihrer Zielgruppe anpassen… oder?
  2. Lage des Hotels.
    War hätte geahnt, dass nur 30 km östlich von Side irgendwie doch dann alles anders ist? Der Ort, Okurcalar, machte auf den ersten Blick ja einen ruhigen, netten Eindruck. Dass der allerdings wirklich so abgelegen ist, dass man noch nicht einmal eine Strandpromenade zum joggen / spazieren gehen vorfindet, hätte ich nicht geglaubt. Somit durfte ich dann auf einer echt hässlichen Strecke an der Straße gegen meine männlichen Begleiter im laufen haushoch verlieren (wenn ich jetzt hier anmerke, dass durch den unebenen Asphalt meine Füße nach den 6 km echt kaputt waren, klingt das ein wenig zu Tussi-like fürchte ich…)
  3. Hotel selbst.
    Tja wer mich kennt, weiß, dass ich immer (oder zumindest häufig) Wert auf gutes Essen lege. Dass natürlich die Qualität bei einem All Inclusive Urlaub nicht unbedingt ungeahnte Höhen erreicht, ist mir durch meine vorherige Erfahrung in den Jahren 2012, 2014 und Sommer 2015 durchaus bekannt. ABER dass der Gast dann spätestens nach der ersten Hälfte des Urlaubs besser nur noch das isst, was 100%ig gekockt oder schuhsohlenartig durchgebraten ist, war mir dann doch etwas zu einschränkend. Klartext: Das Hotel hat wohl ziemlich oft mit Durchfallerkrankungen zu kämpfen. Deshalb steht das Hotelpersonal auch zu jeder Mahlzeit mit Desinfektionsmittel am Eingang zum Speisesaal (lobenswert) und das Zeug findet man auch auf dem Zimmer (gut mitgedacht). Dass diese Maßnahmen allerdings die Problematik nicht eindämmen können (vielleicht haben sie das auch und wir kannten den vorigen Zustand einfach nicht…), macht mir Sorgen (echt unschön). Aber was soll ich sagen, ich mag den Geruch des Zeugs irgendwie….
  4. Tierfreund-Club
    Es ist ja normal, dass in der Türkei einige Katzen unterwegs sind, also auch auf dem Hotelgelände; am Strand, am Poolbereich, an der Beach Bar. Man bekommt die da einfach nicht weg. Meistens sehen die ja auch ganz fit und gepflegt aus. Geht es allerdings soweit, dass das Hotel ein Katzenhaus (und damit meine ich nicht, ein Haus, welches von Katzen erobert wurde) auf dem Gelände hat, kann es gut und gerne passieren, dass diese liebenswerten Viehcher auch im Speisesaal und in den Aufenhaltsräumen unterwegs sind. Gerne lauern sie dann dem naiven Gast auf den Fluren vor den Zimmern auf und versuchen, sich im Moment der Türöffnung mit diesem in das Zimmer zu schleichen. Die Problematik sehe ich allerdings, wenn nicht nur Gäste diese putzigen Tierchen füttern – sondern auch Kellner dies tun.
    Der gewitzte Leser könnte jetzt auf die Idee kommen, dass die Durchfallerkrankungen und die Katzenverhältnisse in irgendeinem Zusammenhang stehen; da allerdings Tiere meistens die besseren Menschen sind, möchte ich nicht das Versagen der Hygieneverantwortlichen des Hotels den Samtpfoten anlasten.
  5. Strom
    Ja, das ist so eine Sache. Jedenfalls mit dem Strom und mir. War mir dann auch erst bewusst, als mir aufgefallen ist, dass ich irgendwie dann doch die einzige war, die regelmäßig einen Stromschlag am Kühlschrank mit den Wasserflaschen bekommen hat und einen recht heftigen Schlag sogar an der Saftmaschine. Meine Mitreisenden und andere Besucher hatten das Problem (teilweise offensichtlich erkennbar) ab und an, aber irgendwie hat nur mir regelmäßig der ganze Arm davon weh getan. Als wäre das nicht genug, fiel dann auch am vorletzten Tag der Strom im ganzen Ort aus, was das Hotel dazu veranlasste, seine Notstromgeneratoren hochzufahren. Eigentlich recht lobenswert, also welche zu haben und diese dann unverzüglich anzuschalten. Blöd allerdings: Einer von drei (?) Generatoren war leider nahe an unseren Zimmern aufgestellt, die Schallisolierung war – höflich gesagt – nicht vorhanden. Befand man sich im Zimmer, war keine normale Unterhaltung möglich und es mutete eher an wie ein Aufenthalt im Schiffsbauch als in einem Hotel. Gut, man muss den Hotelveranwortlichen hoch anrechnen, dass wir in einem anderen Zimmer hätten übernachten können, insofern das Ding die Nacht über hätte durchlaufen müssen (glücklicherweise ging es gegen 21:30 dann aus). Ich war ja nun schon einige Mal in Strandhotels in diesem Land, aber das habe ich noch nicht mitbekommen. Lustig nur: Im Mai 2015 in Istanbul fiel auch für einige Minuten der Strom in der Stadt aus (was laut Aussage der ortsansässigen so gut wie nie vorkommt, hier war man auch statt mit Notstromgeneratoren eher mit Kerzenlicht dagegen gewappnet) und genauso im Oktober in Greifswald (auch hier eine Seltenheit). Ich und der Strom haben möglicherweise doch eine sehr wechselhafte Beziehung.
  6. Schwimmen im Meer
    … geht natürlich trotzdem, und erst recht bei Sturm. Insbesondere gerne dann, wenn man bei dem Versuch, am Hotelstand zu baden, von Hotelmitarbeitern „freundlich“ darauf hingewiesen wird, dass man dies zu unterlassen hat (ich bin sicher, tief in seiner Seele hat der Angestellte das nett gemeint..). Allerdings kann der gewitzte deutsche Urlauber, der es ja immer besser weiß, einfach 500 Meter weiter gehen, auf einen Strandabschnitt von einem der unzähligen Hotels, die über den Winter geschlossen sind (hmm, vielleicht auch deshalb soooo viele Katzen bei uns…?). Runter mit den Klamotten, Badehose und TShirt sind ausreichend bei Sturm und 15 Grad und zack rein ins Wasser. Das war das erste Mal, dass ich dort gescheite Wellen gesehen habe, mit denen sich auch etwas Spaß haben lässt.
  7. Die (Halb-)Insel
    Links vom Hotel Richtung Strand ist eine grüne Halbinsel. Glücklicherweise hatten wir uns den Tag mit dem schönsten Wetter ausgesucht, um diese zu erkunden – war auch wirklich ganz nett. Das hat diese blöde Hotel-Durchfall-Situation etwas relativiert.

Alles in allem: Man kann nicht immer Glück haben. Und das meine ich noch nicht einmal ironisch. Die gebuchten Unterkünfte sind meistens wirklich top (bis auf das königliche Entwicklungsland…) und das Wetter spielt auch in der Regel mit (siehe vorige Klammer). Ich würde jetzt zu dieser Zeit nicht unbedingt wieder an die türkische Riviera fahren, und unabhängig von der Zeit nicht mehr in dieses Hotel (zur Info: Sealife Buket Beach – lernt aus meinen Fehlern und fahrt da nicht hin!!!). Trotzdem mag ich das Konzept des All Inc Urlaubes, denn wenn alles stimmt, kann das wirklich eine schöne Sache sein; einmal im Jahr oder alle zwei Jahre durchaus sehr entspannend – jedenfalls solange man noch „Entdeckungsreisen“ zusätzlich in sein Budget und Zeitplan rein bekommt. Falls jemand auf der Suche nach dem geilsten All Inc Hotel an der türkischen Riviera ist: Melas Resort bei Side-Kumköy, 99% Weiterempfehlung auf Urlaubsportalen und wirklich GENIAL in fast allen Punkten. Kein Vergleich mit dem hier beschriebenen Aufenthalt.

Genug gelästert. Meine Reisepläne für dieses Jahr ändern sich quasi stündlich, deshalb wäre ein Update hier irgendwie sinnlos. London zum Monatsende bleibt allerdings und ich berichte dann hier von meiner ersten (Kurz-)Reise alleine.

Stay tuned.

 

Achso: Es war natürlich nicht alles schlecht (um hier politisch korrekt zu sein…).. wie man sieht.7

Achso 2: Ich habe etwas mit meiner Kamera rumgespielt. Da ich aber keine Facebook Fotografieseite habe, kann ich im Grunde gar nix. Trotzdem echt cool, was da so alles geht (zumindest für jemanden, der außer dem Einschalt-Knopf und dem Auslöser sonst nie irgendwas an einer Kamera bedient hat).

 

 

To the sea / 2016

Die letzten Tage im hohen Norden verflogen auch – wer hätte es gedacht – erst gar nicht und dann gefühlt in zwei Minuten. Zwischen Fischbrötchen, Weihnachtsmarkt, Wasser und viel Wind (gaaaaanz viel) hatten wir uns dann aber doch den Weg nach Rügen gebahnt. Zwischendurch mit dem Gefühl, als überquere man die Golden Gate Bridge, landet man nach der Überfahrt aus Stralsund auf der Insel, die zunächst eher wie Festland anmuten lässt. Nach einer dreiviertel Stunde jedoch hat man die Küste erreicht (insofern man dem Navi folgt) und zwischen viel Wald ist dann tatsächlich doch etwas Strand zu erkennen.

 

Eine Anekdote kann ich allerdings noch bieten und möchte ich auch nicht unerwähnt lassen. Ich nehme mich ja selbst nicht ganz ernst – oder versuche es zumindest – und ich versuche auch, mich nicht allzu wichtig zu nehmen. Daher konnte ich auch sowohl in als auch nach der Situation darüber lachen. Ich war gerade auf dem Weg ins Office, habe das Gebäude betreten, rüber zum Fahrstuhl. Da läuft ein älterer Mann um die 60 vor mir, der mir irgendwie bekannt vor kam. Allerdings war er in Anzug gekleidet und diejenigen, die vor Ort in Anzug unterwegs sind, kenne ich alle. Die Verwirrung stieg, als er vor mir in den Aufzug steigt und auf die 4 drückt. Zur Erklärung: Die 4. Etage ist unsere Verwaltung, Etagen 5 und 6 sind ein Call Center. Nachdem er gedrückt hat, dreht er sich zu mir um und fragt (sehr freundlich): „Sie müssen doch bestimmt ins Call Center?“ Ich verkneife mir das erste Lachen und verneine, erkläre, dass ich auch in den 4. Stock muss. Er, irritiert, nickt, zögert, setzt wieder an: „Dann sind Sie hier Praktikantin?“ Oh ja. Wie gesagt, ich nehme mich nicht allzu wichtig, daher erkläre ich freundlich, dass ich eine ganz normale Arbeitnehmerin bin, was er kaum glauben konnte. Stellte sich dann heraus, dass er gegenüber von meinem Office im Besprechungsraum Englischunterricht gibt, ich ihn schon öfter gesehen habe und er mich. Sehr freundlich der Mann, nur etwas ungesund nah an den Fettnäpfchen bewegend.

Tja, und jetzt bin ich wieder zu Hause und in zwei Tage ist Weihnachten. Gefühlt hatte ich zwei Jahre keine Weihnachten (denn bei 25 Grad ist es einfah nicht das selbe!) und daher freue ich mich noch mehr als sonst. Trotzdem muss ich sagen, dass urlauben über die Feiertage auch nicht das Schlechteste ist, denn alleine die Geschenke-Rennerei ist ja schon irgendwie nervig. Nunja, so hat alles seine Vor- und Nachteile.

By the way – ab Oktober 2016 werde ich dann für ein paar Monte von der asiatischen Arbeitskultur und Leben dort berichten. Doch vorher gibt es noch ein paar kleinere Urlaube und hoffentlich Berichte. Beginnend mit Türkeiurlaub über Silvester, London Ende Januar, Skifahren im März, evtl. Marrakesch über Ostern, Andalusien im Mai, MTB Wochentour Ende Mai, Island im August, Cannstatter Wasen und das ewige Rom im September / Anfang Oktober. Und dann natürlich – hoffentlich – noch ein paar Städte in fascinating Asia und wenn ich es schaffe, dann auch nochmal Paris weil je suis Paris.

In diesem Sinne

Schöne Weihnachten & einen guten Rutsch!

Hier geht es 2016 weiter.

 

Istanbul

Was für eine Stadt.

Wunderschön. Vielfältig. Ursprünglich.
Istanbul ist nicht unbedingt das Ziel, welches einem zuerst einfällt, wenn man nach einer Idee für einen Städtetrip sucht. Eigentlich kam ich selbst auch nur durch Zufall darauf, weil auf dem Rückflug von der türkischen Riviera aus darüber weg geflogen, und das bei Nacht. Nach dieser Aussicht stand die Stadt definitiv auf meiner Kurztrip-Liste. Passenderweise konnte ich mit ein wenig Überzeugungsarbeit auch ein paar Freunde dazu motivieren und sieben Monate nach besagtem Ausblick ging es los.

Die Lufthansa bietet die besten Preise inklusive einem Gepäckstück dort hin, auch wenn das Streikrisiko natürlich nicht zu vernachlässigen ist. Wir hatten aber Glück und kamen daher ein einem Mittwochnachmittag Ende Mai 2015 dort an. Leider hatte ich versäumt, mir eine detaillierte Offlinekarte auf mein Smartphone zu packen oder den Ort unserer Unterkunft auf der Papierkarte im Reiseführer zu vermerken. Mit dem Gedanken „so grob weiß ich es“ lief es leider nicht ganz wie geplant, dazu kommt, dass die Adressenbeschreibung in Istanbul etwas anders läuft: Der konkrete Ort bspw. an einer Kreuzung setzt sich aus den zwei Straßennamen zusammen, welche dort kreuzen und hintendran kommt noch eine Bezeichnung für das Viertel (zumindest glaube ich, dass es das war). Nunja, was soll ich sagen. Mit Rollkoffern durch Sulthanamet war ein Erlebnis und ich habe noch in keiner Stadt so viele hilfsbereite Menschen getroffen; mehrere haben direkt ihr Smartphone gezückt, den Straßennamen eingegeben und uns den Weg dann gezeigt. Nach ein paar Umwegen, die ich auf Kommunikationsbarrieren und die deutsche Orientierung an Regeln und geraden Straßen zuschreibe, hatten wir es dann doch geschafft. Unsere Unterkunft im besagten Stadtteil Sulthanamet kann ich nur empfehlen und war recht günstig: Wir haben von Mittwoch bis Sonntag insgesamt 285 € für 5 Personen gezahlt („Alhambra Residence“), war super sauber und die Zimmer ziemlich groß. Hier bin ich von meinen Mitreisenden darauf hingewiesen worden, dass das WLAN wohl nur mit dem iPhone so wirklich funktioniert hat; die Android und Blackberry (ja, das gibt es noch, überrascht mich auch immer wieder…) Smartphone-Besitzer haben es sich dann so nah wie möglich am Router bequem gemacht (bis heute glaube ich, dass sie denken, dass das Zufall war…) Von unserer Unterkunft aus haben wir dann für die Abreise ein Shuttle zum Flughafen gebucht, für 5 Euro pro Person. Sieht man von dem relativ teuren Flugpreis ab (Ryanair fliegt Istanbul (noch) nicht an), ist das wirklich eine recht günstige Stadt. Um die Ecke konnte man „Chicken-Döner“ für umgerechnet 1 Euro bekommen; den türkischen Tee gab es aufs Haus dazu. Nice to do ist auf jeden Fall auch ein türkischer Bäcker.

Tee aufs Haus
Tee aufs Haus
fırıncı - Bäcker
fırıncı – Bäcker

Ich weiß, ich bin ungesund auf das Essen und möglicherweise auch auf das Trinken fokussiert, aber ich kann hier nicht schließen, ohne eine bestimmte Location zu erwähnen: Die Raggae-Bar. Hamster Mathilda und ein Hund machen das Ganze zu einer sehr wohnlichen Angelegenheit, und bei Stromausfall werden romantische Kerzen auf den Tischen verteilt. Very nice. Die Raumgestaltung allerdings ist eine klasse für sich und spiegelt den Namen recht nett wieder. Da ich dies mit jeder Beschreibung einschränken würde, folgt nun eine visuelle Idee (keinesfalls Übersicht, da ich lange nicht alles fotografieren konnte). Von Avicii über John Lennon bis hin zu Cocktailschirmchen und Einmachgläsern war hier alles vertreten.

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Nahe an den Sehenswürdigkeiten kann man zu deutschen Preisen essen, aber nicht so überteuert wie bspw. in italienischen Großstädten. Natürlich haben wir es trotzdem geschafft, überteuert zu essen, aber ich würde sagen, einmal kann man sich das leisten. Insbesondere wenn auf dem Wein solch ein netter Warnhinweis steht und es die theoretische Aussicht auf das Meer gibt (wenn es denn hell ist…).

Wein - schau mal, das machen die nicht nur in USA so...
Wein – schau mal, das machen die nicht nur in USA so…

Sightseeing ist natürlich unverzichtbar in Istanbul, gerade wer „Diabolus“ von Dan Brown gelesen hat, wird auch ein gesteigertes Interesse an der Hagia Sofia oder der Zisterne haben. Ist auch meiner Meinung nach wirklich zu empfehlen; außerdem wie schon erwähnt die Blaue Moschee (NEIN, Hagia Sofia und Blaue Moschee sind nicht das Selbe.) Aber darüber gibt es schließlich genug Reiseführer, also deswegen hier eher kurz gefasst. Schließlich gibt es kaum etwas Langweiligeres, als die Urlaubsbilder eines anderen anschauen… habe ich mir sagen lassen. Die Person möchte sich allerdings hier nicht zitiert sehen.

Hagia Sofia - eins von Istanbuls' must-dos
Hagia Sofia – eins von Istanbuls‘ must-dos
Zisterne. Room for improvement for photo quality.
Zisterne. Room for improvement for photo quality.
Blaue Moschee unter blauem Himmel
Blaue Moschee unter blauem Himmel

Hat man sich erst mal angewöhnt, die konsequent aufdringlichen Tourifänger, die einen in ihr Restaurant ziehen wollen, zu ignorieren, kommt man sogar recht schnell dorthin. Oder aber man fährt Bahn / Boot oder natürlich Taksi (was wir aber nicht ausprobiert haben). Für lieber-lange-Schläfer wie mich ist das mit dem frühen Aufstehen natürlich nicht so einfach, aber im Urlaub und der niedrigen Frequentierung der Sehenswürdigkeiten zu Liebe geht das schon mal. Glücklicherweise sind wir dann mehr so rein zufällig vor dem Gewürzbasar gelandet, erst beim zweiten Mal mussten wir den aktiv suchen. Fällt möglicherweise nicht von außen auf, wohl aber durch den Geruch (was soll ich sagen.. herrlich). Netterweise gab es natürlich noch ein paar mehr Marktstände da, und wenn ein hübsches Shirt mit der Aufschrift „I don’t need google – my wife knows everything“ dann in das Auge des Betrachters fällt, ist der auch gewillt, diese nicht-typischen Händler eines zweiten Blickes zu würdigen und sich damit zu arrangieren. Wobei es so viele von denen gibt, dass sie schon wieder typisch sind. Whatever.

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Gewürzmarkt. Schade, dass Gerüche (noch nicht) fotografierbar sind
Gewürzmarkt. Schade, dass Gerüche (noch nicht) fotografierbar sind
Keine Gewürze, aber trotzdem schön. Farben sind glücklicherweise fotografierbar.
Keine Gewürze, aber trotzdem schön. Farben sind glücklicherweise fotografierbar.

Ach ja, da wäre noch der Taksim-Platz, da sucht man sich allerdings besser einen Tag aus, an dem dieser nicht von der polis gücü („Polizei“ auf Türkisch) abgesperrt ist und Wasserwerfer vorgefahren werden, dann lassen die einen nämlich auch auf den Platz. Wobei man erst dann erkennt, dass der Beruf der polis gücü insbesondere in Istanbul sehr attraktiv für ebensolche jungen Männer zu schein scheint, die dann noch von der üniforma (…keine Übersetzung nötig…) aufgewertet werden. Allerdings erscheint es mir ratsam, sich dann nicht allzu lange auf dem Platz bzw. den Straßen aufzuhalten, die dort hin führen; denn wenn sogar Zara seinen Rolladen vor dem Geschäft runter lässt (und das mitten am Tag!) könnten da ein paar witzige Dinge passieren, die den deutschen Humor möglicherweise überfordern würden. Deshalb haben wir dann nur noch nett einen Kaffee getrunken (oder notwendigerweise Erdbeer- statt Vanillemilchshake, denn die Frage der Kellner an die Kunden, ob der König – also Kunde, weil Kunde = König – etwas anderes bzw. genau DAS andere haben möchte, wenn das eigentlich Bestellte aus ist, wird offensichtlich völlig überbewertet…immer diese deutsche Pedanterie) und sind dann wieder ins sichere Sulthanamet, wo uns der liebe Bünjamin (unser Gastgeber) dann in das Flughafenshuttle verabschiedet hat.

Nun war der Trip nicht gerade „one night in bangkok“, unter anderem weil er länger war als eine Nacht, und diese des Öfteren von Muezzinen unterbrochen wurde, dennoch ist Istanbul ein ideales Reiseziel für ein paar Tage: Einfach mal etwas Neues, Ansätze einer anderen Kultur (NEIN, das zählt nicht als Asien!!!) und wirkliche Freundlichkeit erleben, wenn Einheimische, die gerade selbst ein Kaffee trinken, auf einen zukommen und anbieten, zu helfen, weil man offensichtlich die Orientierung verloren hat. Oder wenn dies Businessmänner auf dem Heimweg tun. Jetzt aber schnell gedanklich wieder heim noch Deutschland, wo man sich ziemlich sicher sein kann, keine Hilfsangebote von Fremden zu bekommen – dann muss man ja selbst auch keine machen *big sigh*.

Fazit: Großer Spaß, wunderschöne Stadt, ideale Gruppe.

Jederzeit wieder.

[Die Tatsache, dass die Fertigstellung dieses Beitrages erst im Oktober 2015 erfolgen konnte, lässt in keinster Weise Rückschlüsse auf die Reisequälität zu. Wenn doch, dann höchstens, dass mir diese Reise so positiv in Erinnerung ist, dass es mir sogar nach 5 Monaten noch wichtig ist, diesen Beitrag zu Ende zu bringen.]